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Fotografische Lichtblicke in Bielefeld
Lebendige und vielfältige Fotografie – das ist der Vorsatz, dem der Foto-Treff Bielefeld folgt. Zum einjährigen Bestehen zeigen die Fotografinnen und Fotografen unter dem Motto Lichtblicke verschiedene Aufnahme- und Bearbeitungstechniken. Ich habe sie mir für euch angesehen.
Schön war’s, um es kurz und deutlich zu machen, auch wenn nicht alles perfekt war. Acht Wochen haben 14 Foto-Treff-Mitglieder in ihren Archiven gekramt und ihre Fotos auf Leinwand ziehen lassen. “Eine kurze, aber aufregende Zeit”, berichtet Initiatorin Ulrike Erdmann. Die Idee einer Ausstellung sei spontan entstanden, als es darum ging, wie der erste Geburtstag der Gruppe gefeiert werden soll. “Für ein verbindliches Thema blieb da keine Zeit mehr”, erzählt sie. So sind in dem Ausstellungsraum viele unterschiedliche Fotografien zu entdecken.
Rainer Bökenkamp stellt Fotos der Segel in der Pinakothek vor – eine beeindruckende Perspektive und Szene, vor allem mit der Person zwischen all den geometrischen Formen, wie ich finde. Hella Schümann stellt eine Welt im Glas vor – einfach genial.
Das Ungewöhnliche: Überall waren Kameras zu sehen. Jeder und jede trug eine über die Schultern. Selbst Besucher hatten ihre Kameras dabei. Da wurde das Klappgeräusch der Spiegel zu einer Art Melodie, die einen von Bild zu Bild begleitete.
Dass die Fotografinnen und Fotografen mit Leidenschaft bei der Sache sind, sieht man jedem Foto an. Schade ist deswegen, dass das Licht in den Räumen einfach zu dunkel war beziehungsweise ist. In dieser Hinsicht hätte man bessere Akzente setzen können. Aber das ist nicht die Schuld des Foto-Treffs. Die Umgebung lässt dies einfach nicht zu.
Die Stimmung bei der Ausstellungseröffnung war wirklich sehr gut. Es wurde viel gelacht, über Technik, aber vor allem über die Fotografie gefachsimpelt, und gefeiert. Der Stolz über eine gelungene Ausstellung war allen Mitgliedern anzusehen. Sie ist in der Tat sehr vielfältig geworden. Die Fotografien der Hobbyfotografen reihen sich sehr gut in die der Semi-Professionellen ein. Letztlich lässt sich kaum noch ein Unterschied machen, wer hier in welche Sparte einzuordnen ist. Auch der Sprung von Thema zu Thema ist gelungen. Da ist für jeden etwas dabei.
Wer sich selbst mal davon überzeugen möchte, kann einen kleinen Ausflug zur Ausstellung machen. Sie ist noch bis zum 9. Mai in der Bielefelder UnschlagBar (Bleichstraße 151a) zu sehen.
Von der Geburtstagstore mit dem Logo des Foto-Treffs darauf wird es dann wohl kein Stück mehr geben, dafür könnt ihr euch an den fotografischen Lichtblicken erfreuen.
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Auf analogen Abwegen
Vor ein paar Wochen habe ich den Keller aufgeräumt. Dabei bin ich über ein Relikt aus alten Zeiten gestolpert (natürlich nur sprichwörtlich). Früher, wo digitale Kameras noch nicht in Handys eingebaut und auch nur für viel Geld mit wenig Megapixel zu kaufen waren, legte ich mir eine Wegwerfkamera ins Auto. Sie sollte zur Dokumentation im Falle eines Unfalles dienen. Da sie glücklicherweise nie gebraucht wurde, wanderte sie dann irgendwann in den Keller. Mittlerweile hat man ja mit dem Telefon immer eine Kamera dabei und kann sogar, wenn man mag, entstandene Blechschäden sofort per E-Mail verschicken oder gar im Internet veröffentlichen.
Nun aber fiel mir die Fuji Quicksnap wieder in die Hände und weckte meine Neugier. Ich befreite sie aus der Schutzhülle und untersuchte das Gehäuse. Im September hätte die analog Plastikdose immerhin ihren zehnten Geburtstag gefeiert. Ob die Batterie den Blitz noch laden würde? Ich legte den entsprechenden Schalter um und siehe da, das vertraute Piepen war zu hören. Klasse! Ein Begleiter für die folgenden Tage war gefunden
So belichtete ich Stück für Stück den in die Jahre gekommen Film. Die ersten Male hielt ich den Apparat irrtümlicher Weise am ausgestreckten Arm, bis ich merkte, dass ich mein Auge ja an den Sucher bringen musste. Auch wurde ich mal kurz nach der Aufnahme gefragt, ob ich das Ergebnis zeigen könnte. Ja wir haben uns schon sehr an die digitale Fotografie gewöhnt. Für mich am Schwierigsten war das Komponieren mit dem sehr einfach gehaltenen Sucher. Ich hatte kein Gefühl, sondern eher nur eine Ahnung, was auf dem Bild landen wird.
Insgesamt war das schon eine witzige Sache mal jeden Tag mit der Quicksnap zu dokumentieren. Trotz des Charmes der leicht verzerrten und etwas blässlichen Farbfotos, konnte dieser kleine Exkurs aber keine Sehnsucht zur analogen Fotografie in mir wecken. Im Gegenteil. Ich weiß die Vorteile des Modernen nun wieder mehr zu schätzen.
Hier aber nun ein paar Bilder, des mittlerweile entwickelten Kleinbildfilms. Keine Ahnung woher die scharzen Ränder auf der linken Seite kommen. Vielleicht vom Dienstleister nicht ordentlich gescannt? Wollte sie aber der Authenzität wegen nicht wegschneiden.
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Blogparade auf Shockmotion
Fast jeder, der seine Fotos digital weiterverarbeitet, wird es schon mal gemacht haben. Angefangen beim Sensorstaub entfernen, über Stromleitungen wegstempeln, bis hin zu ganze Bildteile austauschen. Die Rede ist von der Bildmanipulation. Normalerweise ist ja das großflächige Verändern eines Fotos bei Fotografen nicht so gern gesehen. Bei der Blogparade von Stefan Kohrs ist dem aber nicht so. Im Gegenteil. Er ist auf der Suche nach richtig guten Fälschungen.
Ich für meinen Teil, kann aber leider kein Meisterwerk dazu beisteuern. Die einzige Manipulation, die ich mir mal erlaubt habe, war das hinzufügen eines Blitzes aus einer Aufnahme von Stephan Sachs (alias Saxi, alias Fisch im Glas), zu einem Gewitterbild von mir. Ich kam auf die Idee, da ich die abgebildete Szene so erlebte, mir es aber nicht vergönnt war einen Blitz aufs Bild zu bannen.
Damals zeigte ich das Bild auch in Naturfotografen Forum mit dem Hinweis darauf, dass ich nachträglich etwas hinzugefügt hatte. Damit handelte ich mir gleich eine Beschuldigung ein, dass ich den Blitz bei einem echten Profi (Franz Schuhmacher) was Gewitterfotos angeht, geklaut hätte. Hat sich aber alles aufgeklärt, eine Entschuldigung blieb man mir aber schuldig. So kann es einem gehen, wenn man Bilder manipuliert
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Auswertung und neue Umfrage
Letzte Woche habe ich euch gefragt, ob ihr eure Makroobjektive auch mal zweckentfremdet. Und noch nie war ein Ergebnis in einer Umfrage hier so eindeutig.
Die meisten von euch nehmen Makroobjektive um Porträtfotos zu machen. Dass die Makros detailliert und scharf auch die Stellen abbilden, die man später besser retuschiert, stört dabei weniger. Zitat:
Weichzeichnen geht leichter als Schärfe nachträglich reinschustern.
Die Bearbeitung gehört anscheinend als fester Bestandteil dazu. Einziger von euch genannter Minuspunkt ist der meist langsame Autofokus.
Nahtlos soll sich die nächste Umfrage anschließen. Diesmal interessiert mich folgendes:
Vielen Dank fürs Klicken
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Umfrage: Porträts mit der Makrolinse

So liebe Leser. Heute seid ihr wieder gefragt. In den letzten Wochen ging es hier um das Arbeiten im Studio und um die Makrofotografie. In beiden Fällen kommen Objektive im leichten Telebereich zum Einsatz. Nicht selten werden hierfür Festbrennweiten mit hoher Lichtstärke verwendet. “Normale” Objektive (z.B. das Canon 85mm 1.8) eignen sich für Makroaufnahmen schon alleine durch den höheren Mindestastand nur bedingt. Wie sieht das aber im umgedrehten Fall aus. Kann oder sollte man sogar ein Makroobjektiv auch für Proträtaufnahmen verwenden? Was meint ihr?
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Eine neue Welt

Die Makrofotografie reizt mich schon immer. Bisher habe ich auch regelmäßig Vorstöße in diesen Bereich mit meinem Immerdrauf-Objektiv gewagt, mit dem das bisher auch ganz gut funktioniert. Nun aber, kamen letzten Freitag neue 105mm zu mir, die eine 1:1 Abbildung auf dem digitalen Sensor ermöglichen. Das bedeutet, dass ich ein dem Sensor 31cm entferneten Grashüpferlein, dass 25mm lang ist, bildfüllend ablichten könnte. Wenn es nicht vorher wegspringt natürlich.
Und seit Freitag habe ich dieses Glas bei mir an der Kamera und das Wochenende lang damit fotografiert. Da sind ziemlich schnell 500 Fotos zusammengekommen. Allerdings kann ich davon nicht alle zeigen. Jaja ich habe da zusammen mit dem Besim ein Geheimnis. Aber noch wird nix verraten
Auf jeden Fall macht es richtig Spaß in eine quasi neue Welt einzutauchen. Man entdeckt ganz andere Seiten an unserer Alltagswelt. Es ist verrückt, wieviel Partikel sich an Gebrauchsgegenständen befinden, die einem normalerweise gar nicht auffallen.
Hier also ein paar erste Fotos zur Dokumentation.


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Das “Kleine Schwarze” für meine Fotos
Vor kurzem haben wir gefragt, ob ihr analog fotografiert. Die Auswertung hat gezeigt, dass die meisten Leser, ausschließlich digital fotografieren. Immerhin fotografieren knapp ein Drittel von euch auch analog. Ich selbst gehöre auch (wieder) dazu. Ich habe mir vor circa zwei Wochen eine SX-70 Land Camera gekauft. Hinzu kamen gleich ein paar Fade-To-Black-Filme – ein fast philosophischer Film, den die Polaroid-Firma kurz vor Einstellung der Produktion in Enschede produzierte.
Sobald der Film aus der Polaroid-Kamera schießt, wird er von Stunde zu Stunde dunkler. Gerade in den ersten Stunden sieht man die Veränderungen sehr schön. Der Kontrast nimmt zu, alles hüllt sich in einen blau-grünen Schleier, während sich nach und nach rot-braune Schlieren in das Foto ziehen.
Was den einen oder die andere zuerst abschrecken könnte, macht den individuellen Charakter der Polaroid-Filme aus: Unvorhersagbare Ergebnisse, jedes Foto hat ein einzigartiges Aussehen und natürlich die nostalgische Komponente, die einen unvergleichlichen Charme hat.
Um diesen Prozess zu stoppen, bevor sich aus dem aufgenommen Foto ein schwarzes Nichts entwickelt, gibt es zwei Möglichkeiten: Das Foto öffnen und an der Luft trocknen lassen oder es öffnen und mit Wasser behandeln.
Ist das Foto dann aber doch ganz schwarz geworden, ist das Motiv noch lange nicht verloren. Das Foto kann in die Sonne gelegt werden, hellt dann auf und bekommt ein ganz anderes Aussehen.
Kamera und Film geben nach einigen Fotos, die ich jetzt damit gemacht habe, ein wirklich gutes Team ab. Auf der einen Seite habe ich etwas in der Hand, das mehr Jahre als ich auf dem Buckel hat und trotzdem besser funktioniert als ich, zum anderen macht einem der Film die Vergänglichkeit der Situation wieder deutlicher – das ist ein schöner Ausgleich zur digitalen Fotografie.
Dieses Video zeigt zum Abschluss schön, wie sich der Film innerhalb der ersten 24 Stunden verhält.
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Auswertung: Fotografierst du Analog?
Diese Frage habe ich euch letzte Woche gestellt und ihr habt fleißig abgestimmt. Vielen Dank dafür! Folgende Verteilung kam dabei heraus:

Es war mir schon klar, dass die “Digitalen” auf lens-flare.de die Nase vorn haben werden. Interessant wäre so eine Abstimmung mal bei stilpir.at oder gar bei der Tilla Pe. Da sähe die Verteilung sicher ganz anders aus
Was für mich aber auch sehr spannend ist, sind die Wortmeldung in den Kommentaren. Zusammengefasst kann man sagen, dass das Gros hauptsächlich digital fotografiert, aber Filmkameras wie z.B. der Lomo, der Diana F+ oder was auch immer, nicht abgeneigt gegenüber steht. Und wenn ich das so lese, juckt es auch mir wieder in den Fingern, mal mit ner Analogen loszuziehen. Vielleicht gibts ja demnächst einen ersten Erfahrungsbericht …
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Schicke PS Aktion von Adobe

Im Blog von Dominik Moser bin ich über einen interessanten Hinweis gestolpert. Adobe stellt eine Aktion kostenlos zur Verfügung, mit der man ein Foto in 25 einzelne, wie “richtige” Fotos aussehende Segmente (inklusive Schatten, Biegung und Rand) zerschneiden lassen kann. Sieht gut aus oder? Und dadurch, dass für jedes Teil eine Ebene angelegt wird, könnt ihr das Bild weiter individualisieren.
–> Hier gehts zur kostenlosen Aktion (nur Registrierung nötig)
Habe mich für ein Ostseemotiv entschieden, da ich die nächsten Tage auf der Insel Usedom verbringen werde. Bin gespannt auf die winterliche See!
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Appetit bekommen
Ich beschäftige mich momentan mit dem Fotografieren von Lebensmitteln. Bisher eher theoretisch. Und je länger ich in diesen Bereich hinein schnuppere, umso überraschter bin ich, wie vielseitig er sein kann.
Angefangen beim Fotografieren von Obst oder Gemüse, so wie die Aufnahme oben. Über verschiedenste Aufnahmen von fertigen Gerichten, so wie z.B. hier oder hier.
Eine Möglichkeit ein wenig zu variieren, ist es z.B. Menschen mit in die Bilder einzubeziehen, so wie das Besim bei dieser schönen Aufnahme von Julitta gemacht hat.
Ganz witzig finde ich auch die Fotos von Carl Kleiner, der Lebensmittel zu Figuren arrangiert. Mehr Fotos gibts nach einem Klick auf den Webseiten-Screenshot.
Schon vor längere Zeit habe ich Aufnahmen gesehen, bei denen verschiedene Früchte in Scheiben geschnitten so drapiert werden, dass sie wieder ihr ursprüngliche Form haben, halt nur mit Lücken dazwischen. Leider finde ich sie in den Weiten des Netzes nicht mehr wieder. Vielleicht kennt ja jemand den passenden Link? Fand ich auf jeden Fall sehr inspirierend.
Absolute Spitzenklasse sind die Bilder von Carl Warner. In seiner Serie Foodscapes erschafft er ganze Landschaften aus einfacher Nahrung. Beim längeren Betrachten der Bilder ist man immer überraschter, wie detailverliebt die Werke von ihm umgesetzt wurden.
Zum Abschluss noch ein Hinweis auf ein Webseite die sich mit dem Thema beschäftigt. Auf lebensmittelfotos.com gibt es entsprechende Aufnahmen zur freien Verwendung. Man kann auch eigene Fotos mit zu dem Projekt beisteuern wenn man möchte. Nebenbei gibt es Tutorials zur Food Photography aber auch einfache Rezepte.
Auf jeden Fall haben die Recherchen in mir dir Lust geweckt, selber etwas in der Richtung zu probieren. Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch auch noch einen spannenden Link zu diesem Thema? Würde mich sehr freuen!
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