26.04.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Drittel-Regel oder was?




Das Thema Bildkomposition ist einer der spannensten, aber auch schwierigsten Bereiche in der Fotografie. Die wichtigsten Regeln sind schnell gelernt und man kann trotzdem noch sooooo viel verkehrt machen.

Bei mir hat die Entstehung eines Fotos viel mit dem Bauchgefühl zu tun. Ich habe also weniger alle Punkte, die es bei der Bildgestaltung zu beachten gibt im Hinterkopf und komponiere so lang an der Aufnahme herum, bis endlich alle eingehalten werden. Sondern viel mehr lasse ich meinen Emotionen freien Lauf und versuche einen Bildausschnitt zu finden, der meiner Meinung das wiederspiegelt, was ich an der Szene festhaltenswert finde. Dabei kommt es auch mal vor, dass ich ein wichtiges Objekt mittig in der Aufnahme platziere. Ich entscheide mich also bewusst gegen die Einhaltung der Drittel-Regel oder gar des goldenen Schnittes.



Wenn ich dann so ein Foto im Netz zeige, kommt es nicht selten vor, dass einer der Kommentatoren mich darauf hinweißt, dass er das Bild besser gefunden hätte, wenn das mittig angeordnete Objekt, außerhalb der Mitte platziert worden wäre. Es drängt sich mir das Gefühl auf, dass eine Missachtung dieser Regel unverzeihlich wäre und eine Aufnahme sofort und unwiederbringlich entwertet.

Wie seht ihr das denn? Stellt ihr Dinge in Fotos auch mal bewusst in die Mitte? Oder geht das eher gar nicht? Wie ist das bei der Aufnahme oben? Passt das so oder ist das so komponiertes Bild eher misslungen?

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Kategorie: Fotografie

Kommentare

Dominik sagt:

Ich würde mal sagen, die mittige Platzierung ist verzeihlich, da du ja den Hintergrund nach dem „goldenen Schnitt“ angeordnet hast 😉
Daher: Hintergrund Drittelregel, Vordergrund mittig -> Vordergrund springt ins Auge
Und vor allem – DIR muss es gefallen!

Steffen sagt:

Wenn es immer nur nach Regeln ginge, ginge uns viel verloren.

FotoChaotin sagt:

Ich mache das meistens intuitiv, so wie es für mich am besten aussieht. Habe aber schon festgestellt, dass das bei mir auch oft formatabhängig ist. Bei einem quadratischen Foto ist bei mir öfter Mal was in der Mitte als bei anderen Formaten. Alles in allem kann ich sagen: ich befolge weder Regeln bewusst, noch breche ich sie bewusst. Ich mache eher das, was mir gefällt! 😉

Sam sagt:

Natürlich stell ich auch mal Dinge in die Mitte! Das hängt völlig davon ab, wie das wirken soll, und vor allem, was zum Motiv passt.

Wer meint, man müsse immer alles auf Drittellinien packen, hat die simpelsten Grundlagen von Komposition nicht verstanden.

Julian sagt:

Ich mache oft wenn es die zeit zulässt mehrere Varianten eines Bildes.

Mal mittig, mal aus der Mitte das variiert je nach Motiv…

Aber egal wie man es macht, man findet immer 10 Leute mit 11 unterschiedlichen Meinungen und Verbesserungsvorschlägen.

Gruß
Julian

Jeriko sagt:

So wie es passt. Mag ja sein dass Drittelunng häufig zu einem schöneren Ergebnis führt, aber eben nicht immer.

manne sagt:

also, mir ist aufgefallen, dass „Anfänger“ bzw. Menschen die sich nicht soooo mit Fotografie auseinandersetzen IMMER mittig fotografieren. Deshalb versuche ich die Drittel-Regel mehr oder weniger einzuhalten.
Hab am Samstag bei einer Hochzeit fotografiert und auch da macht es sich gut nicht mittig zu fotografieren.
*Meine Meinung, die nicht für jeden gelten muss 😉 *

Steffen sagt:

@manne: Aber ist es nicht Quatsch, sich selber zu verbieten Sachen im Bild mittig unterzubringen, nur weil „Anfänger“ das immer tun? Auch bei Hochzeite fallen mir Motive ein, bei der eine mittige Anordnung Sinn macht.

Hi, also ich hatte z.B auf flickr angemerkt das ich evtl. versucht hätte den Pfosten an den Rand zu setzen. Das heißt aber nicht das ich dein Bild so wie es ist schlecht finde, im Gegenteil. Genau wie du entscheide ich auch in den meisten Fällen spontan und meistens nicht so wie es die Fachbücher beschreiben und schon garnicht nach Regeln. Meistens fällt mir sowas erst später ein. Ich denke es ist egal nach welchen Regeln der Kunst man fotografiert, am Ende sollte ein tolles, ansprechendes Foto rauskommen, egal ob goldener Schnitt oder Co. Ich könnte mir nur vorstellen das dein Bild noch ein klein wenig besser wäre wenn der Pfosten mehr links stehen würde 🙂 Viele Grüße aus Berlin

Steffen sagt:

@Jörg: Ich hoffe du verstehst diesen Artikel jetzt nicht als direkt Antwort auf deinen Kommentar 🙂 Es kam schon oft vor, dass bei Fotos mit mittiger Positionierung des Objektes viel kritischere Kommentare bekommen habe. Und das ist ja auch in Ordnung.
Aber dein Kommentar hat mich wieder zum Nachdenken über die Komposition von Fotos, speziell mit der Drittel-Regel angeregt und auch die Idee für eine derartige Diskussion ausgelöst.

Steffen sagt:

@all: Danke für euer vielen Meinungen. Ist echt spannend zu erfahren, wie ihr über das Thema denkt.

Torsten sagt:

Ich setze manche Sachen auch bewusst in die Mitte. Ich denke mir dann auch öfter, dass das doch falsch ist oder so. Aber wenn ich bei dem Bild merke es passt mittig am besten, warum nicht?!? 😉

Ich habe mal irgendwo einen Satz im Bezug auf den goldenen Schnitt und die Drittel-Regel gelesen. Er lautete „Don’t be a slave to it“ oder sowas… 😀 Der ist irgendwie hängen geblieben und immer im Hinterkopf. Da ist einfach was dran. 😉

Ich finde dein Bild gut. Glaube nicht, dass es anders besser gewirkt hätte.
Diejenigen, die sagen, dass es anders besser wäre können das doch eigentlich gar nicht beurteilen. Oder kann nur ich das nicht? 😀
Man müsste vor Ort den Ausschnitt neu wählen damit man es wirklich richtig sieht und beurteilen kann, oder?

Naja, lange Rede kurzer Sinn… Das wichtigste ist eh, dass es dir gefällt.
Man kann es nie allen recht machen. 😉

LG
Torsten

Steffen sagt:

@Torsten: Danke für die netten Worte. Überlege schon den Ort nochmal aufzusuchen 🙂 Bei einem Querformat könnte ich mir das Einhalten der Drittel-Regel sehr gut vorstellen.

Torsten sagt:

@Steffen: Ja, das wäre wieder was ganz anderes. Da könnte ich mir das auch gut vorstellen. 😉

Ich darf Dich mal zitieren: „…Sondern viel mehr lasse ich meinen Emotionen freien Lauf…“ Du hast da etwas entscheidendes geschrieben. Denn darum geht es doch letztlich in der Fotografie, um Emotionen.

Was die Regeln in der Fotografie angeht, so sehe ich sie mehr als „Vorschläge wie man etwas machen könnte“ und nicht als unumstössliche Weisheiten die perfekte Bilder garantieren. Sie sind gute Hilfsmittel um vielleicht einen Einstiegspunkt in die Bildkomposition zu haben, aber krampfhaft daran fethalten – wozu? Eine Drittelregel funktioniert nicht immer und wenn man dann merkt, im goldenen Schnitt sieht das ganze besser aus – da könnte man dann auch mal eine mittige Position testen, warum denn nicht?

Keine Frage, Drittelregel und goldener Schnitt sorgen bei vielen Bildern für gute Ergebnisse. Aber eine Garantie dafür sind sie nicht. Und: Regeln sind dafür da, gebrochen zu werden.

Frank F. sagt:

Ein sehr Guter Beitrag – ich gehöre auch zu den Bau Menschen beim fotografieren. Auch wenn ich dann ein Foto im Netz zeige erhalte ich diese angesprochenen Anmerkungen – zu Mittig und Co. Selbst stört es mich das ein Foto so direkt entwertet wird, aber ich mache mir nichts mehr daraus den es ist alles eine Sache des persönlichen Geschmacks.

Dazu kommt bei mir noch hinzu, ich kann oft ein Foto nicht anders da ich nicht Mobil bin im Rollstuhl. Aber das spielt hier und heute keine Rolle.

Mein Baugefühl sagt mir mach so weiter. So werde ich das für mich auch Umsetzen, aber meinen Dank für diesen doch genialen Beitrag. Danke und Gruß Frank

Also ich finde das Bild so wie es ist gut.

Bei diesem Motiv macht es meiner Meinung nach Sinn, im Hochformat die Drittelregel auf den Horizont anzuwenden, im Querformat dann auch den Pfosten links oder rechts anzuordnen.

Prinzipiell ist es schon eine gute Idee, auf diese Regel zu achten. Aber nicht jeder Bruch dieser bedeutet automatisch schlechte Fotos.

LG Chris

dogwatcher sagt:

Ein zwanghaftes Festhalten an den Regeln ist Quatsch.. Punkt! 😀

Es ist zwar richtig, dass Anfänger dazu neigen, alles erstmal in die Mitte zu stellen, aber das heißt nicht, dass es nicht Situationen gibt, wo das mittige Platzieren eine der günstigsten Bildgestaltungsmöglichkeiten ist. Eventuell sogar noch mit einem quadratischen Crop, um das noch auf die Spitze zu treiben.

Die Regel (und einige andere) ist Gold wert, muss aber halt jedesmal hinterfragt werden.

Der Pfosten da ist so ein Beispiel… den finde ich mittig eigentlich genau richtig. Wenn man schon den Pfosten (bzw. das Farbzusammenspiel des ganzen Fotos, das ist ja eher Hauptmotiv) fotografieren will.. 😀

Lutz sagt:

ich finde die mittige platzierung hier ganz gut. das einzige, was noch verbesserungswürdig wäre, ist der hintergrund. der pfosten selbst ist interessant, aber der hintergrund (die kleinen bäumchen) ist halt sehr uninteressant. ich weiß, man kann nicht immer alles haben, aber die kahlen bäume im hintergrund wirken einfach zu trist. wolken und gras sind aber sehr passend.

Zippo sagt:

„Wenn ich dann so ein Foto im Netz zeige, kommt es nicht selten vor, dass einer der Kommentatoren mich darauf hinweißt, dass er das Bild besser gefunden hätte, wenn das mittig angeordnete Objekt, außerhalb der Mitte platziert worden wäre.“

Fotografieren kann an sich jeder. Und mit einem kleinem bisschen technischen Hintergrundwissen und der Befolgung von wenigen Gestaltungsregeln, kriegt auch jeder, der ansonsten über keinerlei künstlerisches Talent verfügt, sehr ansprechende Aufnahmen hin. Und das ist auch gut so!

Problematisch ist nur, dass sich einige dieser Menschen, die sich diese handvoll Regeln angeeignet haben, sich gerne wichtig machen möchten. Sie nutzen dazu zwei Möglichkeiten: 1. Verächtlichmachen von Equipment („Suppenzoom“, Setscherbe“) oder eben 2. Deutlichmachen, dass sie die Regeln kennen. diese Menschen sind übrigens meiner Erfahrung nach interessanterweise praktisch ausschließlich Männer.

So sieht’s aus. 🙂

Das Bild gefällt mir übrigens nicht besonders. Aber nicht weil das Motiv in der Mitte sitzt, sondern, weil das Bild mir persönlich überhaupt nichts sagt. Aber vielleicht gibts ja auch eine interessante Geschichte zum Motiv, die ich noch nicht kenne. Oder es ist Teil einer Serie …

Viele Grüße von Zippo!

Steffen sagt:

@Zippo: Nein, eine Geschichte zu dem Bild gibt es nicht. Gibt es aber Landschaftsbildern auch nicht so oft. Mir hat die Szene auf Grund seiner Farben gefallen. Kräftiges Grün vom Feld, blauer Himmel und ein verwitterter, schiefer Pfahl, der durch den roten Anstrich, wie ein Streichholz aussieht 🙂

Sam sagt:

@Zippo, schön zusammengefasst!

Manche kritisieren sogar schon beim Fotografieren, so hab ich vorgestern ein Foto in einer Straße gemacht, wo ein Fußgänger kritisierte „Sie fotografieren ja gegen die Sonne“.

Ich hab mir inzwischen angewöhnt, den Leuten einfach zuzustimmen, ziemlich egal, was sie sagen. Das beendet solchen Unfug ziemlich schnell. Dem Herren hab ich auch nur mit einem knappen „Stimmt, ich bin so dreist“ geantwortet ohne meine Aufmerksamkeit vom Motiv zu nehmen.

Bernd sagt:

@ Sam
den Hinweis gegen die Sonne zu fotografieren habe ich auch schon viele Male erhalten 😉
Meist waren es die besten Fotos einer Serie.

Nach über 10 Jahren Wettbewerbs- und Fotosalonfotografie habe ich dort die Erfahrung gemacht das man in Europa meist nicht so auf irgendwelche Regeln oder auf den goldenen Schnitt einer Bildgestaltung achtet. Allerdings in vielen asiatischen Ländern wird ein Bild ohne goldenen Schnitt meist spürbar schlechter bewertet.

Wie so oft läßt sich also solch eine Frage nicht pauschal beantworten. Selbst meine Erfahrung dürfte nicht generell sein. Im Prinzip liegt es immer im Auge des Betrachters. Welche Maßstäbe und welches Foto- und Gestaltugstechnische Wissen dieser anwendet.

stefan sagt:

Da Fotografie ein Ausdruck der eigenen Kreativität sein soll, finde ich es geradezu absurd von Regeln zu sprechen, die man absolut einhalten MUSS. Alle irgendwo von irgendwem aufgestellten Regeln können m.E. nur dazu dienen, sich mit Komposition im allgemeinen auseinanderzusetzen und Tendenzen zu erkennen. Ich betrachte solche „Regeln“ lediglich als „Richtlinien“ oder „Startpunkte“ die ich für die eigenen Aufnahmen im Einzelfall nutzen und anwenden kann – wenn ich will und es zu Motiv und der Bildaussage passt – oder eben auch nicht anwende bzw. absichtlich breche.
Ich würde niemandem raten, sich von diesen sog. Regeln in der Kreativität einschränken zu lassen.

zoomyboy sagt:

Was mir hier bei dieser Diskussion fehlt, ist: Dass man zuerst die Regeln kennen und beherrschen muss, um diese umgehen zu können!

Sam sagt:

@Zoomyboy, aber da ist ja schon das erste Missverständnis: die „Drittel-Regel“ ist keine Regel. Dinge auf einem Drittel platziert haben schlicht eine andere WIRKUNG als Dinge in der Mitte platziert.

Wer auch immer sich auf Drittel als „Regel“ versteift, liegt damit schon in der Definition falsch.

Steffen sagt:

Sam: Dinge auf einem Drittel platziert haben schlicht eine andere WIRKUNG als Dinge in der Mitte platziert.

Wirkt denn in der Regel eine mittige Platzierung ansprechender? 😉

Ich gebe Zoomyboy recht, dass man zuerst die „Regeln“ kennen und beherrschen sollte, bevor man diese bewusst umgeht und auch mal ausser Kraft setzt.

In den meisten Fällen wirken Bilder, die nach der „Drittel-Regel“, dem goldenen Schnitt oder der „Sowieso“-Spirale (komme grad nicht auf den Namen) gestaltet sind harmonischer, ansprechender und für das Auge „stimmiger“.

Es geht hier weniger um Richtig oder Falsch, aber ein Verlassen dieser „Regeln“ sollte schon Gründe haben, die in einer Verbesserung der Bildaussage liegen. Ein Motiv mittig zu platzieren heißt demnach, dass diese mittige Anordnung den Kern der Bildaussage im Besonderen unterstreicht bzw. erst deutlich macht – und die Harmonie dafür über Bord geworfen wird.

Bei dem obigen Beispielbild kann ich nicht erkennen, dass die mittige Platzierung des Pfostens einen besonderen Wert für die Bildaussage hat. Daher finde ich das Bild nicht gelungen und kann mir vorstellen, das dieses Motiv nach der Drittel-Regel gestaltet „schöner“ wäre. Auch die Horizont-Linie würde ich in dem Zug tiefer anordnen (auf die untere Drittel-Linie) und dem Pfosten somit noch mehr Gewicht verleihen.

Steffen sagt:

@Martin Hülle: Wird dem Pfahl nicht auch mehr Gewicht verliehen, wenn er mittig platziert wird? Stünde er links oder rechts würde er den Blick auf die Landschaft freigeben und etwas mehr in den Hintergrund treten. Oder?

Sam sagt:

@Steffen:
Und genau da sind wir bei der magischen Frage:
Was bedeutet „ansprechender“?
Was ist „besser“?
Was ist „schöner“?

Das alles hängt vom Ziel ab.

Und das scheinen ziemlich viele Hobby-Fotografen zu vergessen: das Ziel.

Was will ich mit dem Bild aussagen? Wie soll das Bild wirken? Was für Empfindungen will ich wecken? Welche Assoziationen?

Und unter diesen Gesichtspunkten wähle ich dann meine Mittel.

Platzierung des Motivs ist ein Mittel. Genau wie Farben, Formen, Perspektiven, und und und.

Immer auf eine Drittelplatzierung, oder mittige Platzierung zu pochen, ist, als würde man immer eine Gabel als Besteck reichen, egal, was zu Essen serviert wird.

Jemand, der darauf besteht, das jedes Essen mit einer Gabel gegessen werden sollte, hat ganz offensichtlich nur minimale Erfahrung in diesem Zusammenhang. Und genauso gilt es auch für die Drittelregel.

Steffen sagt:

@Sam: Gebe dir vollkommen Recht. Ich wollte mit dem vorgehende Kommentar auch nicht sagen, dass Drittel besser oder schlechter ist. Die Bezeichnung Drittel-Regel kommt wohl daher, dass im allgemeinen nicht mittige Motive angenehmer empfunden werden. Vielleicht weil so oft sich alles in der Mitte konzentriert?

Es wäre sich besser eine „Jede Position im Bild ist erlaubt, versuche selber herauszufinden, was am schönsten aussieht“-Regel zu beachten.

wax sagt:

Lass Dir nichts erzählen von den Nörglern und fotografiere weiter nach Gefühl. Ich habe das immer so gemacht und bin sehr glücklich damit. Die Drittel-Regel ist die einzige, die ich wohl mitlerweile im Blut habe. Beim Fotografien denke ich nie an sie. Zu Hause am Rechner sehe ich aber so gut wie immer, dass ich sie angewendet habe. So solls sein.

laurenz sagt:

ich persönlich lasse mir oft und gerne zeit um ein bild zu komponieren, aber das muss nicht auch für andere gelten.

„lerne die regeln um sie zu brechen!“
und in der digitalen zeit möchte ich dich ermuntern das ganze auszuprobieren.

das bild selbst könnte meines erachtens besser sein. auch unabhängig der drittels- oder goldenenschnittregel. stichwort bildebenen und tiefenschärfe. aber auch das ist nur eine these, die man durch experimentieren erhärten müsste…

lg laurenz

Sam sagt:

Und wie ist das zB mit Symmetrie, ist die nicht auch harmonisch, trotz Mittenorientierung? 🙂

miss sophie sagt:

Ich denke, die hier schon häufiger aufgegriffenen Emotionen sind ein wichtiger Aspekt beim Brechen der Regeln. Harmonische Bildkomposition heißt eben auch, dass sich die Emotion dem Bild gegenüber nicht in irgendwelche Extreme bewegt, sondern den „Regeln“ bzw. Normen bzw. Gewohnheiten der Bildbetrachtung folgt. Gerade bei dem Pfosten mit seiner fast schon aufdringlichen Mittigkeit und Nähe zum Punkt des Betrachters wird der Gegenstand in den Blick des Betrachters gerückt.

Jeder, der auf Drittelregel beharrt (egal ob es dem Motiv wirklich besser getan hätte oder nicht), sollte sich selbst erstmal fragen, worin der Unterschied in der Wirkung des jeweils in Frage stehenden Bildes besteht. Und wie langweilig Photographie wäre, würde immer alles harmonisch sein.

Und wer dann immer noch meckert, kann ja einfach (öhm…) selbst an den Ort des Geschehens fahren und das Motiv nach eigenem Gusto auf den Chip bannen. 😉

Steffen sagt:

@miss sophie: Gute Idee! Ich kann ja mal die Koordinaten raussuchen & die Ergebnisse werden dann wieder hier gezeigt 🙂

Chris sagt:

also, was soll der Pfahl denn an der Seite? der gehört in die MItte.

Michael sagt:

Kommt drauf an. Meistens wende ich schon den goldenen Schnitt an, da die Bilder tatsächlich besser und interessanter aussehen. Manchmal geht es aber auch nicht anders und da wird das Motiv einfach mittig plaziert. Im Endeffekt ist es doch egal, was andere denken. Das Bild muss einem selber gefallen und das ist das wichtigste.

Scheiss auf Regeln, denn die sind da um gebrochen zu werden. Zumindestens hin und wieder mal 😉

Micha

manne sagt:

krass. hier gehts ja richtig ab.

ich habe auch mittige Motive gemacht. Aber ich habe versucht davon loszukommen. Wenn ich mir die Ergebnisse anschaue, dann ist es glaub ich schon gut geworden 😉
der Kunde entscheidet …

André sagt:

Also ein Fotograf, den ich sehr bewundere, sagte mir zu genau dieser Themak einmal folgendes:

„Ich liebe es Regeln zu brechen. Doch man kann diese nur brechen, wenn man Sie auch beherrscht“.

Ich denke das fasst es perfekt zusammen.
Jedes Bild ist einzigartig und was dem einen besonders gefällt, mag der andere gar nicht. Ich mag nur nicht die Leute, die immerzu was von Goldenem Schnitt faseln und mir diesen nicht einmal im Ansatz erklären können ^^

Sam sagt:

@André, ich glaube nicht, dass es bei der „Drittel-Regel“ etwas zu beherrschen gibt.

Meiner Meinung nach handelt es sich bei dieser „Regel“ nur um ein Missverständnis, daraus geboren, das jemand eine markiere Eselsbrücke zum goldenen Schnitt für Harmonie fabriziert hat.

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