06.05.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Making Of: Gummibärenzeitraffer

Vor ein paar Wochen bekam ich von akkudo.de vorgeschlagen die neuen enitime Akkus in einem Vergleich gegen die eneloop Akkus von Sanyo antreten zu lassen. Es sollte ein Blitz nacheinander mit beiden Akkutypen bestückt und dann so lange in regelmäßigen Abständen ausgelöst werden, bis die Akkus ihn nicht mehr laden können. Angeregt durch den Artikel von Sam entschied ich mich für einen Zeitraffer und, die Überschrift hats schon verraten, Gummibären die sich im Wasser langsam ausdehnen. Das Ergebnis sah dann so aus:



Das Flimmern am Ende entstand dadurch, dass die Akkus irgendwann nicht mehr geschafft haben, den Blitz für jede Aufnahme zu laden.



Meine Kamera hab ich mit EOS Utility von Canon angesteuert und die Bilder direkt auf die Festplatte meines Laptops übertragen. Bei der Kamera habe ich den Bildschirm deaktiviert um möglichst viele Auslösungen ohne Akkuwechsel zu schaffen. Die Fotos habe ich im kleinsten JPG-Format aufgenommen, da diese Auflösung für einen Film mehr als ausreichen.

Als Objektiv kam mein 105mm Makroobjektiv von Sigma zum Einsatz. Den Fokus habe ich vor dem Start der Serie manuell eingestellt, damit die Kamera nicht für jede Auslösung versucht neu zu fokussieren. Das spart ebenfalls Strom und schützt vor falsch fokussierten Bildern während der Aufnahme der Serie. Die Aufnahmeeinstellungen der Kamera habe ich ebenfalls manuell gewählt. Mit dem Blitz, der auf halbe Leistung eingestellt war, hatte ich ja eine konstante Lichtquelle und musste nicht damit rechnen, dass die Belichtung angepasst werden muss.

Die Parameter für die Serie habe ich mir mit Probieren erarbeitet. Der oben gezeigte Film besteht aus ca. 1.000 Einzelbildern, die im Abstand von 10 Sekunden gemacht wurden. Ganz witzig ist, dass die Gummibären mit der Zeit von dem nicht ganz geraden Boden der bauchigen Vase abgerutscht sind. So kam etwas Bewegung in den doch ziemlich statischen Film.

Beim Wasser kann man übrigens auch Fehler machen. Ich hatte es bei einer Serie mit warmen Nass probiert, in der Hoffnung, dass dies den Wachstumsprozess beschleunigt. Weit gefehlt! Das ganze Gegenteil war der Fall. Es kam mir so vor, als wenn bei Wärme sich die Poren der Bären schließen und sie kein Wasser mehr aufnehmen und sich somit auch nicht ausdehnen können.

Den fertigen Film mit beiden Akkutypen und das Ergebnis des Vergleichs findet ihr im Blog auf akkudo.de.

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Kategorie: Allgemein

Kommentare

stefan sagt:

Interessanter Vergleich, ich hatte von den ENITIMEs noch nicht gehört und die schwimmenden Gummibärchen sind eine nett Idee

Steffen sagt:

@stefan: Kannte ich bisher auch noch nicht. Gibts auch noch nicht so lange glaube ich. Das schöne bei Filmen mit Gummibären: Man hat immer was zu naschen. Nachteil: Wenn man zu viel nascht hat man keine Fotomodels mehr 😀

Jan sagt:

Ich wußte gar nicht, daß Gummibärchen Poren haben?

Steffen sagt:

@Jan:Wieder was gelernt 😉

Eike B. sagt:

Sehr cooles Video. Ich frage mich nur wo bei der kostanten ausleuchtung das „Flackern“ her kommt?

Gruß

Eike

Steffen sagt:

@Eike: Tja, leichte Helligkeitsunterschiede scheint es trotzdem zu geben. Keine Ahnung woran das liegt. Das Studio war ansonsten dunkel. Die Umgebungsbedingungen waren auf jeden Fall konstant.

Stefan sagt:

Wunderbare und so einfache Idee 🙂

Michael sagt:

Danke für den Super Bericht. Hatte gerade welche für meinen Bitzer gesucht. Habe zwar schon eneloop Akkus, aber nicht genügend. Da ich die evtl. auch im Batteriepack meiner Canon nutzen will. Naja und bei ebay habe ich sogar 8 AA Batterien für 12,-€ inkl. Versand kaufen können.

Micha

AkkuShop sagt:

Dankeschön für Deinen Praxistest. enitime Akkus sind schon eine Weile bei diversen Shops zu bekommen. Sie sind nur selten gelistet.

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