02.09.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Der Künstler mit dem Röntgenblick

Zeh, Hand, Finger – mir sind schon ein paar Brüche untergekommen. Erst vor einem Jahr war das Schlüsselbein dran. Anfang August las ich dann diesen Tweet (Röntgenbilder gesucht) und dachte mir: Warum nicht Dein Schlüsselbein abgeben und sehen, welche Idee ein kreativer Kopf verwirklichen will.

Keine drei Wochen später gab’s Post von Roland, der offenbarte, was er mit den Aufnahmen angestellt hat. Herausgekommen ist ein „Selbstporträt“, das mit 16 Röntgenbildern versehen wurde.

Wie mir der 28-Jährige Österreicher, der gerne fotografiert und malt und auch mal beides miteinander verbindet, erzählt, stand am Anfang die einfache Idee, eines seiner Fotos mit Röntgenbildern zu versehen. Ausgedruckt, ausgeschnitten und zuerst an der Wand angeordnet, um einen guten Überblick zu haben, ging’s kurz darauf an die Bearbeitung in Gimp. Auf circa 30 Ebenen hat Roland freigestellt und bearbeitet. Die „Federn“ z.B. sind aus vielen Bildern einer Kopf-CT und der einer Wirbelsäule entstanden. Eine frickelige Arbeit, kann ich mir vorstellen.

Ich wollte mich mit dem Bild nicht als Engel, sondern allgemein damit darstellen, dass in jedem Menschen was Einzigartiges steckt, was viele nicht sehen oder sehen wollen oder man vielleicht sogar selber nicht weiß.

Das ist Roland mit dem Menschen durchleuchtenden Röntgeneffekt sehr gut gelungen, finde ich. Da passt auch der Titel des Bildes gut: Anthropogenese.

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Kategorie: Fotogeschichten
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