01.12.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Den Blick aufs Paar, nicht auf die City

Langsam müssen wir die Warteliste für den Workshop im Januar zücken. Christoph und ich freuen uns schon riesig, 2011 mit spannenden Live-Shootings und der nachträglichen Bildbearbeitung mit Lightroom durchzustarten. Damit ihr den professionellen Hochzeits- und Lifestyle-Fotografen aus Kassel auch mal kennenlernt, gibt’s heute einen Gastbeitrag von ihm. Er war vor ein paar Wochen in London, um ein Pärchen inmitten des pulsierenden Metropolen-Lebens zu fotografieren.



„Warum machen wir die Fotos nicht in London, wenn Daniel erstmal nicht nach Deutschland kommt?“, fragte ich Kirsten im Scherz. Die hatte mir grad erst gesagt, dass sie auch gerne schöne Fotos von sich und eben ihrem Freund hätte. Nun leben wir ja in einer supiglobalisierten Welt und – allen moralischen und ökologischen Widrigkeiten zum Trotz – wieso nicht in London Fotos schießen. Außerdem hatte gerade ein Kollege mehrere Tage Hochzeitsfotos in New York City (ja, das in den USA…) schießen dürfen und ich wollte dem wenigstens nicht mehr kilometerweit nachstehen. Also, schicken neuen Fototrolley (handgepäcktauglich!), Zahnbürste, frische Buchse eingepackt und ab nach Hannover zum Flughafen. Nachdem die Autofahrt von Stansted nach South East London länger dauerte als der tatsächliche Flug, war ich doch zu Gast bei Freunden – inkl. deutschem Bier und Fish&Chips. Wicked! Gut, ab in die Falle – morgen wird ein langer Tag. Früh wollten wir nämlich mit den Fotos starten.





Zuerst gings in ein kleines Wäldchen nahe des Crystal Palace Park. Zurück in der Wohnung schnell ein paar Sachen zum wechseln und ab in die Underground. Ziel des Tages war ja, diese pulsierende Stadt als Kulisse zu haben, ohne eben dauernd das Paar knutschenderweise neben alle möglichen Sehenswürdigkeiten zu stellen. So entstanden eben eher Bilder im Gewusel des Camden Market, in sensationellen Tube Stations, Covent Garden, am Fluß, Picadilly Circus und unzähligen kleinen Gässchen der Stadt. Immer den Blick auf’s Paar, nicht auf die City.




Ich hatte meine treue D700 plus acht Objektive am Start – nicht ohne die Prämisse, jede Linse mindestens einmal zu nutzen. Nur ungern verzichte ich auf meinen Elinchrom Quadra Ranger, aber es war aus Platz- und Herumschleppgründen einfach nicht drin. Brauchte ich auch nicht, wie sich herausstellte. Alles verpackt wie schon erwähnt im Lowepro Pro Runner x450AW, als Trolley und Rucksack nutzbar. Im Nachhinein stelle ich fest, das ich am meisten dass damals grad neue erworbene 85mm/1.4G, das 45mm/2.8 PC-E, das 14-24/2.8 und mein workhorse – 70-200mm/2.8VRI genutzt habe. Meine ehemalige Lieblingsoptik, das 135mm/2DC, fristet seit dem Erwerb des 85ers ein Schattendasein, hoffentlich ändert sich dies in der kommenden Saison wieder…




Zusammenfassend ist zu sagen: die Anstrengung von 10 Stunden Shoot & schweres Equipment werden durch die Tatsache, dass man in einer der spannendsten Städte Europas schießt, vergessen. Allerdings darf man bei einer solchen Aktion – 36 Stunden unterwegs, fotografieren, nachbearbeiten – die Wirtschaftlichkeit nicht außen vor lassen. Nun steht aber ein Konzept und ich bin bereit: Barcelona, Venedig, Prag, Riga, Paris – sensationelle Paarfotos warten darauf, geschossen zu werden.

Wenn ihr jetzt Lust auf klasse Fotos und Bildbearbeitung bekommen habt, dann schaut auf unserer Workshop-Site nach. Wir versprechen euch einen genialen Workshop-Tag – nicht mehr und mit Sicherheit auch nicht weniger!

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Kategorie: Fotogeschichten

Kommentare

Martin sagt:

Die fotografische Städtereise ist eine gute Idee – und wie man sieht hat sich es sehr gelohnt. Aber wie du schreibst ist der Aufwand immens, so dass man sicherlich nur bei wenigen Paaren den „wahren“ Preis verlangen kann.

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