20.10.2008 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Johannes Heuckeroth – shining

Johannes HeuckerothDies ist ein Gastbeitrag von Johannes Heuckeroth. Er ist ambitionierter Fotograf und stellt seine Arbeiten unter pfnphoto.com aus. In diesem Interview erfahrt ihr mehr über Johannes. Er beschreibt, mit welchen Bearbeitungsschritten er seine hervorragenden Aufnahmen entwickelt. Dieses Mal auch mit Video. Es geht um das Bild „Shining“.




Shining – (c) Johannes Heuckeroth

Zu Beginn kurz die Entstehungsgeschichte des Bildes:



Ich war morgens auf dem Weg in die Berufsschule als ich dieses fantastisches Lichtspiel am Horizont sah.
Zum Glück hatte ich zufällig meine Ausrüstung dabei. Ich nutzte also die Chance und hielt an drei verschiedenen Stellen an um ein paar Fotos zu machen. Das hier war das vielversprechendste und fand den Weg in die Weiterbearbeitung.

Ausgangsbasis war eine Belichtungsreihe:

Die Aufnahmedaten dazu:
Canon 40 D – EF-S10-22mm f/3.5-4.5 USM
10 mm – ISO 100 – f/8.0
1/1000 sec. – 1/250 sec. – 1/60 sec.

Da ich bei der Aufnahme kein Stativ verwendet habe, waren die drei Fotos nicht exakt deckungslgeich.
Um aus den Fotos ein HDR zu machen, musste ich diesen Mangel also erst beheben. Sehr einfach geht dies mit der „Ebenen automatisch ausrichten“ Funktion von Photoshop CS3. Dazu einfach alle Fotos in einer Datei übereinander legen, markieren und die Funktion auslösen. Danach muss man das Bild meist etwas beschneiden. Ich benutze diese Funktion sehr oft und kann so tagsüber oft ohne Stativ fotografieren.

Nachdem dies erledigt war, ging es mit den sonst unbearbeiteten TIFFs ab nach Photomatix zur HDR-Erstellung und zum Tonmapping. Nach einigen Versuchen stellte sich heraus, dass ich mit einem Tonmapping nicht alle Bereiche des Fotos zufriedenstellend abbilden konnte. Zur Behebung dieses Problems erstellte ich drei unterschiedliche Versionen die ich im nächsten Schritt mittels Ebenenmasken in Photoshop kombiniert habe. Hier seht ihr die drei HDRs:

Danach folgten noch einige weitere Bearbeitungschritte:

– Partielle Aufhellung des Bildes mittels Tonwertkorrektur
– Verstärkung der Kontraste mittels Einsatz einer Schwarz-weiß Einstellungsebene und dem Ebenenmodus „Weiches Licht“
– Entsättigung des Bildes mittels einer Schwarz-weiß Einstellungsebene
– Leicht gelblicher Farbsound für den Himmel mittels „Farbbalance“
– Verstärkung der Kontraste im Himmel mittels der Tonwertkorrektur

Die unterschiedlichen Schritte im Bild könnt ihr in folgendem Video (18MB)
sehen.

Johannes im www:
http://www.pfnphoto.com/

http://faszination-fuerth.de/
http://flickr.com/photos/pfn/
http://www.fotocommunity.de/pc/account/myprofile/457068

Und hier sind noch mehr Gastbeiträge von Johannes auf lens-flare.de.

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Kategorie: Fotografie, Fotos

Kommentare

Dino sagt:

Ein klasse Beitrag, ich habe das Video bisher zwar noch nicht sehen können (bin auf der Arbeit), aber das werde ich Zuhause auf jeden Fall noch nachholen.
Ich hoffe das dort vor allem die letzten Schritte ein wenig ausführlicher beschrieben werden…

Zum Bild selbst kann ich nur sagen:
Erstklassig! Ich bin doch immer wieder davon beeindruckt, wie aus einem (abgesehen vom Himmel) „langweiligen“ Foto, solch ein Kunstwerk entstehen kann! Besonders gut gefällt mir, dass Du den HDR-Effekt nicht zum Vorschein kommen lassen hast und die Dramatik, die das Bild durch Deine Bearbeitung erlangt hat.

pfn sagt:

Wundert euch übrigens nicht über die komischen Hintergrundgeräusche im Video … mir war nicht bewusst, dass das Programm auch Audio aufnimmt … sonst hätte ich gleich noch was dazu erzählt 😉

manne sagt:

wow, super bild.
solche beiträge hätte ich als Leser gern öfter.
weiter so.

boris sagt:

Sehr genial – ich finde es immer wieder begrüßenswert, wenn Kollegen aus der Hobbyfotografenzunft ihre Tipps & Tricks teilen und nicht mit ihrem Know-how hinterm Berg halten. Dazu noch ein sehr schönes Beispiel ausgewählt, das einen gelungenen Einsatz des zu Unrecht verpönten HDR aufzeigt…Thumbs up!

Julia Stern sagt:

Ein wirklich klasse Beitrag, der sehr sehr interessant ist. Die Bilder gefallen mir sehr gut und auch das Video ist sehr interessant. Weiter so!

Liebe Grüße
Julia

Irgendwie schaffst Du es, dass Deine Bilder nicht ZU künstlich aussehen. In der Regel gefallen sie mir ganz gut, dieses hier auch. Obwohl ich wirklich kein Fan dieser Art zu Fotografieren bin.

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