06.12.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Gastbeitrag: Reiner Pössnicker



Dies ist ein Gastbeitrag von Reiner Pössnicker.
Er ist Maschinenbauer von Beruf und beschäftigt sich intensiv mit der Erstellung von Panoramen. Seine Arbeiten zeigt Reiner auf seiner Webseite qualipano.de
.



Der Artikel Panorama: Zwei Eichen (trostlos) hat mich zum Nachdenken animiert.

Ist ein Panorama oder ein normales Foto schlecht, nur weil es Trostlosigkeit
ausdrückt? Ganz klar, Nein! Das ist reine Ansichtssache, allerdings spricht man
mit trostlosen Bildern nur wenige Leute an . Die breite Masse will doch meist
nur Postkarten sehen, schöne Motive bei schönem Licht oder vielleicht etwas
ausgefallenes, eine ungewöhnliche Perspektive oder ähnliches.

Ich lasse mich da anscheinend auch beeinflussen. Obwohl ich als Hundebesitzer viel
raus muss, lasse ich meine Ausrüstung bei schlechtem Wetter oft gleich zu Hause.
Wenn ich dann doch mal mein Equipment rumschleppe (ca. 5 kg) und auch noch ein
Panorama fotografiere, verschwindet es meist schnell, irgendwo auf der Festplatte.

Mein Panorama – Beitrag: Die Einzelbilder zu diesem Panorama habe ich während
eines Spaziergangs, am 15.01.2010 um 15:53 Uhr gemacht.

Eigentlich Schade, da schleppe ich meine 7 Sachen kilometerweit durch die Gegend,
friere mir die Finger ab, um einige Fotos in den Kasten zu kriegen, und dann traue ich
mir das Ergebnis (bis jetzt) nicht herzeigen. Ich finde dieses Panorama eher nicht so toll,
Uninteressant, ist vielleicht das richtige Wort.

Wenn ich das Panorama in einer Jury bewerten müsste, würde ich Punkte verteilen:
Technik: 9 von 10
Idee: 4 von 10
Gestaltung: 5 von 10
insgesamt sind das dann 18 von 30 Punkten, also 60

Wie seht ihr das?

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Kategorie: Panoramen

Kommentare

Hallo Reiner,

ich finde den Vergleich von Panorama und herkömmlichem Foto etwas schwierig. Das normale Foto bietet durch die Wahl des Ausschnittes Möglichkeiten, die Trostlosigkeit des Motivs noch zu verstärken, während ein Panorama eher ein dokumentarischer Ansatz ist. Bei einem Panorama sind Ort und Zeit die künstlerischen Mittel (abgesehen von Bildbearbeitung), während bei einem Foto zusätzlich noch die Möglichkeit des Weglassens gegeben ist, was ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf die Individualität des Fotografens ist.

Gruß,

Ringo

Bodo sagt:

Hallo,

mir gefällt das Foto. Es gibt einiges zu „entdecken“, z.B. wo schaut der Hund hin, und warum schaut er in diese Richtung?
Die beiden Getreidefelder im Vordergrund links und rechts haben die Form von Schmetterlingsflügel, somit sieht
das ganze für mich wie ein großer Schmetterling aus. Ich finde auch das die Tiefe des Bildes sehr schön zur geltung kommt, es hat eine
starke räumlich Wirkung auf mich. Prinzipiell finde ich solche Bilder sehr ausdrucksstark da keine allzugroße
Ablenkung erfolgt durch kräftige Farben die uns ziemlich stark einvernehmen.
Ich nehme mir bei Bildern die nicht durch ihre Farben bestechen deutlich mehr Zeit um auf Feinheiten zu achten, es fällt mir auch erheblich leichter.
In SW finde ich es auch stark da es noch mehr die Strukturen, Linien und Formen zur Geltung bringt oder diese herausgearbeitet werden können.
Vielleicht bin ich ein wenig voreingenommen da ich erst vor kurzem mein erstes Buch über SW gelesen habe, möglich.

Ich habe dein Bild mal in SW konvertiert, Aussehen 3 in Lightroom, hoffe das ist okay.

http://ifotografie.de/lens/lensflare.jpg

Gruss
Bodo

Wie das Bild auf einen Wirkt (ob Gut oder Schlecht) liegt immer im Auge des Betrachters!

Vielleicht gefällt das Bild nur einen von 1000, aber gerade wegen diesen einen war es/ist es Wert gewesen diesen Augenblick im Bild festzuhalten!

Und mal Ehrlich mit der Smile Funktion und der Antiblinzel Funktion und der schön Wetter Funktion und mit der schönen Ohren Funktion und der blauen Himmel Funtions Kamera kann jeder „gute Bilder“ machen. Doch ob diese Bilder dann auch wirklich den Betrachten dazu bewegen sich näher auf das Bild einzulassen so wie hier zum Beispiel den Bodo ist sehr fraglich.

Daher finde ich es gut das Du dir die Zeit zu diesen Bild (und das Gewicht und eingefrorene Finger) genommen hast.

In übrigen gefällt mir Dein Bild auch sehr gut.

Mit freundlichen Grüßen

Jan sagt:

Ringo hats ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Kann ich einfach nur uneingeschränkt zustimmen.
Das Foto selbst gefällt mir ziemlich gut und war sicher schon deshalb den Aufwand wert. Natürlich gibt es auch immer ein Aber: Wenn die Fußabdrücke im Schnee nicht wären, gefiele es mir noch besser! Erinnert ein wenig an den Spielfilm „Into the Wild“. Für meinen ganz persönlichen Geschmack müßte nun noch der Hund aus dem Bild verschwinden, aber ich glaube genau dieser Punkt (Soll man eine Person oder ein Tier in eine Landschaftsaufnahme setzen, um diesen einen Blickfang zu erzeugen oder nicht?) ist ein endloses Diskussionsthema, was die Geister immer scheiden lassen wird.

Reiner sagt:

Halllo, danke für eure Meinungen.

#Ringo: Richtig, weglassen ist bei einem 360° Pano nicht drin.

#Bodo: SW sieht besser aus als Farbe! Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.

#Volker: Wahrscheinlich hast du Recht, ich lasse mich zu sehr von den anderen 999 Meinungen beeinflussen. Ich Zukunft werde ich daran denken.

#Jan: Das mit den Fußabdrücken ist ein Problem, zum einen braucht das Stativ einen sicheren Stand und zum anderen ist das Ausrichten bei solchem Gelände oft nicht ganz einfach. Den Hund habe ich mit Absicht als Blickfang mit aufgenommen.

#Steffen: Ich habe gerade erst gemerkt, dass die Vollbildansicht nicht funktioniert. Ist das Absicht oder habe ich da was falsch gemacht? Im Vollbildmodus sehen Panoramen einfach besser aus. Ansonsten kann man sich im Fenstermodus einiges an Speicher und somit an Ladezeit sparen.

Gruß, Reiner

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