09.06.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Mein Rennstrecken-Sommer

12 Uhr, 29 Grad, keine Wolke am Himmel – was sich hier wie der Wetterbericht liest, ist das Arbeitsklima meiner letzten Aufträge gewesen. Vor einiger Zeit hat mich eine Agentur für einen Auftrag engagiert. Deshalb husche ich seit ein paar Monaten über Rennstrecken wie den Hockenheim- oder den Lausitzring, um die neuen R-Modelle von Volkswagen zu fotografieren. Während sich die Rennfahrer in ihre engen Fahrerkabinen zwängen und eine Runde nach der anderen drehen, stehe ich am Stand von VW und fotografiere die neuen Autos samt rennbegeisterten Besuchern. Diese Bilder kann ich hier nicht zeigen, allerdings gehört zu meinem Auftrag auch, die Stimmung um den Autostand herum einzufangen. Ein paar dieser Bilder will ich euch heute zeigen.

Um die Volkswagen R GmbH bekannter zu machen, wird die Marke während der Deutschen Touren Meisterschaften im ganzen Land vorgestellt. Dafür findet in diesem Jahr auch das erste Mal der Scirocco-R-Cup statt – eine Veranstaltung, die gut bei den Medien anzukommen scheint. Jedenfalls sehe ich immer etliche Fernsehteams, während ich um die Autos husche.

Die Schwierigkeit bei der ganzen Sache ist weniger, neue Blickwinkel zu finden, als mit den Lichtverhältnissen umzugehen. Die Sonne scheint so hart, dass sie lange, dunkle Schatten in die Gesichter wirft. Da hilft mir der Aufhellblitz immer weiter, auch wenn ich davon kein richtiges Bild zeigen kann. Ansonsten mache ich mich mit einem schönen Weitwinkel (17-35 Millimeter) an die Fahrzeuge ran, um möglichst viel Stimmung zu schaffen.

Wie dem auch sei, die Rennleute sind ein eigenes Völkchen, wie ich gemerkt habe. Die Stimmung ist immer gut und vom verrückten Auto-Freak bis zum gut betuchten Renn-Fan kommt jedes Klientel an den Stand, um sich als Andenken an die DTM mit einem der Autos fotografieren zu lassen.

Da keinerlei Fotos im Nachhinein bearbeitet werden, muss schon alles bei der Aufnahme passen. Mit ein paar Handgriffen sind Kamera und Blitz schnell richtig eingestellt. Worauf es dann nur noch ankommt, ist ein origineller Blickwinkel.

Wirklich interessant wurde es bei der VW-Service-Weltmeisterschaft in Wolfsburg. Dort durften die Teilnehmer dann selbst in einem Offroad-Rennwagen Platz nehmen, bevor es in einer Steinkuhle durch Pfützen und über Hügel ging.

Selbst mitfahren konnte ich nicht, dafür habe ich mich mal in verschiedene Autos gesetzt. Mit mehreren 100 Pferdestärken kann ich mir gut vorstellen, warum die Fahrer immer ein Lächeln auf dem Gesicht haben, wenn sie nach einem Rennen aus ihren Autos steigen.

Wer am 3. Juli noch nichts vor hat, der kann mich gerne am Nürnberger Norisring besuchen und sich von mir fotografieren lassen. Ab Mittag werde ich sicherlich wieder in der Hitze stehen und Autos und Menschen ablichten. Ich würde mich freuen.

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Kategorie: Fotogeschichten
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