03.05.2012 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Canon 5D Mark III: Hands-on

5D Mark III

Vor ein paar Wochen hatte ich die Möglichkeit die Canon 5D Mark III auszuprobieren. Ehrlich gesagt war ich etwas enttäuscht als die Ankündigung von Canon, keine revolutionären Neuerungen versprach und zu dem der Preis deutlich über den Einführungspreis der Mark II lag. Aber neugierig war ich trotzdem. So entstand dieser kurze subjektive Erfahrungsbericht mit meinen ersten Eindrücken zur neuen Kamera.

5D Mark III (hinten)

Beim Auspacken fallen einem erst auf den zweiten Blick Änderungen am Gehäuse auf, z.B. ist der Powerschalter nun am Moduswahlrad, welches jetzt eine Sicherung besitzt, die vor versehentlichen Verstellen schützt. Auch ist einen Schalter hinzugekommen, mit dem man den Video/Livebild-Modus aktivieren kann.

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen ist alles gleich geblieben, was in diesem Fall aber eher erfreut, denn das alte Zubehör kann weiter verwendet werden. Auf der anderen Seite der Kamera ist zu dem Compact-Flash-Slot nun auch ein Steckplatz für SD-Karten gekommen. Finde ich sehr praktisch, denn zum einen kann man JPG Kopien direkt auf die SD-Karte schreiben lassen und bei Bedarf die Bilder gleich weitergeben. Auch passen SD-Karten viel besser in Laptops, als die alten CF-Karten 😉

Der Sucher war eine der Schwachstelle der alten Mark II gewesen. Beim neuen Modell kann man nun ein Gitter aktivieren, dass das Bild in Drittel einteilt. Wie lange habe ich darauf gewartet, dass es dieses Feature bei Canon Kameras gibt! Außerdem werden die aktivierten Fokussensoren bzw. Sensorgruppen nun dynamisch je nach Bedarf eingeblendet. Vorbei die Zeit, wo man immer die gleichen Rechtecke im Sucher fand 🙂 Sehr nützlich finde ich das Warnsymbol, welches einen an bestimmte außergewöhnlich Situationen erinnern soll, wie das Überschreiten eines ISO Bereiches oder die Aktivierung der Spotmessung. Die Wasserwaage im Sucher ist ne nette Spielerei. Allerdings finde ich die Auflösung zu gering, um sie nutzen zu können.

Fokussensoren gibt es bei der Mark III deutlich mehr, als im Vorgängermodell. Entsprechend komplex sind die Konfigurationsmöglichkeiten. Man kann Sensoren gruppieren oder auch Bereiche auswählen, welche nur fürs Fokussieren verwendet werden sollen. Alle Varianten habe ich nicht geschafft auszuprobieren, allerdings funktionierte der Fokus schon bei den einfachen Einstellungen sehr gut.

So wie beim Fokus sind auch andere wichtige Funktionen erweitert worden. So kann man nun mehr als drei Bilder für Belichtungreihen definieren und auch der Blendenbereich ist mit insgesamt 6 Blenden (-3 bis +3) ist größer geworden. Die Krönung ist die Integration der Generierung der HDR Bilder aus einer Belichtungsreihe. Neu ist auch die Möglichkeit Bilder bereits in der Kamera zu bewerten und zu bearbeiten. Ob die Bewertungen auch von Lightroom oder nur von Digital Photo Professional übernommen werden, habe ich aber nicht ausprobiert. Eine vollständige Unterstützung kann man denke ich frühestens in LR 4.1 erwarten.

Ein weiteres schönes Detail ist die neue Lupenfunktion. Man drückt nur einmal den „Lupenknopf“ und zoomt dann mit dem Wahlrad. Wunderbar ist, dass sich verschiedene Tasten flexibel belegen lassen. Dafür ist auch eine Taste direkt am Auslöser hinzugekommen. Außerdem finde ich gut, dass die Spiegelvorauslösung nun den Weg von dem Custom-Functions ins „normale“ Menü geschafft hat. Eine weiteres neues Feature ist die Entfernung von Vignettierungen und Farbsäumen direkt in der Kamera. Leider funktioniert das nur für Canon-Objektive.

Die ISO Performance hat sich, wie fast zu erwarten war, bei neuem Sensor mit fast gleicher Auflösung, deutlich verbessert. Hier eine Beispielaufnahme bei ISO 6400.

Einzige die etwas verwaschene dunkle Ecke, lässt erahnen, das hier hohe ISO Zahlen im Spiel waren. Wer einen Vergleich der ISO Performance zur alten Mark II und zur D800 sucht, wird hier fündig.

Und zum Abschluss noch eine etwas „nerdige“ Bemerkung. Neben den vielen Verbesserungen ist es Canon gelungen, den Sound beim Auslösen (Verschluss und Spiegel) endlich mal richtig satt klingen zu lassen. Es spielt zwar keine große Rolle für die Aufnahme eines Fotos, aber wie bei der Fahrzeugtür, ist es schön, wenn sich das Geräusch richtig oder wertig anhört. Hier ein Kostprobe:

Fazit

Anfänglich hatte ich erwähnt, dass ich von der Ankündigung der neuen Kamera etwas enttäuscht war. Allerdings muss ich meine Meinung revidieren. Fast alles, was mich an der 5D Mark II gestört hat, wurde verbessert. Es ist zwar keine Revolution, aber trotzdem eine würdige Nachfolgerin! Einzig der Preis ist ein Wermutstropfen.

Testet selbst die 5D Mark III !

Und wer sich jetzt fragt, wie ich an die neue Kamera gekommen bin… Ich habe sie nicht etwa von Canon als Presse Exemplar bekommen. Ich habe sie bei Lensavenue ausgeliehen. Viele von euch werden den Dienstleister schon kennen. Für alle anderen: Dort könnt ihr online Kameras, Objektive und Studiozubehör online mieten. Für den Fall dass ihr z.B. wie ich eine Kamera mietet, erhaltet ihr alles denkbare Zubehör, wie Speicherkarten, Batteriegriff, Akkus und sogar R-Strap war mit dabei. Die Kamera kommt per Versender einen Tag vorher und wird einen Tag nach Ablauf der Mietzeit wieder abgeholt. Unkomplizierter geht es nicht!

Falls ihr Lensavenue nun auch mal ausprobieren wollt, solltet ihr das lens-flare.de Spezial nutzen. Bei der Registrierung über diesen Link

Bei LensAvenue registrieren und lens-flare.de Rabatt nutzen!

erhaltet ihr 10% Rabatt auf jeden Auftrag, den ihr in den nächsten 6 Monaten dort erteilt.

Bei Google empfehlen:

Kategorie: Fotografie, Produkte
%d Bloggern gefällt das:
© 2007 - 2017 lens-flare.de – Fotografie Blog is proudly powered by WordPress.