02.08.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Das „must have“ Gadget für den Sommerurlaub


Vor ein paar Jahren gabs mal bei einem Versender eine aufgepimmpte Kunststofftüte, in die man seine Kompaktkamera tun und dann Unterwasser fotografieren konnte. Als eingefleischte Wasserratte war ich gleich „Feuer und Flamme“ und hab das Ding bestellt. Kurz vorm Sommerurlaub. Leider hat der Lagermitarbeiter des Versenders geträumt und statt der Unterwassertüte, Solarleuchten für den Garten eingepackt. Also ging das Zeug zurück und neu bestellt wurde nicht, da die Lieferung nicht mehr pünktlich angekommen wäre. Schade!


Nun in 2010, der Sommerurlaub ist nicht mehr weit, lese ich den Artikel von Stefan Groenveld und denke mir: „Diesmal muss das doch klappen, mit dem Wassersack.“ Und was soll ich euch sagen? Nun ging bei der Bestellung alles gut 🙂


Zuerst habe ich noch etwas vorsichtig im Teich und im Pool damit rumprobiert. Gestern nun gab es den ersten richtigen Härtetest in unserem Lieblingsfreibad.


Für das Verpacken der Kamera sollte man sich etwas Zeit nehmen, denn es ist von Vorteil, dass man an die Kamera nicht mehr ran muss, wenn dann erst mal alles nass ist. Ein voller Akku und eine leere Speicherkarte sind die Grundvoraussetzung. Aber man muss auch schauen, dass nicht ein Teil des Riemens vor dem Display oder vor dem Sucher hängt. Ist die Kamera erst mal im Sack, kann man kaum Einstellungen, noch eine Rückschau mit dem Display vornehmen. Zum Fotografieren schaut man entweder durch den Sucher (klappt nur über Wasser) aufs Liveview (fokussiert nur bedingt automtisch) oder man fotografiert quasi aus der Hüfte.


Ich hatte mir noch ein bissel Sorgen gemacht, dass ich im tiefen Wasser die Kamera verlieren könnte und sie dann unwiederbringlich auf den Boden sinkt. Aber weit gefehlt! Der Sack hat genug Auftrieb die Kamera über Wasser zu halten. Man muss also nur drauf acht geben, wo sie gerade rumschwimmt 🙂

Sind die Vorbereitungen erst mal abgeschlossen, kann es losgehen. Es macht tatsächlich sehr, sehr viel Spaß, beim Baden fotografieren zu können. Und Kinder sind für solche Badespaßfotos die idealen Models. Ohne zu murren springen sie auch das hundertste Mal vom Steg.


Mir hat nicht so gut gefallen, dass man eine Menge Kontrolle beim Fotografieren an die Automatik der Kamera abgibt, da die Bedienung durch den Sack aufs Drücken des Auslösers reduziert wird. Allerdings kann man sich mit der Zeit ganz gut damit arrangieren. Außerdem hat mich gestört, dass man mit der Kamera im Sack im Freibad auffällt wie ein bunter Hund. Die Frage, ob das eine Unterwasserkamera sei, habe ich bestimmt zehn mal gehört. Naja und eine Redensart besagt ja eigentlich, dass es keine dummen Fragen gibt, aber was zum Teufel sollte ich im Wasser mit einer Kamera tun, die nicht wasserfest ist 😉


Achja und noch einen großen Vorteil bietet der Wassersack. Hat man die Kamera am Strand dabei, möchte man sie ja eigentlich nicht unbeaufsichtigt an der Decke zurücklassen. Ist sie wasserdicht verpackt nimmt man sie einfach mit ins Wasser und Langfinger haben kein Chance.


Am Ende des Tages war es dann endlich so weit. Die Kamera durfte ihre Sicherheitsverpackung wieder verlassen und ich endlich schauen, wie die Bilder so geworden sind. So ein Badetag beschert einem ohne Probleme 500 Fotos auf der Speicherkarte. Die Kamera selber blieb auf jeden Fall komplett trocken und ich habe nun ein gutes Gefühl demnächst einen Salzwasserhärtetest für die Unterwassertasche durchführen zu können.

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Kategorie: Fotografie
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