04.08.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Es war einmal…

Manchmal habe ich dieses Gefühl im Hinterkopf. Dann sehe ich überall Bilder. Szenen frieren ein und lassen sich aus jedem Blickwinkel betrachten. Dann kommt in mir immer die Frage auf, ob ich damals, 2008, als ich gerade mit der digitalen Fotografie begann, diese Szenen aus den gleichen Blickwinkel gesehen hätte. Ich weiß es nicht. Jedoch habe ich dieses interessante Gefühl – dieses Mal im Bauch –, wenn ich mir die alten Fotos ansehe. Dann freue ich mich einfach, dass ich, fotografisch und sicherlich auch in vielerlei anderer Hinsicht gesehen, nicht mehr der bin, der ich mal war – und mich trotzdem wieder erkenne.



Wie ist das bei euch?
Wie oft blickt ihr zurück in eure Archive oder in die alten Fotokisten?
Bringt das neben einem Anflug von Nostalgie überhaupt etwas für das Hier und Jetzt?

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With my girl
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Years.
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HBW!
»He who would learn to fly one day must first learn to stand and walk and run and climb and dance; one cannot fly into flying«

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Kategorie: Fotogeschichten

Kommentare

sehr schöne Bilder, ob alt oder neu, egal 🙂

danielS sagt:

bei mir ist das so: Ich knipse relativ häufig (Handy) und ziemlich einseitig (Biergläser). Und da schau ich doch sehr gerne nochmal durch das Archiv, weil mir dann die lustigen Dinge einfallen, warum ich dieses oder jenes Bild gemacht hab.

manne sagt:

ich kenne das sehr gut und glaube dass man die welt als „fotograf“ anders wahrnimmt. das wahrnehmen der umwelt verändert sich. man sieht anders und achtet auf details, licht, etc….

schicker artikel!

Habe seit einer Woche eine digitale Spiegelreflex, Einsteigermogell. Seitdem laufe ich völlig anders durch die Landen… DAS ist eine gutes Motiv, HIER eine gute Perpektive, DORT fällt das Licht besonders gut, DER Bildausschnitt wäre was…
Alles in allem schaue ich mehr auf das Drumherum um mich. Eine völlig andere Wahrnehmung.

Dario sagt:

Tolle Bilder!
Ich blicke öfters in das (noch kleine) Archiv. Dies weil ich bei Kreativitätslöchern gerne mal einfach zurückschaue oder nachsehe wie ich etwas Bestimmtes das letzte Mal vor die Linse nahm. Teilweise blicke ich zwangsläufig zurück, weil ich noch kein perfektes Ordnungssystem habe 😉
Die Familienfotos werden oft dann durchgesehen, wenn eines meiner Kinder sehen will, wie es dann als Baby oder so ausgeschaut hat.
Bezüglich der anderen, neuen und bewussteren Wahrnehmung kann ich mich den vorpostern anschliessen.

Jeannine sagt:

ich finde, dein stil hat sich auf jeden fall weiterentwickelt, obwohl ich nicht zu sagen vermag ob mir die älteren bilder oder deine jetzigen arbeiten besser gefallen 🙂

ich schau mir oft ältere photos an und denke oft dabei, ob ich es irgendwann mal schaffe, durchgehend gute photos zu machen und nicht nur eins alle 2 jahre 🙂

Frank sagt:

Wohl war, eine häufig gestellte Frage.

Ich bin jetzt seid 2004 digital dabei, seid 2005 im RAW Format damals noch mit dem RAW-Shooter.
Allein wenn ich diese Jahrgänge so durchgehe erkenne ich mich zwar wieder aber die Sichtweise, Wahrnehmung der Umwelt, der Blick für das Motiv haben sich doch deutlich verändert.
Ich bin beeindruckt darüber, was für einem großen Stellenwert die Fotografie in meinem Leben mittlerweile hat.

Besim sagt:

Ich finde es wirklich interessant, aus welcher Motivation heraus ihr noch mal einen Blick auf eure alten Fotos werft. Ich denke auch, dass es da viele Dinge gibt, die einen antreiben. Wie dem auch sei, beim Blick zurück fällt einem auch der Weg auf, der bis heute gegangen wurde. Irgendwie geht es also immer vorwärts – für einen selbst, für seine Fotografie, für sein Sehen…

Ich werde die Frage in einem Jahr wieder aufwerfen und bin gespannt auf eure Antworten 😉

Ich kenne das auch nur zu gut erst neulich habe ich mir alte Aufnahmen angeguckt und gemerkt wie sich meine Fotos im Laufe der Zeit verändert haben. Ich fotografiere jetzt auch erst seid November 2009 und kann noch ziemlich genau sagen was mir damals bei jedem einzelnen Bild du den Kopf gegangen ist und was ich damit ausdrücken wollte. Letzentlich würde ich keins der Bilder nochmal so machen. Das liegt aber einfach daran, dass die Messlatte sich geändert hat und mein Wissen und die Art und Weise wie ich Fotos sehe sich geändert hat. Ich bin kritischer mit meinen Arbeiten und würde mit meinem heutigen Wissenstand viele von den ,, frühen Werken“ gar nicht mehr veröffentlichen. Klar ich bin auf jedes Foto stolz, denn jedes Bild erzählt eine Geschichte , jedes Foto bin ich, ich weiß noch wie es sich angefühlt hat es zu entwickeln und dennoch bin es nicht mehr ich. Ich bin um so viele Erfahrungen und Einflüsse reicher und weiß ganz genau das ich irgendwann mal wenn ich mir Bilder von heute anschaue denke….man das hättest du HEUTE aber anders gemacht :-)……

Willi sagt:

Ja ab und zu tue ich das. Ob es was bringt? Keine Ahnung!
Vor längerer Zeit hatte ich den Eindruck als würde ich ins stocken geraten und keine Weiterentwicklung durchlaufen. Mittlerweile hat sich der Eindruck wieder verflüchtigt. Ich mache Vorschritte, aber nicht wie zum Anfang mit großen Schritten!

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