11.03.2008 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

HDR und Tonemapping

Eines meiner ersten HDR-Fotos

Vor gut einem Jahr tauschte ich meine damalige „normale“ Kompaktkamera mit einem relativ hochwertigem Model von Canon. Ich habe schon immer gern fotografiert und mit Einführung der digitalen Technik ergriff mich das Festhalten von Momenten mittels Knipsgerät immer mehr.

Von nun an stand mir eine Wegbegleiterin zur Verfügung, die eine Menge manuelle Einstellungen ermöglichte und auch in der Lage war Belichtungsreihen zu erstellen. Schnell war ich begeistert von der HDR-Fotografie. Wahrscheinlich, weil es ohne große Fachkentnisse möglich war Bilder zu erstellen, die eine sehr positive Resonanz erzeugten.

Angespornt vom Lob meiner Freunde, drang ich tiefer in die faszinierende Fotowelt ein. Irgendwann hielt ich eine DSLR in der Hand und wusste: „So ein Ding MUSS ich auch haben!“. Eine 400D ließ nicht lange auf sich warten. Und je mehr ich lernte über Blende, Schärfentiefe, Rauschverhalten, Tonwertkorrektur usw. (danke Werner Heintz), umso mehr enttäuschten mich die Ergebnissen der einschlägigen HDR-Programme. Mittlerweile benutze ich diese nur noch sehr selten.

Heute stieß ich über das Kraftfuttermischwerk auf eine Sammlung von HDR-Aufnahmen. Interessiert betrachtete ich die ausgestellten Bilder. Dabei fiel mir wieder auf, dass ich mit dieser Art von HDR-Fotos nicht mehr so viel anfangen kann. Unbewusst versuche ich mir bei fast jedem Motiv vorzustellen, wie es im Original ausgesehen hätte. Die Bilder werden mittels der HDR-Software beim sogenannten Tonemapping vom User meist so stark verändert, dass sie wie Gemälde wirken. Mit Fotorealismus hat das jedenfalls nichts mehr zu tun.

Ich bin bestimmt nicht der Erste und Einzige, dem es so geht und so hoffe ich, dass der Fokus in der HDR-Fotografie demnächst mehr auf dem Erhöhen des Kontrasts und nicht auf dem Verfremden der Abbildung liegen.

Was denkt ihr darüber?

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Kategorie: Fotografie
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