29.11.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Kameragurt deluxe


Wenn man losgeht und sich eine Spiegelreflexkamera kauft, bekommt man ja auch immer einen Tragegurt dazu. Eigentlich sind die Dinger auch ganz brauchbar und so bin ich bisher noch nicht bereit gewesen, mal den Strappen (ein von Boris Nienke geprägter Begriff für den Kamera Tragegurt) von einem alternativen Anbieter zu bestellen. Ich habe zwar schon mal hier und da geschmult, aber meist hat mich der Preis dann doch abgeschreckt.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich von enjoyyourcamera.com ein Presseexemplar vom BlackRapid R-Strap RS-7 bekommen habe. Ich gehe mal davon aus, dass 90% der Fotografen das Prinzip dieser Gurte bekannt ist und möchte deswegen nicht weiter darauf eingehen. Wer sich über die Funktionsweise informieren möchte, wird auf der Produktseite im Onlineshop von enjoyyourcamera.com fündig.

Ich habe den R-Strap nun ca. einen Monat im Einsatz und habe einige Erfahrungen mit ihm sammeln können. Die Grundidee, die Kamera an der Seite baumeln zu lassen, wenn man sie nicht braucht, ist wirklich gut. Beim Laufen stört sie so eigentlich gar nicht, selbst wenn man ein großes bzw. schweres Objektiv verwendet. Ich empfinde das grad auf längeren Ausflügen als eine Erleichterung. Wird die Kamera dann benötigt, ist sie schnell zur Hand.


Was ich aber neben der neuen Art die Kamera zu tragen, an dem Gurt schätzen gelernt habe, ist die Befestigung. Statt an den dafür vorgesehenen Ösen, kommt der R-Strap ans Stativgewinde. Zuerst war mir das suspekt, da man ja immer zwischen der Stativplatte und der Öse wechseln muss. Allerdings geht das Abschrauben schnell und es ist echt Klasse, wenn am Stativ kein störender Gurt rumbaumelt, grad wenn man ein Panorama aufnimmt. Achja, es gibt auch noch einen Adapter, der kompatibel zu Manfrotto Wechselplatten ist und den Karabiner des R-Strap aufnehmen kann. So braucht man nur noch den Gurt „ausklinken“, wenn man aufs Stativ wechselt. Das Abnehmen des originalen Kameragurtes ist ja eher fummelig und langwierig, weswegen ich das immer vermieden habe.


Ein weiterer Vorteil zu den Strappen* der Hersteller ist die Neutralität. Man sieht also nicht aus 100m Entfernung, ob da nun eine Nikon, Canon oder was auch immer Kamera am Fotografen hängt. Die verwendeten Materialien wirken stabil und gut verarbeitet. Praktisch ist auch der Verschluss zum schnellen Abnehmen des Gurtes.


Insgesamt bin ich mit dem R-Strap sehr zufrieden. Für eine Kleinigkeit würde ich mir noch eine Verbesserung wünschen. Dadurch, dass der Karabiner und die Öse aus Metall bestehen, klappert es immer beim Anheben der Kamera. Das kann gerade dann stören, wenn man versucht ein scheues Tier, wie z.B. ein Reh zu fotografieren. Ja, ein bissel „Meckern auf hohem Niveau“ lass ich mir nicht nehmen 😉

Bei Google empfehlen:

Kategorie: Produkte
%d Bloggern gefällt das:
© 2007 - 2017 lens-flare.de – Fotografie Blog is proudly powered by WordPress.