29.07.2011 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Grundlagen der Bildkomposition

Manchmal begegnen sie einem: Fotografien, die so gelungen sind, dass man den Blick gar nicht mehr abwenden möchte. Es scheint ein Geheimnis um diese Bilder zu sein, die aus dem Meer an Abbildungen hervorstechen. Betrachtet man solch beeindruckende Fotografien genauer, dann verraten sie ihr Geheimnis, das fast immer dasselbe ist: Ihre Bildkomposition wurde nicht dem Zufall überlassen.



Die Bildkomposition ist, mehr noch als eine hochwertige Kamera oder ein interessantes Motiv, entscheidend für die Ausdruckskraft einer Fotografie. Deswegen sollte jeder, der zur Kamera greift, ob professionell oder in der Freizeit, ob digital oder analog, die Grundregeln der Bildkomposition, die häufig auch „Rahmung“ genannt wird, kennen.

Die Elemente der Bildkomposition



Die Komposition eines Bildes setzt sich zusammen aus mehreren einzelnen Elementen. Diese Elemente, sieben an der Zahl, sind Form und Farbe, Licht und Kontrast, Bildschärfe und -tiefe sowie der gewählte Bildausschnitt. Nicht alle Elemente kommen in jedem Bild vor, oft ist ihr Fehlen sogar ein Mittel der Gestaltung. Das beste Beispiel hierfür sind Schwarzweiß-Fotografien, die auf das Element „Farbe“ bewusst verzichten und damit die gewünschte Wirkung beim Betrachter umso stärker erzielen. Das letztgenannte Element der Bildkomposition, nämlich der Begriff „Bildausschnitt“, wird oft synonym zur Vokabel „Bildkomposition“ verwendet. Doch tatsächlich ist der Bildausschnitt nur ein Teilelement der Bildkomposition, wenn auch der vielleicht wichtigste.

Goldener Schnitt und Zwei-Drittel-Regel

Deswegen wird hier im Folgenden besonders auf die Wahl des richtigen Bildausschnittes eingegangen. Die Stichworte zu diesem Aspekt der Fotografie sind der „Goldene Schnitt“ sowie die Zwei-Drittel-Regel. Beide Prinzipien berücksichtigen die Tatsache, dass im Bild platzierte Motive nicht in jeder Position gleich stark auf das Auge des Betrachters wirken. Befinden sie sich zu weit am Rand oder direkt in der Mitte des Bildes, gleitet der Blick oft darüber hinweg. Entlang gedachter Linien, die das Bild horizontal und vertikal dritteln, wirken Bildmotive jedoch stärker. Erfahrene Fotografen platzieren deswegen die blickfangenden Elemente ihres Bildes immer nach diesem Prinzip.

Auf die richtige Position kommt es an

Wer also beispielsweise den Sonnenuntergang effektvoll abbilden möchte, der sollte den Horizont nicht in die Bildmitte setzen, sondern entlang der gedachten oberen oder unteren horizontalen Linie, die das Bild in drei Teile gliedert. Dasselbe gilt für vertikale Motive wie beispielsweise einen Turm, eine Fahnenstange, einen Ast oder auch einen Menschen, den man am besten entlang einer der beiden vertikalen Bildlinien platziert. Möchte man punktförmige kleine Motive wie zum Beispiel eine schöne Blüte in Szene setzen, dann wirken diese meistens am besten an den Stellen, wo sich die gedachten Drittel-Linien kreuzen.

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Kategorie: Fotografie

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