25.01.2011 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Noch ein Gurt – diesmal ein Sniper-Strap

Ende letzten Jahres hatten wir einen kurzen Erfahrungsbericht über den BlackRapid R-Strap Kameragurt veröffentlicht. Als einen Kritikpunkt hatten wir den Karabiner bzw. die Öse direkt an der Kamera genannt. Beim Hochnehmen der Kamera klappert es deutlich hörbar und das kann bei Wildlife-Shootings schon stören.




Daraufhin hat sich die Firma SUN-SNIPER bei uns gemeldet und angeboten, deren Gurt, „THE PRO“ Steal & Bear, zu testen. Diesen kann man zwar nicht über den Karabiner von der Kamera entkoppeln, dafür besitzt er eine Kamerabefestigung mit Kugellager, welche geräuschlos und flexibel die Verbindung zur Kamera herstellt. Davon bin ich auch begeistert.




Weitere Pluspunkte gegenüber dem R-Strap ist der in den Gurt eingearbeitete Stahldraht, welcher verhindern soll, dass Diebe mittels Durchschneiden des Sniper-Straps die Kamera entwenden können, und die damit verbundene einjährige Versicherung. Allerdings beträgt der Versicherungswert nur 400 Euro, bei Verlust der Kamera.

Außerdem ist ein sogenannte Shock Absorber integriert, eine Art Federmechanismus im oberen Bereich, der die Schulter des Fotografen schont. Das Schulterstück des Sniper-Strap-Gurtes lässt sich abnehmen. Mir gefällt gut, das auf der Unterseite rutschfestes Material verarbeitet wurde. Allerdings ist es alles in allem recht dick, was ein Verstauen zusammen mit der Kamera in Fotorucksack oder -tasche etwas schwerer macht.


Das Schulterstück erfüllt seine Funktion natürlich nur, wenn es auf der Schulter bleibt. Beim Sniper-Strap ist es mir öfter durch das Anheben der Kamera nach hinten gerutscht. Der R-Strap verhindert das durch zwei Clips, mit welchen es immer wieder an die richtige Stelle gezogen wird.

Grundsätzlich gefallen mir beide Gurte gut und preislich liegen sie in der gleichen Region. Jeder hat seine Vor- bzw. Nachteile. Am liebsten wäre mir ein R-Strap mit Stahldraht und dem kugelgelagerten Kameraanschluss vom Sniper-Strap. À propos … Bei beiden Gurten steht dieser Teil, welcher ins Stativgewinde gedreht wird, recht weit heraus, wodurch die Kamera nicht mehr so sicher auf dem Tisch liegt und was mir nicht so gut gefällt.

Aber wie ist das denn bei euch? Habt ihr einen Favoriten bezüglich des Tragegurts? Vielleicht gibts ja noch einen, der mehrere Vorteile in sich vereint?

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Kategorie: Produkte

Kommentare

Jochen sagt:

Ich habe den Sun Sniper “THE PRO” Steal & Bear seit Oktober 2010 und hatte ihn bereits auf Städtetour in Barcelona dabei. Somit war er quasi 4 Tage im Dauereinsatz. Nachdem ich ca. 1 Tag brauchte, die für mich optimalste und angenehmste Länge und Trageposition herauszufinden, wollte ich den Gurt nicht mehr missen. Verrutscht ist er mir übrigens nie oder ich habe es nicht bemerkt und somit nicht als Kritikpunkt aufgefasst.

Einem Kollegen habe ich den Gurt im Anschluss für seine 10-tägige Schiffskreuzfahrt ausgeliehen, wo es bekanntlich auch einige Städtetouren gibt. Auch er fand den Gurt so gut, dass er ihn gleich behalten und mir einen neuen bestellt hat.

LG vom Jochen

Steffen sagt:

@Jochen: Eventuell verrutscht er ja eher auf Winterkleidung? 🙂

Raik sagt:

Ich überlege schon seit längerem, mir einen dieser neuen Gurte zu holen, wobei mich die Preise bisher ein bisschen abgeschreckt haben. Zudem gibt es einige Berichte im Internet, wo die Kamera sich von der Halterung gelöst hat. Deshalb suche ich noch genauso wie du nach der eierlegenden Wollmilchsau;)

LG

Raik

Steffen sagt:

@Raik: Kann mir bei beiden Gurten nicht vorstellen, dass bei sachgerechter Anwendung, sich die Kamera löst. Hast du einen Link?

Jochen sagt:

@Raik: Was du meinst, bezieht sich auf die (alten) Befestigungssysteme mit dem Karabinerhaken. Beim kugelgelagerten Verschluss des hier getesteten Gurts, kann das eigentlich nicht passieren, da hier nichts sperrt (ständiger Rundlauf möglich).

Thomas sagt:

Ich habe den Sun Sniper „Pro Steel & Bear“ auch seit einigen Tagen und bin vollkommen begeistert.

Einen direkten Vergleich zum R-Strap habe ich nicht – muss aber sagen, dass mir die Befestigung vom Sun Sniper den besseren Eindruck macht. Vorteil des R-Strap ist, dass man die Kamera schneller vom Gurt lösen kann.

Was mir beim R-Strap auch gut gefällt ist die optionale Befestigung in Kombination mit einer Wechselplatte, was einen schnellen Wechsel ermöglicht.

Ich besitze einen Sun-Sniper mit Karabinerhaken. Der Haken ist am Riemen drehend gelagert und ich hatte bisher noch nie Angst, dass mir meine nicht ganz leichte Kamera auch mit dem Tele herunterfällt. Was man bei allen Konstruktionen in Abständen mal prüfen sollte ist, ob die Schraube die man in das Stativgewinde der Kamera schraubt, noch immer festsitzt. Dann kann an sich nichts passieren.

Meinen Sniper möchte ich nicht mehr missen, habe ihn jetzt seit anderthalb Jahren im Einsatz und würde ihn jederzeit wieder kaufen.

Bernhard sagt:

Ich verwende den Sun-Sniper mit dem Karabiner. Bin sehr zufrieden damit. Allerdings verkratzt der Karabinder die kamara schon sehr. Drum verwende ich inzwischen ein Novoflex MiniConnect. Damit kann ich die Kamera auch schnell lösen und auf ein Stativ setzen.

Trotzdem wäre es super, wenn ich den Karabiner durch den Stell&Bear ersetzen könnte.

Bernhard

sr sagt:

Dito mit Christian, nie mehr ohne unterwegs…Halsgurte nerven einfach nur.

Bernd sagt:

Ich hatte mir auch schon kurz nach dem Kauf meiner Kamera einen Sun-Sniper gegönnt und es war gleich eine sinnvolle Investition. Der Tragekomfort ist doch viel angenehmer als mit dem mitgelieferten Kameragurt. Durch meine Größe hatte ich mit dem mitgelieferten Gurt auch immer Probleme beim Tragen, da ich diesen eigentlich nur um den Hals tragen konnte. Gerade bei schwereren Kombinationen ist das sehr störend und schmerzend.

Der Sun-Sniper verrutscht mir auch hin und wieder, wobei das häufiger vorkommt, wenn ich dickere Klamotten trage. Ansonsten ist der Tragekomfort super, aber ich habe leider keinen Vergleich zum R-Strap. Ich hatte mich damals für den Sun-Sniper entschieden, da mir die Befestigung der Kamera mehr zugesagt hat. Ich habe aber auch eine Weile gebraucht, bis ich dieser vertraut hatte 🙂

Herr Olsen sagt:

Ich hab mir vor nem Jahr so ein Ding aus nem Laptoptragegurt gebastelt.
Dank Karabiner kann ich die Kamera ruckzuck lösen und das Stativgewinde bleibt dank Öse am Batteriegriff immer frei.
Kostenpunkt: 0 Euro (alte Laptoptasche war vorhanden), Zeitaufwand <10 Minuten.

Steffen sagt:

@Herr Olsen: Auch nicht schlecht. Das mit dem Stativgewinde stört mich nicht weiter, da ich eh kein Gurt dran haben mag, wenn ich die Kamera auf dem Dreibein habe.

Marcus sagt:

Ach nett. Ich selbst nutze den R-Strap dank dem Review hier. Zusammen mit dem Manfrotto Adapter, der selbst mit Platte weniger aufträgt als der mitgelieferte.
Ich muss sagen das ich den Draht im sniper auch gern hätte. Die Versicherung selbst find ich irgendwie mehr Marketing, ich mein 400,- sind ja eigentlich nichtmal ne halbe DSLR.
Was bei mir für den R-Strap sprach war schlicht die Manfrotto Option.

Was meiner Meinung nach beiden fehlt is ne Art Backup Funktion die wirklich im Falle eines aushängens oder ausdrehens des Adapters den Sturz fängt.

Christian sagt:

Ich besitze den SunSniper jetzt seit ein paar Monaten und bin ziemlich begeistert. Das „kleine“ Problem mit dem verrutschen kenne ich zwar auch, aber die Vorteile überwiegen deutlich. Insbesondere bei einem Fotospaziergang durch die Stadt finde ich ihn super. Hände sind immer frei und mit ’nem 1ooer Macro inkl. Gegenlichtblende trägt er sich super. Manchmal fühl‘ ich mich wie John Wayne der seine Pistole zieht…;-). Bei kleineren Objektiven wie dem 50er passiert es mir manchmal, dass die Kamera nicht in der gewünschten Position bleibt. aber insgesamt: Daumen hoch!

Melanie sagt:

Ich habe den RS-W1 Women’s Strap und bin im Großen und ganzen sehr zufrieden. Die zwei Clips halten die Kamera gut an Ort und Stelle, man kann problemlos auch mal in die Hocke gehen ohne dass die Kamera nach vorne fällt; nur das Schulterteil verrutscht hin und wieder, wenn ich den ganz dicken Mantel anhabe. Damit kann ich aber gut leben.

Was mir neben dem viel besseren Tragegefühl der Straps besonders gut gefällt ist, dass andere die Kamera auf den ersten Blick gar nicht so wahrnehmen. Besonders auf meinem kürzlichen Trip nach London lernte ich gerade diesen Umstand sehr zu schätzen.

Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Straps habe ich nicht. Ich weiß aber, dass ich nie wieder einen normalen Halsgurt nutzen möchte 🙂

Ronny D. sagt:

Habe ich und geb ihn nicht wieder her.

hannesR sagt:

Jope!

I habe mir auch den R-Strap aufgrund deines Reviews hier und Feedback von Fotofreunden bestellt, und würde ihn nicht mehr hergeben.
Die Manfrotto Adapterplatte werde ich noch nachbestellen.

Ich kann 100% Empfehlung aussprechen!

LG Hannes

PS.: Das eingearbeitete Stahlseil finde ich gut, sowas sollte auch in meinem Gurt verbaut sein :-))

Julia sagt:

Ich bin seit einigen Wochen glückliche Sniper-Strap-Besitzerin und möchte dem Gurt nicht mehr missen.

Tobias sagt:

Hi, ich habe den R-Strap und ich bin sehr zufrieden mit dem Teil. Das erleichtert einem das Fotografieren ungemein. Noch ein Tipp für all diejenigen, die den R-Strap gerne auch mit einer Wechselplatte verwenden möchten, die nicht von Manfrotto ist. Von Spiderholster gibt es die Spider Pro Plate, die ans Stativgewinde geschraubt wird und anschliessend 5 weitere Gewindebohrungen bietet. Da lassen sich dann der Fastener vom R-Strap und ne Wechselplatte parallel nutzen. Habe es noch nicht ausprobiert, habe mir aber so eine Platte jetzt bestellt und dann in meinem Blog daon berichten. Auf Youtube gibts dazu auch ein Video. Guckst Du hier: http://www.youtube.com/watch?v=vCTvPR4qhSo

Steffen sagt:

@Tobias: Habe ich grad mal ausprobiert, aber ist mir aber irgendwie zu viel Zeuch unten dran. Aber schönen Dank für den Hinweis!

Uwe sagt:

Andere Gurte? Op/Tech. Was Anderes kommt mir nicht mehr ins Haus.

Sniper und R-Strap scheiden schon deshalb aus weil die Schraubverbindung am L-Bracket stören würde und man den Kram ständig abschrauben müsste, weil sonst das L-Bracket nicht mehr sauber in die Arca-Klemmung geht.

Die Schnittfestigkeit halte ich übrigens für nen Werbegag, mehr nicht. Wenn ein Dieb Deine unbedingt Kamera haben will, dann bekommt er sie auch. Da würde ich mich dann nicht auf unnötige Handgreiflichkeiten einlassen wollen. Und in gefährlichen Gebieten muss man das Ding auch nicht „klau mich“-schreiend am Rücken tragen.

Thomas sagt:

OP/Tech ??? Ein schneller Blick auf deren Angebot zeigt mir 25 Produkte – eine konkretere Bezeichnung Deinerseits wäre hilfreich.

Andererseits sieht es für mich auf den ersten Blick aus, als ob diese Gurte alle oben an der Kamera befestigt werden. Und das war für mich der Hauptgrund mich für einen Gurt zu entscheiden, der eben unten an der Stativschraube angebracht wird.

Frank sagt:

Die Kugelgelagerte Schraube hat leider den Nachteil das man nicht mit einem Blick darauf sehen kann ob sie sich gelöst hat, das ist bei den Blackrapid FastenR-3 (FR-3) Schrauben sofort der Fall,vorausgesetzt man merkt sich den Winkel der Schraube. ( Bei mir meist parallel zur Sensorebene)
Ferner stört mich bei Sunsniper die doch recht strickte Stativadapter- Verweigerung, wie man hier nachlesen kann, dort äussert sich Peter Geller selber zum Thema : http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=525882&highlight=sun+sniper&page=81

Ich bin oft genug mit Stativ unterwegs und muss zwangsläufig des öfteren zwischen Freihand und Stativ wechseln, da ist mir das ewige rein und rausschrauben zuviel Arbeit.

Gruß Frank

Uwe sagt:

@Thomas: Ich verwendet hauptsächlich die OP/Tech Pro Straps an meinen Kameras. Ob man nen Gurt mit oder ohne Steckverschluß haben will ist natürlich Geschmackssache.

Was spricht gegen nen Gurt der an den Kameraösen befestigt wird? Mit kurzen, leichten Linsen liegt die Kamera flach auf der Kamerarückseite am Körper an. Mit ner langen Tüte dreht man senkrecht hängende Kamera um 180°, so dass das Prisma am Körper liegt. Dann steht da auch nix ab und lässt sich sehr bequem tragen.

Ich sehe in dem Gebammel wie beim Sniper oder R-Strap außer dem höheren Coolness-Faktor keinen Vorteil.

Claus sagt:

Hab‘ den Sunsniper (irgendeinenen kleinen) und bin eigentlich recht zufrieden. Hänge denn Karabinet in die Schraublasche von der Manfrotto-Schnellwechselplatte ein.
Dabei zwei Kritikpunkte:

Mit Manfrotto-Schnellwechselplatten harmoniert der Karabiner nur bedingt. Die Schraubsicherung hat nur einen sehr kurzen Bereich, wo sie nicht mehr schliesst und noch nicht klemmt. Nur dann kann sie von der Schnellwechselplatte abgemacht werden.

Bei häufigem aufnehmen, anhängen kann sich der Manfrotto-Adapter lösen. Erkennt man leicht und schraubt man auch rasch wieder an, ist aber lästig.

Deine Feststellung, dass der Gurt in der Fototasche etwas zu dick aufträgt kann ich voll unterschreiben. Auch lästig: Bei der Manfrotto-Platte steht nach tragen gerne die Schraublasche raus und macht das ganze noch fummeliger einzulegen in den Lowepro Stealth Reporter.

Größter Vorteil ist m.E. dass die Kamera tatsächlich recht schnell in die Hand flutscht und kein Band oben an der Kamera rumfliegt und sich vor Sucher, Bedienelemente etc. setzt.

Fazit: Kann man schon dranmachen, ist net schlimm.

Servus,

mein Favourite ist der Blackrapid Kameragurt, der Sunsniper, zumindest die Leder-Version hatte mir nicht so gut gefallen, wie ich auch in meinem Foto-Blog dargelegt habe:
http://www.ares-foto.de/blog/sniper-strap-the-pro-leather-im-test/sunsniper-leder-gurt-schulterstueck/

Gruß, Sebastian

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