02.03.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Auf analogen Abwegen

Vor ein paar Wochen habe ich den Keller aufgeräumt. Dabei bin ich über ein Relikt aus alten Zeiten gestolpert (natürlich nur sprichwörtlich). Früher, wo digitale Kameras noch nicht in Handys eingebaut und auch nur für viel Geld mit wenig Megapixel zu kaufen waren, legte ich mir eine Wegwerfkamera ins Auto. Sie sollte zur Dokumentation im Falle eines Unfalles dienen. Da sie glücklicherweise nie gebraucht wurde, wanderte sie dann irgendwann in den Keller. Mittlerweile hat man ja mit dem Telefon immer eine Kamera dabei und kann sogar, wenn man mag, entstandene Blechschäden sofort per E-Mail verschicken oder gar im Internet veröffentlichen.


Nun aber fiel mir die Fuji Quicksnap wieder in die Hände und weckte meine Neugier. Ich befreite sie aus der Schutzhülle und untersuchte das Gehäuse. Im September hätte die analog Plastikdose immerhin ihren zehnten Geburtstag gefeiert. Ob die Batterie den Blitz noch laden würde? Ich legte den entsprechenden Schalter um und siehe da, das vertraute Piepen war zu hören. Klasse! Ein Begleiter für die folgenden Tage war gefunden 🙂


So belichtete ich Stück für Stück den in die Jahre gekommen Film. Die ersten Male hielt ich den Apparat irrtümlicher Weise am ausgestreckten Arm, bis ich merkte, dass ich mein Auge ja an den Sucher bringen musste. Auch wurde ich mal kurz nach der Aufnahme gefragt, ob ich das Ergebnis zeigen könnte. Ja wir haben uns schon sehr an die digitale Fotografie gewöhnt. Für mich am Schwierigsten war das Komponieren mit dem sehr einfach gehaltenen Sucher. Ich hatte kein Gefühl, sondern eher nur eine Ahnung, was auf dem Bild landen wird.

Insgesamt war das schon eine witzige Sache mal jeden Tag mit der Quicksnap zu dokumentieren. Trotz des Charmes der leicht verzerrten und etwas blässlichen Farbfotos, konnte dieser kleine Exkurs aber keine Sehnsucht zur analogen Fotografie in mir wecken. Im Gegenteil. Ich weiß die Vorteile des Modernen nun wieder mehr zu schätzen.

Hier aber nun ein paar Bilder, des mittlerweile entwickelten Kleinbildfilms. Keine Ahnung woher die scharzen Ränder auf der linken Seite kommen. Vielleicht vom Dienstleister nicht ordentlich gescannt? Wollte sie aber der Authenzität wegen nicht wegschneiden.


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Kategorie: Fotografie, Fotos
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