Absichtlich gegen fotografische Grundregeln verstoßen
FotoTV.de hat als Film des Monats ein ganz spannendes Thema:
Sich an Regeln halten ist schön, sie zu brechen noch viel schöner!
Und damit dabei auch was ansehnliches entsteht, gibt euch Martin Krolop Hinweise, was dabei zu beachten ist.
Bei Google empfehlen:
Trackbacks
Kommentare
Es gibt nur eine Regel in der Fotografie: “Entwickel deine Filme niemals in Hühnersuppe”
So sieht’s aus, immer schön Regeln brechen. Sonst wird’s schnell fad
absolut!
Regeln zu brechen, bedeutet doch gleichzeitig etwas Ungewöhnliches auszuprobieren. Ich finde es immer gut, durch das Brechen der Regeln neue Maßstäbe für sich selbst zu setzen, unabhängig davon, was die Regel ist. Wenn sich keiner mehr traut, wird Fotografie bald keine Kunst mehr sein.
Lieben Gruß
Marko
In der Fotografie kann man gar keine Regeln brechen. Jede Regel steht immer in einem bestimmten Kontext, in direktem Zusammenhang mit dem erwünschten Resultat. Ich kenne keine einzige Regel in der Fotografie, die immer gilt – jede mir bekannte Regel gilt nur unter ganz bestimmten Umständen: “Will man … machen, muß man … beachten.”
Einfaches Beispiel: Meine Mutter fotografiert alle Menschen immer so, daß deren Gesichter im Zentrum des Bildes sind, über dem Kopf ist dann meterweit Himmel und die Beine sind unterhalb der Knie abgeschnitten. Natürlich im Querformat. Ich mecker jedesmal mit ihr, wenn sie mir ein völlig vermurkstes und verwackeltes Foto zeigt und sagt “Sieh mal, ist das nicht ein schönes Foto von Dir?”. Eine Regel könnte hier besagen, daß man Hochformat verwendet und die abzubildende Person komplett ins Bild nimmt, wobei die Objektweite genau so gewählt wird, daß das Foto gut ausgefüllt wird und von der Person nichts abgeschnitten wird. So entsteht ein schönes 80er-Jahre-Jugendweihe-Foto für das Familienalbum. Aber was mache ich, wenn ich genau diesen fehlkomponierten “Mutti-hat-mal-wieder-draufgehalten-Effekt” haben möchte? Dann lautet die Regel: Querformat, Gesicht in die Mitte, schiefer Horizont und leichte Unschärfe. Man hat also gar keine Regel gebrochen, sondern man wendet je nach Ziel, die dazu passenden Regeln an. In der Fotografie, wie in der Kunst allgemein, gibt es keine Regeln, die man brechen kann. Das ist nur ein Euphemismus für “mal was neues ausprobieren”.









