Das kannst du doch nicht machen (2)
Letzte Woche hatte ich euch gefragt, ob ihr es legitim findet, einen Blitz mittels EBV in eine Gewitterszene einzufügen. Das Abstimmungsergebnis sieht so aus:

Ich muss sagen ich hätte nicht damit gerechnet, dass so viele Leser gegen die Manipulation stimmen.
Nebenbei habe ich mich noch etwas schlau gemacht. Wusstet ihr, dass es eine Schaltung mit Antenne gibt, welche in der Lage ist die Kamera kurz vor dem eigentlichen Blitz auszulösen? Nähere Informationen dazu finden sich hier:
http://www.techlib.com/electronics/lightning.html
Auch wollte ich versuchen einen Profi auf dem Gebiet der Tagesgewitterfotografie für einen Gastbeitrag zu gewinnen. Franz Schumacher nimmt mit viel Aufwand und ganz ohne Blitzsensor wunderschöne Landschaftsfotos auf und stellt sie im Forum für Naturfotografen aus. Für ein gelungenes Bild benötigt er mitunter mehr als tausend Versuche! Leider ist seine Zeit momentan zu knapp, um einen Artikel für lens-flare.de zu schreiben. Inspiriert haben mich seine Fotos allemal und wenn der Sommer so bleibt, bietet sich ja vielleicht noch die eine oder andere Chance es selber zu probieren …
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Kommentare
Ich bin eher erstaunt, dass so viele es ok finden. Das heißt nicht, dass ich gegen EBV bin. Aber ich finde, es ist ein großer Unterschied, ob ich Kleinigkeiten aus einem Bild herausretuschiere, damit die eigentliche Aussage nicht gestört wird oder ob ich ein Bildelement einbaue, das so im Bild nicht da war. Nicht, wegen eines “puristischen Ehrenkodexes”, sondern weil es die “echten” Bilder, die mit viel Aufwand betrieben wurden, oder wo das verdiente Künstlerglück mitgespielt hatte, entwertet. So war mein erster Gedanke bei Deinem Regenbogenbild auch sofort: Schön, aber montiert. Ob es so ist, weiß ich nicht. Ich gehe aber immer öfter davon aus. Und da habe ich dann zwar vielleicht Respekt vor dem EBV-Können, bin aber nicht mehr beeindruckt oder freue mich mit dem Fotografen über den Moment, den er festgehalten hat.
Für mich ist das Manipulieren eher ein Ausdruck von: will auch haben
Dein Schluß ist möglicherweise einseitig, weil die Fragestellung wahrscheinlich nicht für jeden eindeutig war. Bin ich für oder gegen Bildbearbeitung? In diesem Fall: für.
Bin ich für oder gegen EBV im vorliegenden Fall: dagegen.
@ Papilio und anderen Freunden des Fotorealismus: bein Interesse googel doch einfach mal “moon rise Ansel Adams” und lies die Geschichte der Entstehung. Von wegen “echte Bilder” und “mit viel Aufwand betrieben”. Schande über Ansel
ich bau momentan so nebenbei, wenn ich mal zeit habe, aus nem microcontroller und
ein wenig anderem kram einen universellen kamerauslöser für hochgeschwindigkeits-
aufnahmen. Um z.B. Gewitter, oder mit hilfe von lichtschranken oder erschütterungs-
sensoren z.B. zerbrechendes Glas zu fotografieren. dürfte noch etwas dauern, aber
ich bin ganz zuversichtlich. Der Preis für die Teile liegt dabei bei grad mal 20-30€.
Mir scheint, Du hast ordentlich polarisiert, wenn Du woanders schon des Blitzdiebstahls beschuldigt wirst. Auf jeden fall eine recht dreiste Aktion, aber scheint Dir ja einige Erkenntnisse gebracht zu haben. Vielleicht ist der Kuchen nicht so repräsentativ, aber die Kommentare sind es allemal.
Ich bin auch eher erschrocken, dass so viele das gleiche machen würden. Dabei muss man, denke ich, unterscheiden, ob man die Fotografie als Dokument sieht, oder als (schmückendes) Bild. Im letzteren Fall kann man hinzufügen und weglassen was man will, solange darauf hingewiesen wird ist es ok für mich. Ich würde es nur selbst nie machen wollen weil ich eine andere, eher dokumentarische Auffassung der Fotografie habe.
Die Frage die mir bleibt ist folgende: Wenn das hinzufügen von solch bildwichtigen Teilen in Ordnung ist, warum dann nicht gleich das ganze Bild digital erzeugen, oder zusammenbauen?









