10.09.2008 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Peter Nitsch – Bangkok

Das Herz des Fotografen Peter Nitsch schlägt für Asien. Er verbringt viel Zeit in Thailand und hält seine Eindrücke dort mit der Kamera fest. Dabei ist in ihm der Wunsch gewachsen, einen Fotoband über Bangkok herauszugeben. Mittlerweile hat der diese Idee in die Wirklichkeit umgesetzt. Ich hatte die Gelegenheit den Band in Ruhe anzuschauen und bin wirklich begeistert. Er hat in mir die Neugier für eine Stadt geweckt, wie sie gegensätzlicher wohl nicht sein kann.

Wenn du möchtest kannst du hier ein Exemplar dieses Fotobandes gewinnen. Dazu aber später mehr.

Um den Mann hinter der Kamera etwas besser kennenzulernen, habe ich ein kurzes Interview mit ihm geführt:

Hallo. Kannst du dich bitte kurz vorstellen?
Hallo Steffen, gerne, dann legen wir mal los. Mein Name ist Peter Nitsch, ich lebe und arbeite in München und Bangkok. Zu 80% befinde ich mich zeitlich in München, die restlichen 20% in Bangkok. Ich fliege nach Bangkok, wann immer es zeitlich passt. Ich habe also keine festen Termine und Zeiten, an denen ich immer nach Bangkok fliege. Jedoch bin ich schon recht oft an Dezember und Januar in Thailand.
Ich habe Kommunikationsdesign an der FH München, mit Schwerpunkt Fotografie, studiert. Nach meinem Studium arbeitete ich in der Designabteilung von ProSieben und danach selbständig als freier Art-Director für Universal Studios Deutschland und 13th Street. Als Fotograf arbeitete ich lange Zeit „nebenher“, da ich hauptsächlich meinen Lebensunterhalt mit Design verdiente. Was mir jetzt natürlich auch zugute kommt …

Das klingt wahnsinnig spannend. Wie hast du deine Leidenschaft für Thailand entdeckt?
Ein Asien-Fan im Allgemeinen war ich schon immer. Ich komme aus einer kleinen Stadt in Bayern und bin dort, wann immer es ging, zum damals einzigen China-Restaurant essen gegangen, habe mir in der Videothek Kung-Fu ausgeliehen und nach der Schule gab es oft Reis. Hört sich zwar ein wenig schräg an, aber ganz so „fanatisch“ war es dann auch wieder nicht, aber ich fühlte mich von der asiatischen Seite schon sehr angezogen … Die Leidenschaft für Thailand im Speziellen habe ich erst viele Jahre später durch meine Frau entdeckt und schätzen gelernt.

Ich kann mir vorstellen, dass Thailand landschaftlich sehr interessant ist. Gehst du auch außerhalb von Bangkok fotografieren?
Auf jeden Fall. Dabei verhält es sich ebenso wie in Deutschland – der Norden ist landschaftlich wie mental völlig anders als der Süden – und das ist das Schöne daran.
Im Süden Thailands sprechen die Leute viel schneller als im Norden.

Wenn du in Thailand unterwegs bist, ist dann die Kamera dein ständiger Begleiter?
Die Kamera ist fast immer dabei. Das Buch „Bangkok“ hatte ich aus persönlichem Interesse noch auf Film fotografiert. Ich habe dazu eine alte Hasselblad 503CW und die Hasselblad X-Pan benutzt.
Beide Kameras waren ständig bei mir. Ich wollte mich bewußt langsam fortbewegen und Dinge entdecken. Was natürlich mit Digitalfotografie auch funktioniert, aber trotzdem ist das Fotografie-Verhalten anders, nicht schlechter, aber eben anders. Ich bin auch ein Digitalfreund, da ich ja im Alltag sehr viel mit Digitalkameras fotografiere und den Einzug der Digitalfotografie sehr schätze, da dies schon einige Vorteile mit sich bringt.

Gibt es einen Bereich in der Fotografie, den du favorisierst?
Ich fotografiere gerne Portrait und Stilleben. Landschaft und Architektur sind nicht wirklich meine Stärken.

Du hast ja geschrieben, dass das dein erster richtiger Fotoband ist. Wie kam es eigentlich dazu?
Ich habe zwar schon vorher ein kleines Fotobuch mit dem Titel „Moneypenny the Dog“ herausgegeben, das Buch „Bangkok“ jedoch, finde ich, kann man als richtigen Fotoband bezeichnen. „Moneypenny the Dog“ ist ein Schwarzweiß-Portrait über einen einzigen Hund, meinen, im Stile von Elliot Erwitt. Jedoch hat Elliott Erwitt eben verschiedene Hunde „wahllos“ fotografiert und in meinem Buch ist es eben ein Hundeportrait, so wie man es eigentlich über einen Menschen machen würde. Kein einziges Foto ist gestellt.
Zum Bangkok Buch, zur Idee kam ich vor ca. 5 Jahren, als ich meine erste Bangkok Reise unternahm. Zuerst fotografierte ich als Urlauber und seither hat die Faszination zu Bangkok nicht nachgelassen und da dachte ich mir, da es so gut wie keinen Bildband über Bangkok gibt, es wäre an der Zeit.

Sind Arbeiten von dir im Internet zu finden?
Kaum, da die meisten Auftragsarbeiten für Image-Broschüren fotografiert sind. Vertreten bin ich durch die Bildagentur www.deepol.com und im November findet aktuell eine Doppelausstellung mit den Bangkok-Fotografien zusammen mit Thomas Kalak statt. Thomas hat auch das Thema Thailand behandelt, aber sich mit Objekten beschäftigt. Sein Buch erschien auch bei rupa publishing. Zusammen gibt das ein großes Ganzes, zu sehen bei der Eröffnung am Donnerstag, den 6. November in der „kulturreich Galerie Hamburg“, Wexstraße 28, 20355 Hamburg. Die Ausstellung dauert vom 7. November – 2. Dezember 2008. Meine Nichtkommerziellen Bilder befinden sich hauptsächlich in Privatbestitz und Sammlungen.

Vielen Dank für das Interview!

Peters Fotoband findet großem Anklang und ist bereits für verschiedene Preise nominiert, wie z.B. für den deutschen Fotobuchpreis oder die Hasselblad Masters. Außerdem belegt er den 3.Platz im International Photography Award 2008. Und das bei 22.000 Einsendungen aus 24 Ländern!

Nun aber zur Verlosung. Wenn du eine Ausgabe dieses Bildbandes gewinnen möchtest, melde dich bis zum 21.September mit einem Kommentar unter diesem Beitrag. Unter allen Kommentatoren wird ein Exemplar des Fotobands verlost. Viel Glück!


Aufs Bild klicken, um die Serie zu öffnen (4 Fotos) .

BANGKOK
Deutsch / Englisch
132 Seiten
24 x 32 cm
Hardcover
ISBN: 978-3-9809430-7-9
rupa publishing

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