Montag, 14. Dezember 2009 | Steffen

Das SpiderPro System – fotografieren wie die Cowboys

Spider Holster

Wenn ich in der Mark Brandenburg unterwegs bin um Landschafts- oder Tierfotos zu machen, lege ich nicht selten große Strecken zurück. Während ich unterwegs bin habe ich die Kamera entweder in der Hand oder mit dem Riemen über die Schulter. Beides schränkt mich ein wenig ein und führt zur Ermüdung meines rechten Armes.

Bei zoomyboy.com habe ich das erste Mal von einer neuartigen Möglichkeit gelesen, bei der man die Kamera am Gürtel trägt und schnell auf sie zugreifen kann. Hier ein kurzes Video zur besseren Demonstration.


Ich war sofort begeistert, aber leider konnte man das Ding nur in Amerika mit über 40 Dollar Versand bestellen. Seit Kurzem aber gibt des das SpiderPro System nun auch bei enjoyyourcamera.com, die so freundlich waren, mir ein Exemplar zur Verfügung zu stellen.

Wenn du dich für auch das SpiderPro System interessieren solltest, kannst du es mit folgendem Gutscheincode bestellen:

lensflarespider

Damit sparst du bei enjoyyourcamera.com die Kosten für den Versand innerhalb Deutschlands ( 5,99 Euro ).

Das System ist schnell installiert. Die Platte für die Kamera wird an dem Stativgewinde festgeschraubt und bietet selber zwei Aufnahmen für Stativplatten. Den Pin kann man auf beiden Seiten montieren und somit bestimmen, ob man die Kamera links oder rechts tragen möchte.

Platte mit Stif

Mit installiertem Pin kann man zwar die Kamera nicht mehr so gut ablegen, allerdings ist der kleine Stift auch schnell demontiert.

Der zum System gehörige Gürtel macht einen soliden Eindruck und kann über einen Klettverschluss individuell an den jeweiligen Träger angepasst werden.

An den Gürtel stecken

Das eigentliche Holster wird an den Gürtel gesteckt (oben) und mit einem Gummizug gesichtert (unten). Danach sitzt es bombenfest.

Halterung sichern

Ein kleiner Hebel blockiert die Kamera, wenn sie im Holster ist, was sie vor dem ungewünschten Zugriff von Fremden sichert.

Nun war ich gespannt wie sich das SpiderPro System in der Praxis macht. Beim ersten Einhängen war ich noch etwas vorsichtig, was aber nicht nötig ist. Der Pin rutscht sehr leicht ins Holster und ist die Kamera erst einmal eingesteckt, hängt sie sehr sicher. Irgendwie erwartete ich einen Druck in der Seite, aber der blieb aus. Natürlich merkt man das Gewicht der Kamera, aber es verteilt sich ziemlich gleichmäßig um die Hüfte, was ein entspanntes Tragen ermöglicht.

Unterwegs im freien Feld ist das SpiderPro System wirklich praktisch. Man hat völlige Bewegungsfreiheit und wenn nötig die Kamera immer schnell bei der Hand. Für den Einsatz bei der Streetfotografie eignet sich das System sicher auch sehr gut. In engen Räumen allerdings oder bei Menschenaufläufen stört die Kamera am Gürtel schon ein wenig. Man eckt schnell irgendwo an. Zusammenfassend muss ich aber sagen, dass diese Möglichkeit die Kamera immer griffbereit am Gürtel zu haben für ausgedehnte Wanderungen sehr gut gefällt und ich das System dafür demnächst auch gerne wieder einsetzen werde.

enjoyyourcamera

Autor dieses Artikels: Steffen Göthling
Seit 2007 schreibe ich auf lens-flare.de über alles was mich an meinem Hobby der Fotografie begeistert. Im "richtigen" Leben bin ich Webentwickler und Familienvater.
Kategorie: Produkte
Du kannst die Kommentare zu diesem Beitrag mittels RSS 2.0 Feed abonnieren. Wenn dir dieser Beitrag gefällt, hinterlasse einen Kommentar, oder sende einen Trackback von deinem Blog.

17 Kommentare

14. Dezember 2009

……………..der Neid könnte mich fressen.


14. Dezember 2009

Ich bin von dem System noch nicht so überzeugt. Könnte mir aber vorstellen, dass man zum Beispiel auf dem Sportplatz schnell mal zur zweiten Kamera wechseln oder aber auch ein Objektiv einhängen kann (Stativgewinde vorausgesetzt). In beiden Fällen macht allerdings der Einsatz von zwei Spider-Systemen Sinn.


14. Dezember 2009

Vielen Dank für den Tipp! Ich suche schon seit geraumer Zeit nach einer guten Lösung meinen Canon-Kameragurt in den Ruhestand zu schicken. Eigentlich sollte es schon unlängst der Black Rapid R-Straps bzw. das Pondon dazu sein. Der Gurt ist allerdings auch nicht gerade günstig und so hatte ich den Kauf immer wieder aufgeschoben – vielleicht ist dies jetzt sogar mein Glück?

Hatte vielleicht schon mal jemand Erfahrungen mit dem R-Strap sammeln können und könnte jetzt eine Empfehlung für mich aussprechen? Letztlich kostet der Spass hier noch mal glatt das Doppelte.


14. Dezember 2009

@Dino: Ohne den R-Strap bisher ausprobiert zu haben, würde ich sagen das kommt auf das Einsatzgebiet an. Ein Kombination von beiden wäre wahrscheinlich die flexibelste Lösung :-)


14. Dezember 2009

Ist ja alles gut und schön, wenn da nicht immer der dicke Haken wäre (der Preis). Ich war schon kurz davor den hier: http://www.sun-sniper.com/index.php?id=sun_sniper_strap0&L=1 zu besorgen, aber dann sagte ich mir, dass das noch paar Monate zeit. Auch viel Geld für die paar Strippen…


14. Dezember 2009
Jim

Wie macht sich das ganze denn wenn man mal rennen muss?
Das stelle ich mir suboptimal für die Aussrüstung vor.
Ansonsten eine interessante Idee!
MfG Jim


14. Dezember 2009

@Jim: Habe noch nicht versucht damit zu rennen, denke aber, dass das funktionieren würde.


15. Dezember 2009

@Dino:
Ich hab den R-Strap. Mittlerweile gibts dazu schon den Nachfolger “Sun-Sniper”, der in paar Kleinigkeiten verbessert wurde. Missen möchte ich das Teil nicht mehr. Damit kann man genauso cool aus der Hüfte schiessen wie wohl mit mit dem Spider. Durch den breiten Schultergurt verteilt sich das Gewicht der Kamera ganz gut.

Kann mit vorstellen, dass es vielleicht mit dem Spider ne zeitlang braucht, bis man ihn in die Hüfthalterung eingefädelt hat, wenn man die Kamera gerade nicht braucht. Beim Strap kannst du sie einfach neben oder hinter dir “abhängen” lassen :-)

Viele Grüße
Martin


15. Dezember 2009

@Martin: Weit gefehlt. Das “Einfädeln” geht beim Spider ganz unkompliziert.


15. Dezember 2009

Ich persönlich finds ne interessante Idee, aber ehrlich gesagt ist der Preis echt heftig. Mag ja sein, dass es auch die Kamera halten muss usw. aber ehrlich gesagt sollte die Halterung net das Doppelte eines vernünftigen Rucksacks kosten… dem muss ich auch meine Kamera anvertrauen. Halber Preis und es wär richtig interessant.


20. Dezember 2009

@Steffen
Natürlich wäre es am flexibelsten beide Systeme zu besitzen und dann spontan nach Einsatzgebiet zu entscheiden, aber das wäre sicherlich auch die teuerste Variante ;)

Ich habe mich jetzt erst mal für den R-Strap entschieden und werde dann später mal von meinen Erfahrungen berichten.


20. Dezember 2009

@Dino. Ja das stimmt. Der R-Strap wird von mir auch bald getestet. Bin schon sehr gespannt.


5. Januar 2010

So was haben wir bei uns immer gesucht. Alle Fotografen sind bei uns uneingeschränkt begeistert von dem System. R-Strap haben wir auch, wer aber einmal so fotografiert hat wird niemals wieder einen Gurt über der Schulter spüren wollen. Wir fotografieren oftmals mit 2-3 Kameras. Das geht mit den Gurten schlecht. Der Spider pro mit Pin genügt sogar völlig aus. An einer dicken Ledergürtel (Jeanshose) trage ich D700 mit 24-70 und Sb900 – D3 mit 12-24 und eine D700 mit 70-200 VR und SB900. Alles am Ledergürtel – Klick Kamera in der Hand – Klick Kamera weg und was ich mache die Schultern sind frei. Traumhaft und ich empfehle wirklich jedem sich wenigstens das kleine Set mal zu bestellen, 14 Tage Rückgaberecht gibt es doch bei Internetbestellung sowieso. Nur – hier sei gewarnt – wer es bestellt gibt es niemals wieder her und bestellt bald mehr!! Gruß aus Köln, Dirk Baumbach


1. Mai 2010

…ein wirklich interessantes Produkt. Jedoch frage ich mich, ob der Gürtel bequem ist / funktioniert, wenn man viel kniet, denn als Fotograf steht man ja nicht die ganze Zeit rum, sondern wechselt ständig die “Perspektive”. Hat Jemand von Euch die Erfahrung im Einsatz?

Grüße

Christian


1. Mai 2010

@Christian. Der Gürtel ist bequemer als man denkt und macht auch so manche Verrenkung mit. Ob die Kamera gegen deine Beine oder gar den Boden kommt, wenn du kniest hängt im wesentlichen von der Größe des Objektivs ab. Mit einem Kitobjektiv z.B. sollte das überhaupt kein Problem sein.


Trackback

Hinterlasse einen Kommentar