29.01.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Das Zugrundegehen des Sozialstaates




Wie es der Zufall so will, halte ich nun schon das zweite Buch in der Hand, dessen Cover eines meiner Fotos ziert. Wieder bekam ich eine Anfrage über das Kontaktformular meiner Webseite, zu diesem Foto in der Wallpapergalerie. Das Besondere für mich ist daran, dass es sich dabei um mein erstes „bewusst“ gemachte Foto handelt. Es war für mich quasi der Einstieg in die Welt der Fotografie. Damals fand es schon Verwendung als Cover für einen kostenlosen DJ Mix auf mixotic.net.

Die Kontaktaufnahme verlief wie beim ersten Mal, als ich ein Cover für den Luchterhand Verlag verkaufte. Höflich wurde ich gefragt, ob meine Aufnahme verwendet werden darf. Ich erfragte die Details und erklärte, dass Bilder unter meiner CC-Lizenz zwar frei heruntergeladen, aber nicht ohne weiteres kommerziell verwendet werden dürfen. Mit Hilfe des Honorarrechners ermittelte ich einen Preis, ging noch ein wenig runter und schnell wurden wir uns einig.




Übrigens bin ich nicht der Meinung, dass ein Foto immer mit Geld vergütet werden muss. Wenn sich wie bei Olli z.B. interessante Kontakte ergeben, kann man als Amateur auch mal ein Foto für lau hergeben.

Ein bisschen unglücklich bin ich über den Schnitt des Fotos auf dem Cover. Es ging wohl nicht anders und letztendlich muss es ja dem Autor gefallen und nicht mir 🙂 Das Thema des Buches klingt auch ganz spannend. Werde auf jeden Fall mal reinschauen. Hier finden sich mehr Infos zur Lektüre:

Das Zugrundegehen des Sozialstaates

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Kategorie: Fotografie, Fotos

Kommentare

jens sagt:

kool. glückwunsch. auf solche anfragen werd ich noch ne weile warten. aber ich habe auch so meinen spaß an der fotografie.

🙂

Steffen sagt:

@Jens: Hätte mir auch nie träumen lassen, dass irgendjemand eines meiner Fotos als Cover verwenden will.

Toby sagt:

Sehr cool! Glückwunsch. Und mit dem Schnitt hast du Recht. Das Original von dir wirkt besser. Wobei ich finde, dass es als Buchcover auch so funktioniert.

wax sagt:

Gratulation. Würde mir auch gefallen mit einem meiner Photos ein Cover zu gestalten.

Gunnar sagt:

Herzlichen Glückwunsch! Das mit dem Schnitt stimmt. Aber irgendwie entwickelt das Cover dadurch auch eine gehörige Portion Dramatik. Und das ist sicher auch nicht zu verachten, oder?

Heiko sagt:

Wow, herzlichen Glückwunsch zum Coverbild!
Hatte zwar schon ein Bild auf dem Tetra Pack von Bio Apfelsaft aber ein Buchcover ist schon schick!

Steffen sagt:

@all: Dankeschön!
@Gunnar: Das ist auch was dran 🙂

Daniel sagt:

Glückwunsch. IMO ist das doch DER Ritterschlag für einen Hobbyisten, wenn das eigene Bild ein Buchcover schmückt – ich für meinen Teil würde mich freuen wie bolle 🙂

Zdenek sagt:

Hallo, ich bin der Übersetzer des Buches (aus dem Tschechischen ins Deutsche), ein in Tschechien lebender freiberuflicher Sprachmittler. Ich grüße alle hier, insbesondere freilich Herrn Göthling! Das Buch ist im Verlag Books on Demand erschienen, und da gestaltet man (also ich, weil der Autor sich mit dem deutschsprachigen Prozedere bei dem Verlag nicht auskannte) das ganze Buch komplett selbst auf Distanz per Internet. Da habe ich entdeckt, dass es eigentlich sehr schade wäre, wenn wir (also der Autor und ich) die auf dem Buchumschlag für ein Bild reservierte Fläche nicht nützen würden, einfach der Schönheit der Welt zuliebe! Da ist übrigens nach unserer Meinung auch viel nur weißes Papier im Buch drinne am Ende der Kapitel, da trugen wir uns auch mit dem Gedanken, dass wir einen uns lieben Zeichner mit dem Buch in die Welt exportieren, aber seine Bilder, die er zum Zeitpunkt der Auflage liefern konnte, erschienen uns zu lieblich für das ein wenig drammatische Thema des Fachbuches. Da der tschechische Titel des Buches eigentlich wörtlich „Die Dämmerung des Sozialstaates“ lautet, ist mir in einem glücklichen Moment von irgendwo die Idee gekommen, eben dieses Wort in den Google unter Suche Bilder einzugeben. Und wenn mir dort gleich vorne das Bild von Herrn Göthling vor die Augen kam, so spürte ich sofort, ich muss einfach nicht mehr weiter suchen, das ist echt und das haut hin! Das macht das Buch viel besser! Der Autor war auch sofort angetan und wir wurden mit dem Autor darüber sofort einig. Er meinte dazu für ihn typisch witzig: Wir werden mit dem Buch so reich, dass wir uns dann alle Bilder von verwilderten Häusern in Deutschland kaufen können! Sie haben vollkommen recht mit dem Zuschnitt, der echte Zuschnitt von Herrn Göthling ist optimal und würde uns auch besser gefallen. Ich habe nur deshalb lange mit dem elektronischen Prozedere des Buchverlags gespielt und experimentiert, aber leider vergeblich, das Format für das Bild auf dem Buchcover ist dort irgendwie voreingestellt, ich konnte das nicht ändern und konnte also den echten Zuschnitt leider nicht erhalten.

An die Runde: Mein Empfehlungsbeitrag für das Buch bei mittlerweile schon einigen alternativen Nachrichtenservern im Internet.
Das Zugrundegehen des Sozialstaates
Das Zugrundegehen des Sozialstaates ist ein neues Buch des berühmten tschechischen Soziologieprofessors und Buchautors Jan Keller. Der dem berühmten deutschen Soziologieprofessor Ulrich Beck nahestehende Jan Keller schreibt mit flinker Feder populärwissenschaftliche Soziologiebücher, die stets vergriffen sind. Nun ist also in der 2. Auflage sein Buch Das Zugrundegehen des Sozialstaates in deutscher Übersetzung auf den Markt gekommen. Schon wenn Sie sich das Coverbild auf dem Buchumschlag – ein beachtenswertes Foto von einem ausgezeichneten deutschen Fotografen – ansehen, erblicken Sie ein Sinnbild des desolaten Sozialstaates unserer Tage. Sie finden das Originalfoto unter: http://www.lens-flare.de/verfallenes-haus-in-der-daemmerung-5007.htm. Dort sind übrigens viele gute Fotos zu finden. Das Coverfoto heißt Haus in der Dämmerung und zeigt ein einsames, verlassenes Haus, umgeben von gähnender Leere. Der Abend kommt, der Himmel ist bedeckt, nur am Horizont schimmert noch der letzte kleine rosige Streifen der Hoffnung. Die grell leuchtende Laterne im Vordergrund erinnert uns eindringlich an das sagenhafte Lied und den sagenhaften Spielfilm von Lili Marlen. Das Haus ist total heruntergekommen, arg heruntergewirtschaftet. Von der ihn pflegenden Hand längst verlassen dümpelt er unausweichlich seinem nahenden Verfall entgegen. Wenn wir aber genauer hinsehen, so entdecken wir, es war mal ein Gasthof, ein friedliches, zuverlässiges Obdach und Zuhause für Menschen der Kommune und für Leute, die gerade unterwegs waren! Alle Menschen mit guten Absichten konnten seine Gäste werden, und es hat ihnen jahrzehntelang treu und bescheiden gedient. Jan Keller stellt sich nun die zentrale Frage: Warum befindet sich unser gemeinsames Haus, unser Sozialstaat in diesem kläglichen Zustand? Welche gesellschaftlichen Prozesse haben diese seine Lage herbeigeführt und wohin führt uns der Weg aus dieser Lage? Wie kommt das alles und was kommt denn nun nachher? Ist eigentlich jemand dafür verantwortlich, können wir es jemandem verdenken? Was kann ich tun, wie soll ich mich da einstellen, was ist denn nun heutzutage logisch und richtig? Sie werden wahrscheinlich viel besser Bescheid wissen und auf diese und viel mehr Fragen antworten können, wenn Sie das Buch gelesen haben. Es liefert Ihnen ein gebündeltes Know-How für unseren globalisierten Alltag der Weltwirtschaftskrise.
Zdenek Mrazek, Deutschübersetzer des Buches, 16. September 2010

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