20.06.2008 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Demnächst in diesem Blog

Es startet bald eine kleine Serie von Gastbeiträgen. Der Autor wird Johannes Heuckeroth sein. Er stellt seine wirklich sehenswerten Aufnahmen in seinem Fotoblog pfnphoto.com aus. Da ich ganz spannend finde wie diese entstehen, habe ich ihn gebeten hier im Blog darüber zu schreiben. Damit ihr ihn ein wenig besser kennenlernen könnt, habe ich kurzes Interview mit ihm geführt.



Johannes, kannst du dich bitte kurz vorstellen?
Mein Name ist Johannes Heuckeroth, ich bin 23 Jahre alt. Wohnhaft bin ich in Franken, in der Nähe der schönen Stadt Fürth. Anfang 2007 ist die Leidenschaft zur Fotografie in mir entflammt und seitdem erlebe ich meine Umwelt aus einem ganz neuen und spannenden Blickwinkel.



Beruflich mache ich seit knapp 3 Jahren eine Ausbildung zum Mediengestalter, und habe gerade meine Abschlussprüfungen hinter mir. Ergebnisse dauern noch 3 Wochen, aber ich denke da sollte es keine Probleme geben 😉

Welche Kamera benutzt du und welches ist dein Lieblingsobjektiv?
Ich benutze aktuell die Canon 400D. Mein Lieblingsobjektiv ist ganz klar das Weitwinkelobjektiv 10-22mm.

Ich schätze mal ca. 80 % meiner Fotos entstehen mit 10mm, das entspricht am ehesten meiner Sicht auf die Welt.

Der Blick durch den Sucher bei 10mm ist immer wieder aufs neue faszinierend, mit keiner anderen Brennweite macht das komponieren so viel Spaß 😉

Ich mag deine Fotos sehr gerne. Es sieht so aus, als wenn du einige Zeit in die Planung und Vorbereitung investierst. Oder enstehen deine Aufnahmen auch mal zufällig?
Da muss ich etwas weiter ausholen. Grundsätzlich ist es so, dass ich alle fotografisch interessanten Orte/Motive die mir in meinem Alltag begegnen schriftlich (oder manchmal auch nur gedanklich) festhalte. Somit hab ich immer eine Liste auf die ich zugreifen kann wenn ich Lust habe fotografieren zu gehen. Manchmal besuche ich einen Ort auch extra vorher, das ist aber eher die Ausnahme. Sobald ich aber mal einen interessanten Ort gesehen habe, entsteht mit der Zeit auch eine Vorstellung wie man ihn bestmöglich festhalten könnte und welche Lichtsituation die beste wäre. Es vergeht dann durchaus mal eine längere Zeit bis ich Lust und Zeit habe und auch das Wetter passt.

Groß im Voraus planen tue ich eigentlich nicht. Meistens gibt es eine Vorlaufzeit von ein paar Stunden, maximal ne Woche, minimal ein paar Minuten. Wenn das Wetter am Wochenende passt und ich Lust habe ziehe ich einfach los zu einem Ort meiner Wahl. Manchmal konzentriere ich mich dann einen Tag bzw. Abend auf ein bestimmtes Motiv und fotografiere nichts anderes.
Es kommt aber genauso vorher, dass ich durch die Gegend streife und verschiedene Motive fotografiere. Viele meiner Aufnahmen entstehen daher auch eher zufällig.

Was man deinen Fotos ebenfalls ansieht, du hast ein „Händchen“ für EBV. Welche Programme verwendest du und wieviel Zeit investierst du in die Nachbearbeitung deiner Bilder?
Ich benutzte Lightroom, Photomatix und Photoshop. Die Zeit variiert stark von Bild zu Bild. Meistens bewege ich mich in Zeiten zwischen 10 Minuten und einer Stunde. In Extremfällen, wenn ich mit den ersten Ergebnissen unzufrieden bin, kann sich eine Bearbeitung auch mal über mehrere Stunden verteilt auf einige Tagen hinziehen, das ist aber die Ausnahme.

Wie sieht dein Workflow beim Bearbeiten der Aufnahmen aus?
Als Ausgangslage mache ich bei Landschafts- und Architekturaufnahmen grundsätzlich immer eine Belichtungsreihe im RAW-Format. Damit habe ich das optimale Ausgangsmaterial für die spätere Bearbeitung. Import, erste Betrachtung und Auswahl erfolgt in Lightroom.

Nachdem die Auswahl getroffen ist, welche Bilder ich weiter bearbeiten möchte und der Rest gelöscht wurde, gilt es die Entscheidung zu treffen, wie das Bilder weiterverarbeitet wird. Einzelbild? HDR? Kombination von zwei Einzelbildern ohne HDR? etc.

Dazu mache ich Tests mit niedrigaufgelösten Daten um zu sehen in welcher Form das Potential des jeweiligen Bildes am besten ausgenutzt werden kann. Oft mache ich erste eine schnelle Testversion von einem Bild, die dann ein paar Tage liegt und wenn mir das Bild nach ein paar Tagen noch gefällt erfolgt die richtige Bearbeitung.

HDRs erstelle ich mit Photomatix PRO, reine RAW-Entwicklungen mit Lightroom. Die Ergebnisse in Form von 16-Bit TIFFs gehen dann nach Photoshop. Hier erfolgt weitere Bearbeitung, Optimierung und letztendlich die Ausgabe des fertigen Bildes.

Hast du ein Ziel, welches du mit Hilfe der Fotografie erreichen möchtest?
Nein ich habe kein Ziel, das ich mit Hilfe der Fotografie erreichen will. Meine Bilder haben auch keine speziellen Aussagen oder Themen, ich will einfach Spaß an der Sache haben. Dem Betrachter will ich etwas fürs Auge bieten.

Wo bist du im Internet überall zu finden?
http://www.pfnphoto.com/
http://faszination-fuerth.de/
http://flickr.com/photos/pfn/
http://www.fotocommunity.de/pc/account/myprofile/457068

Vielen Dank Johannes. Ich bin gespannt auf deinen ersten Artikel. Wer nun auch neugierig geworden ist, kann sich schon mal einen etwas älteren Gastartikel von ihm durchlesen.

Bei Google empfehlen:

Kategorie: Allgemein, Fotografie

Kommentare

Saint sagt:

Super. Sehr interessant. Ich liebe die Bilder von ihm. Jedes ist auf seine eigene Art ein Gemälde. Grandiose Bilder.

RSS-Feed zu diesem Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Über neue Kommentare per E-Mail informieren.

© 2007 - 2016 lens-flare.de – Fotografie Blog is proudly powered by WordPress.