25.10.2011 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Erfahrungsbericht: Tamron 18-270mm Di II

Tamron 18-270mm F/3,5-6,3 Di II VC PZD



Ich möchte heute ein paar Worte über das aktuelle Tamron Superzoom Objektiv verlieren. In der letzten Umfrage hatte ich euch nach Eurer Meinung zu dieser Objektivklasse ausgehorcht. So sah das Ergebnis aus:

Was hältst du von Superzoom Objektiven?

  • Ist hin und wieder ganz hilfreich. (52%, 128 Votes)
  • Das ist was für Hobbyknipser. (33%, 80 Votes)
  • Find ich super! (15%, 36 Votes)

Total Voters: 244

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Immerhin 33% werden damit also gar nicht warm. Interessant, aber ich teile diese Meinung nicht unbedingt. Eine Sache die mir mächtig auf den Zeiger geht, wenn ich in Wald und Flur unterwegs bin, ist die Wechselei zwischen den verschiedenen Objektiven. Das entfällt bei einem Superzoom und das macht sooo viel Spaß. Man schleppt weniger mit und kann auf jede Situation reagieren. Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich während des Wechsels vom Weitwinkel aufs Teleobjektiv, mein Motiv schon längst auf und davon war.



Das Objektiv ist trotz seines großen Brennweitenbereichs sehr kompakt. Es ist kaum vom 28-75mm F2.8 von Tamron zu unterscheiden. Natürlich fährt der Tubus viel weiter heraus, als bei einem Objektiv mit geringerem Brennweitenbereich.

Dabei ist mir das Zoomen etwas zu leichtgängig, denn wenn die Kamera am Gurt herunterhängt, fährt das Objektiv von alleine heraus. Es besteht zum Glück die Möglichkeit, dies mit einem Sperrschalter zu sichern. Auch ist die teleskopartige Konstruktion auf 270mm gezoomt ein wenig wackelig. Bisher stört das beim Fotografieren aber nicht.

Gut gefällt mir, dass eine Streulichtblende zum Lieferumfang gehört. Neben der eigentlichen Funktion, schützt diese auch ganz gut die Frontlinse vor Fingerabdrücken oder Schlimmeren. Neben einem Bildstabilisator ist es auch mit einem Piezo Ultraschallmotor zum Fokussieren ausgerüstet. Beide stellen keine neuen Rekorde auf, arbeiten aber solide, leise und zuverlässig. Die Offenblende reicht von F3.5 bei 18mm bis F6.3 bei 270mm und ist für den riesigen Brennweitenbereich bei kompakter Bauweise, vollkommen ok. An der Haptik gibt es nix auszusetzen. Es fällt, verglichen mit anderen Tamron-Objektiven, nicht aus der Reihe.

Ich spare es mir an dieser Stelle penibel nach Objektivfehlern zu suchen. Ja es gibt Verzeichnungen in dem oberen und unteren Brennweitenbreich, aber ich habe schon Objektive mit weniger Zoombereich und mehr Verzeichnung gesehen. Auch die chromatischen Abberationen sind akzeptabel und lassen sich ja auch mit Hilfe der EBV korrigieren. Auch kann es bei der Schärfe nicht mit den spezialisierteren Objektiven mithalten. Das kann man aber auch nicht erwarten. Dafür kommt man bei 270mm bis auf einen halben Meter an die Motive heran, wodurch man auch das eine oder andere Makro möglich wird.

Fazit: Das Preis-Leistungsverhältnis ist hervorragend. Man erhält ein Objektiv, dass vielseitig einsetzbar und technisch auf aktuellem Stand ist. Wenn man hier und da ein paar Abstriche in der Bildqualität machen kann, ist das Tamrom ein praktischer Wegbegleiter. An dieser Stelle möchte ich auch an meinen Blogkollegen Manfred verweisen, der anlässlich der Umfrage, seine Meinung zum Thema Superzoom niedergeschrieben hat.

Ich habe ein paar Aufnahmen zusammengesucht, dem Superzoom entstanden sind. Diese dokumentieren denke ich ganz gut, was mit dem Objektiv möglich ist und was nicht. (Klick macht groß)

Update: Tamron veranstaltet gerade einen Fotowettbewerb, bei dem ihr unter anderem so ein Objektiv gewinnen könnt.

Löwenzahn

Feld

Strohballen

Rehe

Blumenmakro

Chrysanthemen

Chrysanthemen

Schmetterling

Feld

Fliegenpilz

Schirmpilz

Hügel

Dacia Duster

Möwe

Strandhaus

Möwe

Strand

Schiff (100% Crop)

Abends am Strand

Möwe im Flug

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Kategorie: Produkte

Kommentare

buli sagt:

hi…
also echt tolle bilder..
vor allem die Möwe im Flug…einfach nur sehr gut!
weiter so,
mfg
buli

Alle Achtung. Du hast aus diesem Amateurobjektiv wirklich das Letzte herausgeholt. BRAVO!

Martin sagt:

Hallo Steffen

ich muss zugeben, ich habe auch schon öfters mit so einem Teil geliebäugelt… vor allem im Urlaub, wenn ich zum fünften Mal in zwanzig Minuten das Objektiv wechseln musste, war ich schon oft auf meine Frau mit ihrem (damaligen) 18-125mm Objektiv von Sigma neidisch.

Die Situation kehrte sich dann aber abends immer ganz fix um, wenn ich mit f/2.8 noch fröhlich Bilder machen konnte, die beim Superzoom mit f/5.6 etc. nicht mehr möglich waren… es hat halt alles zwei Seiten.

Bisher habe ich noch keins gekauft, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass ein 18-2xxmm Teil in absehbarer Zeit den Weg in die Fototasche findet… so als „leichtes Gepäck“ quasi 🙂

Gruß
Martin

Jan sagt:

Wenn ich sowas lese, wie „Amateurobjektiv“ kräuseln sich mir die Nackenhaare. Gute Fotos macht immernoch der Fotograf(ierer), nicht das Objektiv oder die Kamera. Tolle Fotos, Steffen!

Olaf Herrig sagt:

Mich würde mal ein Beispielbild interessieren mit einer Brennweite von 18 mm aufgenommen, wo rechts und links am Bildrand Masten stehen, meinetwegen auch Windquirle wegen des Neigungswinkels. Ich selbst nutze ja das Canon-Suppenzoom – der Weitwinkelbereich ist bei mir für solche Motive nahezu unbrauchbar!

Gruß, Olaf.

Steffen sagt:

Hast du mal versucht bei so einer Aufnahme den Horizont mittig zu positionieren und im Nachhinein den Zuschnitt festzulegen?

Uwe sagt:

Die Frage ist halt immer, was man erreichen will. Das man mit dem Ding Kompromisse eingeht sollte jedem klar sein. Ob man die eingehen will muss jeder für sich entscheiden. Für viele Leute ist die Linse sicher ausreichend. Zumal es wohl doch eines von den besseren Suppenzoom-Modellen ist.

Mich würde interessieren wie weit die Linse abfällt, wenn man großformatige Prints anfertigen will. Wie sieht es da mit der Detailschärfe aus? Fürs Web und die typischen 10×15-Prints ist sie sicher mehr als ausreichend.

Steffen sagt:

Ich habs noch nicht probiert, aber ich habe dir mal eine der Aufnahmen in Originalauflösung hochgeladen.

Tobi sagt:

Ich kannte das Objektiv bisher nicht, hätte bei der Zurückhaltung und Betitelung als „Amateurobjektiv“ irgendwie aber nicht erwartet, dass das Teil 500€ kostet. Für den Preis bekommt man ja fast schon das Canon EF 70-200mm 1:4L USM (ohne IS).

Markus sagt:

An den Bildern sieht man ja, dass es nicht aufs Objektiv ankommt! Das vorletzte Fotos ist der Hammer – gefällt mir sehr gut!

Holger Reich sagt:

Auf Reisen (Radwandern oder zufuß) habe ich dieses „Amateurdings“ immer drauf, weil meine Phototasche mit demn „Profiequipment“ mit knapp 7 kg dann doch eher unhandlich ist. Komisch, ich mach damit sogar „professionelle“ Bilder. Ob das ein reklamationsgrund bei Tamron ist habe ich noch nicht ermittelt. Mir gefällts halt so wie es ist.

GUter Bericht mit prima Beispielen
cu
Holger

tom Iierke sagt:

Tolle Bilder…zweifelsohne!!!

So praktisch auch ein Superzoom für 90% der Alltagssituationen und Motive ist, ich kann mich damit nicht anfreunden! Ein wirkliches Ärgernis finde ich den „selbständigen Tubus“, sowas muss nicht sein und der Lockschalter ist da auch eher eine Krücke für mich.

Um für die die verschiedensten Situationen gerüstet zu sein, nehme ich lieber zwei Bodys mit passenden Obejektiven mit… aber so macht es halt jeder anders. Die eierlegende Wollmilchsau gibts nicht und wird es nicht geben… jeder legt seinen Schwerpunkt eben da, wo er ihn gerade braucht.

Ein „Superzoom“ hat seine Berechtigung…ein Allheilmittel ist es nicht.

Christian sagt:

Ich hatte zwangsweise zu meiner Nikon D7000 das ‚Kit-Objektiv‘ 18-105mm. Ich habe es schnell wieder verkauft, weil sich Unschärfen am Rand und insbesondere starke kissen- und tonnenförmige Verzeichnungen auf fast allen Brennweiten stark bemerkbar machten. Man kann sagen, dass ich Höhen und Tiefen mit dieser Plastikscherbe erlebt habe. Mir ging es auch auf den Nerv, ständig die Software zu Korrekturen zu bemühen. Doch jetzt kommt’s:
Obwohl ich kein Fan dieses Objektivtyps bin, vermisse ich diese Linse, weil man bei Städtetouren ohne lästigen Objektivwechsel auskommt. So konnte ich meine Fotos in Paris mit diesem einen Objektiv bewerkstelligen. Doch man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass man in Sachen Qualität Abstriche machen muss. Doch wer rennt schon bei begrenzter Zeit durch eine fremde Stadt und versucht ‚Jahrhundertfotos‘ mit Festbrennweiten zu schießen. Meistens muss es schnell gehen – da ist so ein ‚Reisezoom‘ der ideale Begleiter. Dazu noch eine lichtstarke Festbrennweite – fertig ist die Laube. Nachdem ich hier die Fotos vom Tamron gesehen habe, überlege ich mir wieder ein ‚Immerdrauf‘ zuzulegen. Ich befürchte nur, dass man auch zu Hause bequem wird und nur noch damit fotografiert.

Michael sagt:

Klar haben solche Objektive auch ihre Schwächen, aber ich finde die hier geposteten Ergebnisse sehr ansprechend.

Ich bin schon länger auf der Suche nach einem Objektiv dass einen möglichst großen Brennweitenbereich abdeckt um die Schlepperei zu vermeiden. Bisher war mein Favorit das Tamron mit 70-300mm, aber 18-270mm klingen auch sehr verlockend.

Hans sagt:

Also, ich habe dieses Objektiv an einer Canon 60 D seit November letzten Jahres und bin mehr wie begeistert. Es macht wirklich Spass und wenn man nicht jedes Foto im Labor anaylisert dann ist die Bildqualität gemessen an diesen extremen Brennweitenbereicht hervorragend. Habe noch ein 15-85 sowie ein 50 mm Festbrennweite, sicher kann hier noch das miniquäntchen Schärfe mehr rausgekizzelt werden jedoch ist das nur jammern auf hohen Niveau. Ich kann nur sagen…..kaufen. Ist sein Geld absolut wert und mit dem leicht herausfahrenden Tubus arrangiert man sich schnell.

Heinz sagt:

Ich bin mit den meisten Bemerkungen einverstanden. Habe Leider in den Ferien Pech gehabt. Thailand Puket ca 40Grad und ziemlich feucht. Nach ca 10 Minuten oh schreck der Fotoapparat streikt. Nur noch Handfocus ist möglich. Zu hause funktion einwandfrei.Test im Schmetterlingshaus auf der Mainau ebenfalls ausfall.Nichts wie zur Garantiereparatur- fehlanzeige- Reklamation Antwort es gibt keine feuchte und Temperaturangaben erhältlich. Also aufgepasst in extremfällen ist es kein Profi Objektiv

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