11.03.2011 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

„Mein Waldspaziergang“ oder „Spuren des Winters“

Wie ihr ja schon wisst, bin ich gerne draußen unterwegs und probiere mich dabei auch immer wieder mal als „Tierfotograf“. Dafür besuche ich gern ein abgelegenes Waldstück, in dem ich mich sehr gut auskenne und wo man eigentlich immer einem Tier über den Weg läuft. So auch letzten Dienstag.



Allerdings hatte ich an diesem Tag nicht so viel Glück mit der Tierwelt. Gleich am Anfang sah ich zwar das helle Hinterteil eines Rehs, das war aber schnell im Dickicht verschwunden. Als nächstes machte ein Specht mit Klopfen auf sich aufmerksam, wechselte aber immer wieder auf die Seite des Stammes, die ich nicht einsehen konnte. Irgendwann war er des Versteckspiels überdrüssig und flog davon.



Eine Meise hatte das beobachtet und zirpte mich angeberisch an. Aber auch sie suchte das Weite, als ich ihr zu aufdringlich wurde.

Mein Weg führt immer an einem Fuchsbau vorbei. Frische Spuren waren davor auszumachen, aber vom Bewohner keine Spur.

Der Winter mit Kälte und viel Schnee hat überall seine Spuren hinterlassen. Alles sie kahl und ausgemergelt aus. Das hohe Gras des Waldes ist auf dem Boden platt gedrückt und grau.

Wenn man etwas Glück hat, findet man jetzt das Geweih eines Hirsches. Sie verlieren es zwischen Februar und März. Es liegt dann im Wald wie ein abgebrochener Ast.

Am Ende meine Spaziergangs machte ich dann noch eine etwas traurige Entdeckung. Ich bemerkte ihn erst, als ich ca. 5m von ihm entfernt war. Es sah auf den ersten Blick aus, als würde der Fuchs schlafen. Aber schon allein die Tatsache, dass er im Freien liegen sollte, ließ mich daran zweifeln. Er bewegte sich kein bisschen und war hier und da mit Laub bedeckt.

Ich hatte in der Nähe schon mal einen lebenden Fuchs fotografiert und fragte mich, ob er es wohl sein könnte. Doll traurig machte mich die Situation aber nicht. Auch wenn das Leben des Fuchses ein Ende fand. Es passte aber gut in die Stimmung, die nach dem Winter hier herrschte.

Es dauert sicher nicht lange, dann entdeckt ihn ein Bussard oder ein anderes Tier und schon bald ist von seinen sterblichen Resten nichts mehr übrig…

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Kategorie: Fotogeschichten

Kommentare

Matthias sagt:

Hehe, ich hatte mich vorhin in der fc schon gewundert, wie Du es schaffst einen schlafenden Fuchs zu fotografieren … Schade um das arme Tier.

Steffen sagt:

Ja schade! Aber so ist die Natur.

Schöne Bilder 🙂
Werde mich wohl auch mal in den Wald begeben und schauen was da so vor sich geht 🙂

Steffen sagt:

Mach mal. Es lohnt sich in jedem Fall. Am besten mit dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

Reiner sagt:

Hallo Steffen,
gibt es bei euch freilaufende Hirsche im Wald?
Bei uns Mittelfranken gibt es viel Wild, aber Hirsche nur in Gehegen. Dafür kann man häufig Gemsen sehen, die wurden vor zig Jahren mal ausgesetzt und die vermehren sich gut. In den alten Steinbrüchen in der Gegend fühlen sie sich anscheinend recht wohl. Ein gutes Foto konnte ich aber auch noch nicht schiessen.
Gruß, Reiner

Marko sagt:

Das ist ein tolles abgelegenes Waldstück! Tolle Baumstämme und Lichter. Ein Geweih zu finden, bringt das Glück? Super. Das der Specht sich auf der anderen Seite versteckte ist schade, aber die Atmosphäre im Wald mit dem Klopfen im Hintergrund und die zwitschernde Kohlmeise muß toll sein. Und der arme Fuchs sieht aus als ob er einfach so für immer eingeschlafen ist. Ich hoffe er hatte ein glückliches Fuchsleben.

Danke für das Einstellen dieser Fotos!

Marko

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