23.10.2008 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Canon EOS 50D – meine Eindrücke

Letztes Wochenende war es so weit. Ich konnte mir selber ein Bild von der neuen Canon EOS 50D machen. Dafür hatte ich sie bei LensAvenue für drei Tage ausgeliehen. Wie immer erfolgte die Anlieferung und Abholung für mich unkompliziert und komfortabel.

Momentan besitze ich eine Canon 400D und bin auch mit ihr soweit zufrieden. Trotzdem wollte ich gerne ausprobieren, was eine moderne Kamera im höheren Preissegment, so alles leistet. Die detaillierten technischen Daten des Geräts finden sich hier bei Canon.

Gegenüber der 400D ist die 50D schon um einiges größer. Sie liegt aber gut in der Hand, und die Bedienelemente sind leicht erreichbar. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kam ich auch mit dem zweiten Wählrad und dem Mini-Joystick zurecht.

Im Größenvergleich: Canon EOS 50D vs. Canon EOS 400D

Das hochauflösende 3″ Display (920.000 Bildpunkte gegenüber 230.000 bei der 40D) begeisterte mich besonders. Es war eine Freude die gemachten Aufnahmen darauf zu betrachten. Einzig die Beschichtung des Kamerabildschirms wirkte etwas störend. Das diese die Unempfindlichkeit gegen Fingerabdrücke etc. verbessern soll, konnte ich nicht nachvollziehen. Das Menü ist gut strukturiert und übersichtlich. In der Kamera werkelt der neue DiGIC-4-Prozessor, welcher für eine deutliche Beschleunigung bei der Bedienung sorgt. Endlich macht das Blättern in den Fotos auf der Kamera richtig Spaß.

Ebenfalls höher auflösend ist der Sensor. Er bringt 15 Megapixel im APS-C Format unter. Dabei wurden nicht einfach die Pixel verkleinert, sondern Zwischenräumen zwischen den Pixeln entfernt. Dadurch hat sich das Rauschverhalten trotz kleinerer Pixel nicht verschlechtert, ist aber auch nicht sensationell besser geworden. Was ganz gut funktioniert, ist die integrierte Rauschunterdrückung. Anbei der unverkleinerte Ausschnitt eines Beispielbildes, aufgenommen mit ISO 12.800.

Ohne Rauschunterdrückung (links) und mit (rechts)

Ein Fakt der mich besonders interessiert hat war die Bildqualität bei hohen ISO-Werten und geringem Umgebungslicht. Hierbei lassen sich aber mit der 50D keine überzeugenden Ergebnisse erzielen. Ab ISO 6.400 ist das Bildrauschen so stark, das man die Fotos nicht mehr verwenden kann.

Eine logische Folge der erhöhten Auflösung sind größere Bilddateien. Eine JPEG-Datei kann schon mal 10MB und eine RAW Dateien 20MB groß werden. Wenn es bei der Aufnahme nicht auf jedes Detail ankommt, kann man auch alternativ Aufnahmen mit kleineren RAW-Dateien (z.B. mit 7 oder 3,8 Megapixel) machen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Canon EOS 50D gut gefallen hat. Sie verfügt zwar nicht über sensationelle Neuerung, stellt aber einen würdigen Nachfolger zur 40D dar. Besonders verbessert hat sich die Kamera durch den hochauflösenden Bildschirm und den schnellen Prozessor. Fotografen, die aber eine Kamera mit hoher Lichtempfindlichkeit benötigen, sollten sich weiterhin eher bei den Kleinbildformatkameras umschauen.

Update: Auf flickr finden sich jetzt ein paar unbearbeitete Beispielfotos der 50D. Leider kann ich die Aufnahmen nicht in originaler Auflösung hochladen 🙁

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