06.12.2011 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Getty Images klopft an die Tür

Naja an die virtuelle Tür genaugenommen, denn nach Rehfelde werden die sich wohl so schnell nicht bemühen 😉 Seit einiger Zeit arbeitet die bekannte amerikanische Bildagentur mit Flickr zusammen und vermarktet Aufnahmen von dieser Fotocommunity. Man kann sich aktiv dafür bewerben oder darauf warten, dass Getty einen einlädt. Ersteres hatte ich schon immer mal vor gehabt, hatte dann aber auch immer gezweifelt, ob das was bringen würde. Umso mehr hat es mich gefreut, dass es von allein klappte.



Die Fotos unten wurden von Getty vorgeschlagen. Es sind nicht die Aufnahmen, die ich selber ausgewählt hätte, aber ich denke, dass die schon wissen, was für deren Kunden interessant ist.

Nach der Einladung möchte Getty, dass man die Bilder in hoher Auflösung zur Verfügung stellt. Ärgerlich dabei war, dass ich bei manchen Dateien, gerade bei den älteren, die bearbeitete Version gar nicht mehr auf der Platte hatte. Lightroom verwende ich ja auch erst seit ca. einem Jahr. Aber so war ich in der Pflicht, den Stil von damals mit Lightroom nachzuahmen. Ging aber ganz gut.



Ein bisschen schade ist, dass ich für das erste Bild ein Release brauche. Anscheinend, weil da ein Gebäude abgebildet ist. Die Aufnahme entstand während einer Durchreise auf einem Feld irgendwo in Bayern. Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich da an ein Release kommen soll. Aber mal sehen wie es nun weitergeht und welche Aufnahmen den strengen Augen der Bildredakteure stand halten können 😉

Wie sind denn eure Erfahrungen?

Irgendwo in Bayern

Erste Schritte

Windquirl

Herbst macht Spaß

Ungemütlich

Treptower

Ein Feld voller Sonne

Natur und Technik

Aufregung unter den Sonnenblumen

Rosa Wölkchen

Der Ball

Eine Handvoll

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Kategorie: Fotografie

Kommentare

stefan sagt:

Ja die haben bei mir auch vor längerer Zeit schon angefragt, habe mich jedoch dagegen entschieden, nachdem ich mich mit den Bedingungen auseinandergesetzt habe…

Marco sagt:

Willkommen im Club.

Die Bildauswahl war bei mir auch sehr merkwürdig, was die Kunden kaufen aber dann auch 😉

Meine Erfahrungen sind eigentlich recht positiv, ich habe da viel mehr verkauft als ich vorher erhofft habe. Dieser Formularstress lohnt sich also durchaus. Es tut nur etwas weh, wenn man sieht, was die Kunden für ein Bild bezahlen und was am Ende davon hängen bleibt ;(

Was etwas frustrierend ist, ist dass nach dem ersten batch keine Bilder mehr angenommen wurden (ist jetzt auch schon 2 Jahre her oder so).

Marco sagt:

lustig, kaum hab ich das geschrieben, und guck mal wieder in meinen account, sind 6 neue Bilder angefordert. Die waren vor 2 Wochen noch nicht drin!

Anscheinend waren die da die letzten Tage mal wieder fleissig.

Danke für den Artikel, sonst hätte ich das jetzt gar nicht mitgekriegt 🙂

Steffen sagt:

Danke fürs Feedback Marco. Und schön, dass bei dir neue Bilder hinzugekommen sind.

Herr Olsen sagt:

Getty hatte bei mir vor ein paar Monaten auch angeklopft und ich hatte die Bilder, für die sie sich interessierten dort hochgeladen. Seitdem ist nix weiter passiert…

Steffen sagt:

Ehrlich erwarte ich bei mir auch nichts anderes. Aber probieren kann man ja mal 😉

Sam sagt:

Gemeinsam haben die Bilder alle tolle Farben und Farbkombinationen. Schick!

Steffen sagt:

Danke Sam 🙂

Sven sagt:

Hallo,

guck mal in den Bedingungen von Getty nach ob die nicht sicherheitshalber von allen historischen Bauten eine Freigabe verlangen, obwohl es bei uns ja die Panoramafreiheit gibt. Bei alten Statuen zicken die Agenturen auch immer rum. Andere Möglichkeit wäre, dass auf der Kapelle irgendwo noch irgendwas draufsteht ein Schriftzug oder so, was geschützt sein könnte, dass kann man zur wegretuschieren. Manchmal hängt es auch nur davon ab, was der Bildredakteur morgens gefrühstückt hat.

Gruss Sven.

Steffen sagt:

Ich werde noch mal drüberschauen. Danke!

bosch sagt:

Bei mir klopften sie auch. Ich hatte schon keinen Bock auf den Uploadprozess. Alles recht umständlich.

Hallenser sagt:

Bei mir hatten sie auch vor einer Weile angefragt. Habe mich dann auch dagegen entscheiden weil ich davon ausgehe, dass sich der Aufwand einfach nicht lohnt. Wenn ich ein Foto für einen 1€ verkaufe, kann ich es auch per Creative Commons „verschenken“ und dann vielleicht noch etwas von der daraus entstehenden Verbreitung profitieren.

Würde mich aber mal interessieren wie viel du dann damit verdienst… 🙂

Marco sagt:

Also wenn du mal ein Bild verkaufst, dann kriegst du in der Regel auch weit mehr als 1€. Getty ist ja kein Microstock.

Für mich hat der Verkauf von Fotos bei Getty seit März 2009 sehr gut funktioniert und einen großen Teil meiner Ausrüstung refinanziert. Selbst mit der geringen Beteiligung bleibt unterm Strich deutlich mehr Geld übrig als im mühsamen Einzelverkauf.

Da ich meine Fotos in maximaler Auflösung bei Flickr hochladen, muss ich die bei Getty nur wenig bearbeiten, so das der Aufwand sehr gering bleibt.

Bei Fragen zu Releases kann ich den direkten Kontakt zu deren Kundendienst empfehlen. Die Leute dort sind sehr schnell und reagieren auf gezielte Einwände, z.B. die in Deutschland geltende Panoramafreiheit.

Marco’s Kommentar stimmt mit meiner Erfahrung überein. Der durchschnittliche Verkaufspreis liegt bei Getty in meinem Fall deutlich über Microstock-Niveau. Die „kleinen“ Verkäufe sind in der Minderzahl.

Steffen sagt:

Ahja super. Das mit dem Kundendienst werde ich mal ausprobieren. Danke dir!

Ronny sagt:

Mich wundert, das Getty bei der ersten Aufnahme ein Release haben möchte. Das ist doch keine Innenaufnahme oder ähnliches? Also für mich fällt das auch unter die Panoramfreiheit, wie einer meiner Vorredner schon geschrieben hat.

Markus sagt:

Was für ein Zufall. Bei mir haben sie im Moment auch gerade angeklopft. Da hilft der Artikel, und vor allem die Kommentare, natürlich. Danke.

Hallo,

bei mir haben Sie auch via Flickr angeklopft, ich habe aber bisher noch nicht reagiert…

Ich sehe grad beim lesen der Vertragsbedinungen auf Seite 2 1.1. „Sie gewähren Getty Images ein weltweit geltendes EXKLUSIVES Recht zur Vermarktung… […]“

Heißt das ich dürfte die Bilder nicht anderswo anbieten?

Steffen sagt:

Ja das heißt es wohl.

Guido sagt:

Getty hatte vor Monaten auch ein paar Bilder von mir eingeladen und tut das seitdem immer wieder. Ich hatte damals ein paar Bilder bei Getty hochgeladen. Ich habe auch schon etwas verkauft, aber insgesamt lohnt sich das für mich nicht.

Ich denke das hängt vor allem auch damit zusammen, was für Fotos man thematisch anzubieten hat. Meine Fotos sind überwiegend Landschaften und Reisefotografie. Dieses Marktsegment ist meines Erachtens schon stark gesättigt. Ob ein Foto aus dem Dead Vlei in Namibia ganz neu oder 20 Jahre alt ist, macht keinen Unterschied. Das sieht noch genauso wie damals aus. Dementsprechend gibt es für die Bereiche Reise und Landschaften nur wenig Bedarf an weiteren Fotos. Die Fotos von Andreas Levers, der bei Getty gut verkauft, fallen eher in den Bereich Architektur, Lifestyle, Design. Da ändern sich Trends und Moden. Nicht nur bei der Architektur sondern auch bei der Bildsprache. Da gibt es mehr Bedarf an neuen Fotos.

Was gegen Getty spricht: Getty will Exklusivität und Getty entscheidet letztlich, ob sie ein Foto teuer direkt bei Getty oder billigst über ihre Microstock-Töchter und Abomodelle anbieten.

Was die thematischen Bezüge angeht ist das völlig richtig. Andererseits ist es erstaunlich, welche Bilder sich dort, für zum Teil atemberaubende Summen (nicht bei mir), verkaufen.

Das am meisten verkaufte Bild ist zum Beispiel das hier.

Dazu möchte ich kurz anmerken, das man eine Einladung einzelner Bilder auch ausschlagen kann, wenn einem das Lizenzmodell nicht gefällt und diesen Grund dort auch angeben kann. Ich habe das einige Male gemacht, mit der Konsequenz, dass die meine Fotos jetzt nur noch für normale RM und RF Pools einladen. Und Exklusivität wollen die meisten Agenturen, die ich kenne und mit denen ich zum Teil in der Vergangenheit gearbeitet habe.

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