08.09.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Angetestet: iPhone-4-HDR

Sie werden geliebt und gehasst: HDR-Fotos sorgen oft für kontroverse Diskussionen unter Fotografen. Apple, die Einfach-mach-Maschinerie aus Cupertino, stellt mit dem heute erschienen iOS4.1-Update die im Vorfeld unerwartete HDR-Funktion für die Foto-App (nur für iPhone 4) bereit. Dabei sollen drei Fotos miteinander kombiniert werden, um Licht- und Schattendetails besser und detailreicher darzustellen. Denn hier liegt das Problem der iPhone-Kamera: Sie kommt nicht mit schwierigen Lichtsituationen zurecht.



Ob das mit der neuen Funktion so viel besser klappt oder alles nur Effekthascherei ist, habe ich heute mal getestet. Leider ist es draußen inzwischen dunkel. Aber ich habe Licht und Schatten der Küchenlampe ausgenutzt, um zu sehen, was da als HDR herauskommt.








Ein Bildverbesserung bzw. ein Unterschied zwischen HDR (oben) und Original (unten) ist erkennbar. Bei leichtem Gegenlicht dürfte die Foto-App draußen nun deutlich besser funktionieren. Wunder sind bei schwierigen Bedingungen aber sicherlich nicht zu erwarten, denke ich.

Allerdings bin ich auch etwas skeptisch im Hinblick auf die Aussage, dass das iPhone wirklich drei einzeln aufgenommene Belichtungen miteinander kombiniert. Ist es nicht vielmehr eine Aufnahme, aus der anschließend eine etwas hellere und eine etwas dunklere belichtete Aufnahme erstellt wird, bevor sie mit dem Original kombiniert werden!? Ich komme zu dieser Annahme, weil das iPhone sich nicht anders verhält, als beim normalen Auslösen der Kamera. Selbst beim Wegziehen nach dem Auslösen bekomme ich ein gutes Foto. Das iPhone rechnet lediglich etwas länger.
Ich werde der Sache mal auf den Grund gehen. Mal sehen, was die Apple-Leute dazu sagen.

Bei Google empfehlen:

Kategorie: Fotografie

Kommentare

Hannes sagt:

Für mich sieht das (gerade auch des matschigen Rauschens in den Schatten wegens) auch arg nach einer nachträglichen Bearbeitung eines Bildes aus. Zum testen würde ich das iPhone während des fotografierens sehr (!) schnell bewegen und schauen, ob und wo es Versätze gibt. Denn die Kamera kann sehr schnell hintereinander fotografieren, wie man auch bei dieser Aufnahme sieht, bei der der mit extrem kurzen Belichtungszeiten arbeitende Rolling Shutter zu lustigen Effekten führt.

Aber alles in allem: Ich finde die unteren Bilder durch die Bank besser und angenehmer (außer vielleicht bei der Polaroid) – somit wäre das für mich eine leichte Entscheidung: Die Funktion bleibt aus – egal wie sie’s macht 😉

Michael sagt:

Aber die Ergebnisse lassen sich denoch sehen. Ich hab schon einige gute HDR Fotos auf flickr bestaunen können. Nicht schlecht was das iPhone 4 zustande bekommt. Mit halten können die natürlich bei weitem nicht mit „echten“ HDR’s.

Ich vermute auch mal, dass das iPhone hier nur berechnet anstatt 3 Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten macht. Das dann noch genau übereinandersetzen und bearbeiten ist mal nicht eben so nebenbei gemacht.

Micha

Marco sagt:

eine idee wie man das überprüfen könnte: eine uhr mit möglichst genauer anzeige, millisekunden oder so(vielleicht gibts sowas im web), bei möglichst kurzen zeiten fotografieren, da müsste man ja die unterschiede sehen.

ich habe mich schon die ganze zeit gefragt, wie das funktionieren soll, da man bei 3 aufnahmen ohne stativ immer etwas versatz hat, und die ausrichtungsroutinen schon ziemlich schlau sein müssten. klappt ja nicht mal auf dem PC immer so gut.
selbst bei den 8 bildern pro sekunde der 7D ist freihand deutlich versatz da. also müsste das iphone absolute high speed bilder schießen können (unwahrscheinlich) oder den sensor pro belichtung zu 3 unterschiedlichen zeiten auslesen, wenn das ginge wäre das revolutionär und eigentlich zu schade fürs iPhone, sowas geht ja bei richtigen kameras nicht.
Also bleibt der trick über die software aus 1 mach 3, die dann auch das wahrscheinlichste ist. Vielleicht wird ja intern so eine art RAW bearbeitet, so dass der dynamikumfang wirklich etwas größer ist.

PS: meine neue canon S95 hat übrigens auch einen HDR modus, der schießt 3 bilder hintereinander, und somit ist auch stativ und selbstauslöser absolut pflicht.

Matthias sagt:

Hi

das iPhone macht definitiv mehr als 1 Aufnahme. Fotografier mal ein bewegtes Objekt, z.B. ein Auto.

Grüße
Matze

Besim sagt:

Muss ich mal ausprobieren. Bisher habe ich mich nur am Stillleben versucht.

Stefan sagt:

Matthias hat recht 🙂

Michael sagt:

es werden laut apple 3 aufnahmen gemacht. wenn man objekte in dem originalbild nicht sehen kann, diese aber in den hdr aufnahmen auftauchen, geht das nicht mehr ueber einrechnen.

RSS-Feed zu diesem Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Über neue Kommentare per E-Mail informieren.

© 2007 - 2016 lens-flare.de – Fotografie Blog is proudly powered by WordPress.