02.07.2011 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Der richtige Filter für den richtigen Effekt

In der analogen Fotografie waren sie weit verbreitet. In den Zeiten der Digitalfotografie sind sie, dank der schier unbegrenzten Möglichkeiten der digitalen Postproduktion, seltener geworden. Eigentlich hat sich aber nur das Anwendungsgebiet der Effektfilter etwas verschoben, werden sie heute doch meistens als Kreativfilter genutzt.

Kreative Verfremdung



Durch Digitalkameras und Anwendungen wie Photoshop ist die Optimierung des Bildergebnisses nicht mehr die primäre Aufgabe von Effektfiltern. Vielmehr dienen Filter heute der kreativen Verfremdung des Bildes und werden bewusst als zusätzliches Gestaltungsmittel eingesetzt. Gerade optische Effekte wie Prismen-Reflexionen oder Strahlenkränze, die um Lichtquellen herum erzeugt werden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Die verschiedenen Hersteller bieten mittlerweile eine Vielzahl von Kreativfiltern an. Zu den beliebtesten zählen, neben den bereits erwähnten, Weichzeichner und verschiedene Farb- und Trickfilter.

Wie funktionieren Filter?

Kamerafilter bestehen im Allgemeinen aus Glas- oder Kunststoffscheiben (in einigen Fällen auch Folie oder Gelatine), die als Extension des Objektivs in den Strahlenverlauf der Kamera eingreifen, um gezielt Veränderungen am Bild hervorzurufen. Sie sind daher auch in ihrer Wirkung von der Objektiv-Brennweite und der Einstellung der Blende abhängig. Filter, die höheren Standards gereichen, haben zusätzlich eine oder sogar mehrere Entspiegelungsschichten, die dafür sorgen, dass Streulicht und Reflexe vermieden und die Bildergebnisse so optimiert werden. Überdies ist die Funktionsweise der Filter immer auch abhängig von dem jeweiligen Effekt, den sie generieren sollen.

Effekte in der digitalen Fotografie



Für Bewegtbild-Aufnahmen, zum Beispiel im Bereich Film/Fernsehen, werden Effektfilter noch am ehesten verwendet. Die nachträgliche Bearbeitung des Materials gestaltet sich bei Filmaufnahmen auch etwas komplizierter.

  • Ein Neutraldichte-Filter, manchmal auch einfach Graufilter genannt, verringert die Lichtmenge, die durch ein Objektiv fällt und kommt bei starker Helligkeit zum Einsatz, wenn die Lichteinstrahlung eigentlich zu hoch ist, um mit einer geöffneten Blende fotografieren zu können. Das kommt dem Fotografen zum Beispiel zupass, wenn er eine geringere Tiefenschärfe haben möchte
  • Der Polarisationsfilter absorbiert komplementär polarisiertes Licht und wird in der Fotografie ganz unterschiedlich eingesetzt. Reflexionen auf metallischen und nichtmetallischen Oberflächen können, mit den entsprechenden Einstellungen, unterdrückt werden. Fotografiert man Motive in sattem Grün, zum Beispiel Bäume und Wiesen, kann der Polarisationsfilter die blaue Reflexion des Himmels teilweise unterdrücken und die Grünwiedergabe so verbessern.

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