10.11.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Die wunderbare Welt der Panoramen II: Die Aufnahme

Im letzten Artikel hatte ich ja schon ein wenig geschrieben, wie das bei mir mit den Panoramen angefangen hat. Heute soll es um die Technik gehen, die man zum Aufnehmen benötigt. Das ist alles etwas trocken, aber das Wissen ist für ein schönes Ergebnis unerlässlich.

Bevor wir loslegen, aber erst noch etwas Statistik. Bei der letzten Umfrage hatte ich euch zum Thema Panorama befragt. Muss sagen, dass ich überrascht war, wie viele sich schon mit dem Thema beschäftigt haben.

Hast du schon mal ein Panorama erstellt?

  • Hin und wieder. (43%, 56 Votes)
  • Klar, das mache ich regelmäßig. (25%, 33 Votes)
  • Nur mal probiert. (23%, 30 Votes)
  • Nein, noch nie. (9%, 12 Votes)

Total Voters: 131

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Panoramen lassen sich ja mit der richtigen Technik und Ausrüstung sogar Freihand erstellen, trotzdem war mir eine Lösung mit einem richtigen Panoramakopf sympathischer. Als ich bei Paddy gelesen habe, dass es den Nodal Ninja 3 auf der photokina zum günstigen Preis geben wird, wollte ich zuschlagen. Dabei muss man beachten, dass nicht jeder Kopf zu jeder Kamera-Objektiv-Kombination passt. Mein Teleobjektiv kann ich z.B. nicht auf dem Nodal Ninja verwenden, weil es dafür zu lang ist. Stellt für mich aber kein Problem dar. Macht euch vorher also besser schlau, was am Besten für euer Equipment geeignet ist.

Der preiswerteste Kopf momentan ist mit 120 Euro der Panosaurus, welcher aus PVC gefertigt und in Einzelteilen geliefert wird. Einen Erfahrungsbericht findet ihr ebenfalls bei Paddy und demnächst auch auf Happy Shooting.

Nach der photokina hielt ich nun den Nodal Ninja in den Händen und wusste nur, dass dieser als erstes für meine Kamera eingerichtet werden muss. Ich hatte aber keine Ahnung wie. Der eigentliche Sinn eines solchen Panoramakopfes besteht ja darin, die Kamera nicht, wie bei normalen Stativen üblich, um die Abbildungsebene, sondern um die so genannte Eintrittspupille zu drehen. Das ist einfach gesagt, die Stelle an der sich die Blende des Objektivs befindet. Verwendet man diese Vorgehensweise, lassen sich die Einzelbilder im Nachhinein problemlos zu einem großen Bild ohne Fehler zusammenmontieren.

Anleitungen zum Einrichten des Panoramakopfes auf das eigene Equipment gibts ne Menge im Netz. Nicht jede bringt einen Anfänger weiter. Diese hier fand ich recht hilfreich. Auf der Nodal Ninja Webseite finden sich fertige Werte für gängige Kameras und Objektive für die Ninja Köpfe.

Bei einzelnen Aufnahmen muss man auf ausreichend (aber auch nicht zu viel) Überlappung achten, damit es später möglich ist, diese ordentlich zusammenzusetzen zu können, ohne Bildbereiche zu verlieren. Als Richtwert kann man 30% Überlappung verwenden. Hier findet sich ein Rechner, mit dem man ermitteln kann, wieviele Bilder dann für einen Rundumschwenk benötigt werden.

Bei dem Nodal Ninja besteht die Möglichkeit die Kamera entweder stufenlos zu weiter zu schwenken, oder aber mit einer Rasterung sechs, acht oder 24 Bilder für eine 360° Drehung aufzunehmen. Hier ein Beispiel: Eine Kamera mit APS-C Sensor und 10mm Objektiv benötigt man 8 Fotos für einen Rundumschwenk. Für ein sphärisches Panorama sind aber mindestens zwei Reihen mit jeweils 8 Fotos von Nöten.

Vor dem Fotografieren sollte man sich auch Gedanken über die Kameraeinstellungen machen. Den Weißabgleich wählt man besser manuell und bei einer weitwinkligen Landschaftsaufnahme mit einer Blende von z.B. 8 kann man problemlos einmal Fokussieren und dann auf den manuellen Modus wechseln, um die Einstellung für die folgenden Fotos zu festzuhalten. Die Belichtung ist etwas schwierig, da die Bilder nicht allzu stark in der Helligkeit schwanken dürfen, man aber den kompletten Kontrastumfang der Szene abdecken muss. Am Besten wählt man den manuellen Modus und stellt die Kamera auf die hellste Stelle im Panorama ein. Die dunklen Bereiche muss man dann beim Nachbearbeiten aufhellen. Das Fotografieren im RAW-Modus bringt mehr Spielraum für die Bildbearbeitung und macht in diesem Fall durchaus Sinn.

Somit sind alle Voraussetzungen geklärt, die ersten Aufnahmen für ein Panorama anzufertigen. Der nächste Schritt ist dann die Bildbearbeitung am PC, auf welche ich dann das nächste Mal eingehen will.

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Kategorie: Panoramen
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