23.09.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

photokina: Bilder, Objektive, Menschen

Am Dienstag waren Besim und ich dort und als wir uns dann wieder voneinander verabschieden mussten, waren wir uns einig, dass ein Tag viel zu kurz ist, um alles was einen interessiert, mitnehmen zu können. Wir hätten uns z.B. gern noch die Greifvogelschau und die Unterwasserwelten in Ruhe angeschaut. Außerdem hätte ich mir auch gewünscht, nach der Messe die Eindrücke vom Tag mit Besim, Hannes und Paddy Revue passieren zu lassen. Aber der Flieger wartete und nachdem ich um fünf Uhr aufgestanden bin, war ich froh, mich um 22.00 Uhr auf die Couch fallen lassen zu können.






Die neuen Geräte der großen Hersteller kennen wir ja schon seit ein paar Wochen. Allerdings jetzt eine Canon 60D in die Hand nehmen und ausprobieren zu können, war schon spannend. Rein haptisch ist der 50D Nachfolger aber eher eine Enttäuschung. Die Bedienelemente wirken zu einfach und wackelig. Knöpfe wie ISO, AF-Drive, usw. in der Nähe des Auslösers sind schwer ertastbar und somit nur noch bedingt beim Visieren durch den Sucher bedienbar. Das Display dagegen machte einen guten Eindruck. Es ist hochauflösend, hell und kontrastreich.


Statt mit CF-Karten, wird die 60D nun mit SD-Karten betrieben. Wirkt komisch, birgt aber Vorteile. So kommt man z.B. in den Genuss, Eye-Fi Karten einsetzten zu können, welche Features wie WLAN Übertragung oder GEO-Tagging der Fotos bieten. Außerdem war für mich interessant, wie sich die Neue bei den höheren ISO-Werten schlägt. Zum Glück hatte ich eine passende Karte zur Hand und so entstand eine kleine ISO-Reihe. Hier die JPEGs direkt aus der Kamera.

ISO 400 ISO 1600 ISO 3200 ISO 6400

Kann sich sehen lassen, wie ich finde. Nebenbei haben wir dort am Stand (nicht ganz zufällig) die Jeannine nebst Verlobten Andreas getroffen. Verrückt daran war, dass ich mit den beiden schon im Flugzeug saß, es aber nicht gemerkt hatte. dafür aber auf dem Rückweg rein zufällig wieder in der gleichen Bahn mit ihnen gelandet bin. Wenn ihr wissen wollt, wie Jeannine die Messe erlebt hat und warum sie eine Lomo geschenkt bekommen hat, dann schaut doch mal auf abgelichtet.com vorbei.


Nach der Canon haben Hannes und ich dann noch eine Kamera ausprobieren können, die nur ganz unwesentlich teurer ist, als eine normale DSLR. Ihr ahnt es sicher schon, die Rede ist von einer Mittelformatkamera, genauer gesagt eine Hasselblad. Bei der Vorführung ging es darum, das neue Feature „True Focus“ zu präsentieren. Hierbei korrigiert die Kamera ggf. den Fokus, wenn das anvisierte Objekt nach dem Umkomponieren unscharf geworden sein sollte. Etwas schade war, dass ich hier nicht meine eigene Speicherkarte verwenden konnte, denn die Beurteilung der Schärfe macht sich auch auf dem Display einer Hasselblad nur bedingt gut. Aber das Kalunk beim Auslösen klingt schon beeindruckend 😉

Bei Wacom am Stand trafen wir zwei recht bekannte Gesichter. Calvin Hollywood hielt grad einen Vortag und ganz in der Nähe stand Robin Preston. Besim war aber dort in seinem Element und ließ sich das Intuos4 von dem freundlichen Standbetreuer erklären.

Foto Walser präsentierte unter anderem ein 85mm/1.4-Porträtobjektiv, das wir uns aus der Nähe anschauen wollten. Dieses Modell ist für den preisbewussten Endanwender konzeptioniert. Es kommt zwar ohne Autofokus, dafür aber sensationell günstig für 299 Euro daher. Wir hoffen, euch das Objektiv bald etwas genauer vorstellen zu können.

Auch bei Tamron gab es ebenfalls neue interessante Objektive. Mein Interesse galt dem neuen 70-300mm mit Bildstabilisator und Ultraschallmotor. Rein äußerlich macht das Tele einen sehr soliden Eindruck. Wie die inneren Werte sind, werde ich sicher auch demnächst schreiben können.

Ein weiterer Anlaufpunkt war der Messestand von Nodal Ninja, wo Paddy und ich unseren vorbestellten Nodalpunkt-Adapter abholen wollten. Dabei entdeckten wir die Girocam, eine 360°-Kamera, über die Paddy ausführlicher geschrieben hat.

Fuji punktete ganz deutlich mit der X100, welche einen 12 Megapixel APS-C Sensor in sich trägt, ein 23mm (35mm auf Kleinbild gerechnet) Objektiv mit Blende 2 und eine Naheinstellgrenze von 10 Zentimeter hat. Alles gar nicht schlecht, aber am attraktivsten ist wohl das Retro-Design, welches stark an die klassischen Messsucherkameras erinnert. Die Kamera soll Anfang 2011 auf den Markt kommen und ca. 1000 Euro kosten.

Eine interessant Anwendung zeigt der Arbeitskreis Digitale Fotografie. Dort erstellt man, mit vielen um das zu fotografierende Objekt aufgestellten Kameras und der Hilfe von Flash, ein animiertes 3D-Bild. Das zielt z.B. auf die Präsentation von Kleidungsstücken in Onlineshops ab. Hannes fands spannend und hat sich als 3D-Model zur Verfügung gestellt. Sieht man gleich, dass er schon Bühnenerfahrung besitzt, denn normalerweise hoppst er nur für Mister Winterbottom in die Höhe. Weitere witzige 3D-Fotos finden sich hier.

So sammelten wir eine Menge Eindrücke und waren zum Schluss der einhelligen Meinung, dass sich er Besuch in Köln auf jeden Fall gelohnt hat.

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Kategorie: Allgemein

Kommentare

Olli sagt:

Klasse Sprung, was der Hannes da hingelegt hat! 🙂

Vielen Dank für diesen Bericht. Bin schon sehr auf Morgen gespannt, wenn ich auf der Photokina bin. Auf die Idee, ein eigenes T-Shirt zu machen, bin ich nicht gekommen… bin Undercover unterwegs! 🙂

Steffen sagt:

@Olli: Du kannst dir noch ein Shirt direkt auf der photokina drucken lassen 🙂 Wünsche dir viel Spaß!

Matthias sagt:

Willkommen zurück.
Morgen bin ich dran, aber ich denke bei mir reicht 5:30 Uhr aufstehen ^^ Und ich hab zum Glück ne Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe von Köln und komme erst Sonntag wieder.
Tja, nach anfänglicher Euphorie scheint es außer dem Klappdisplay bei der 60D kaum Gründe zum Umstieg von der 50D zu geben … Evtl. mach in dann auch lieber irgendwann den Sprung ins Vollformat und warte auf die 5D Mark III. Muss nur schonmal anfangen zu sparen ^^

zoomyboy sagt:

Schade das ihr kein Video gemacht habt! Laufende Bilder sind bei so einer Messe doch noch mal cooler als Bilder.

Besim sagt:

Hab ich mir auch schon gedacht, aber wir hatten einfach keine Zeit. Beim nächsten Mal, wenn Du dabei bist 😉

Ivan sagt:

Wo und wie genau kann man denn die T-Shirts drucken lassen? 🙂
Bin Samstag dort und extrem gespannt. Danke für die ersten Eindrücke.

Gruß
ivan

Steffen sagt:

@Ivan: In der Nähe des Haupteingangs.

Frank sagt:

Das ist einer meiner Gründe warum die Photokina ohne mich stattfinden muss, ich habe die Kraft einfach nicht in dieser Zeit. Danke für die Eindrücke im Blog, ich denke man bekommt doch noch einiges mit.

Gruß Frank

moni sagt:

Am Samstag werde ich zum ersten Mal im Leben die photokina besuchen und bin – ganz besonders nach Deinem interessanten Bericht – wahnsinnig gepannt. Die Vorstellung (alles) vieles selbst in den Händen halten zu dürfen, begeistert mich schon jetzt. Dein Artikel hat meine Vorfreude noch gesteigert 🙂
Lieben Gruss – moni

christof sagt:

Hej, cooler Bericht, finde es cool, dass Du die Belichtungsreihe gepostet hast =) den Unterschied zwischen 7d und d60 habe ich noch nicht ganz verstanden!? Ok Klappbares Display aber sonst doch relativ ähnlich oder sehe ich da was falsch?

Steffen sagt:

@Christof: Matthias hat ja eigentlich schon fast alles gesagt. Die 7D glänzt noch mit besserer Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse.

Matthias sagt:

Naja, die Unterschiede in den Modellreihen verschwimmen halt immer mehr, so dass man wirklich bald kaum noch durchblickt.
Die 7D hat halt noch das hochwertigere Magnesiumgehäuse, welches die 50D auch noch hatte. Zudem hat die 7D mehr Autofokuspunkte und untersützt noch CF, während die 60D nur noch SD untersützt.
Zudem hat die 7D bei der Serienbildgeschwindigkeit ein wenig die Nase vorn und stellt 100% des Bildes im Sucher dar.

Siehe auch http://www.heise.de/foto/produktdaten/kameras/spiegelreflex/compare/technische_daten?id=4789&id=33638 – hoffe der Link klappt

Coole T-Shirts 🙂 Ich bin auch nur anonym unterwegs … Heute war ich schon in der Visual Gallery. Die Fotoausstellungen sind immer ein Highlight der photokina. Morgen dann die Technikhallen. Die Finepix muss ich mir mal ansehen – so Retro ist bestimmt noch cooler als Eure Shirts … Und ne Hasselblad in Händen halten? Na mal schauen …

Steffen sagt:

@Martin Hülle: Ja wir sind überall aufgefallen 😉 Viel Spaß!

Rudolf Maier sagt:

Ich finde die T-Shirts auch Klasse! Ich selbst war auch dort und habe mir die Greifvogelschau angeschaut. War der absolute Hammer, habe dann mit meiner Canon eos 1000d entsprechende Fotos gemacht und gleich bei http://feinwand.de ein Foto auf Leinwand drucken lassen.

christof sagt:

@matthias & Steffe -Danke! Da wird es dann wohl eine 7d werden. So ein beweglicher Bildschirm ist mir nicht so wichtig bzw. wird bei mir in nicht allzulanger Zeit wahrscheinlich sowieso abbrechen 😉

Sandra sagt:

klingt nach einem gelungenen (wenn auch anstrengenden) Tag 🙂

Luiza sagt:

…ich war heute und erlitt grosse Schmerzen in der Canon – Arena. Aber auch bei Wacom und Sigma war es nicht leicht….
Allerdings muss ich sagen, dass ich ausser einer Vorstufe zum Kaufrausch, wenig Inspiration erfahren habe…
Morgen gehts wahrscheinlich nochmal hin, wir suchen eine Lichtschranke*g*

Jo K. sagt:

Der Vorteil, wenn man erst am Wochenende auf die Messe kann, ist eindeutig, dass man sich schon einbischen die Highlights erzaehlen lassen kann 🙂 Denn auch bei mir wird es diesmal wieder nur fuer einen Tag reichen (naemlich morgen *g*) und ich werd auch (wie vor zwei Jahren) feststellen, dass das viel zu wenig Zeit ist 🙂
Danke fuer den Bericht und schoenes Wochenende!

Sie richtige Hammer konnten wir in dieser Woche auf der Messe nicht entdecken. Einige neue Ansätze und wenig wirklich herausragendes. Vielleicht die Girocam mit 30MB – wer im Bereich Panoramafotografie und 360 Grad Aufnahmen arbeitet, sollte sich die Girocam unbedingt ansehen. Gruß aus Köln, dirk

Guido sagt:

Geo-Tagging mit Eye-Fi-Karten kann man vergessen. Es können nur Koordinaten ermittelt werden, wenn bekannte WLANs in der Nähe erkannt werden und selbst dann ist es wesentlich ungenauer als Geo-Tagging via GPS.

In amerikanischen Großstädten funktioniert das noch leidlich, weil dort die meisten WLANs gut erfasst sind. Wenn ich schaue, wo ich üblicherweise fotografiere, dann werde ich damit nicht mal 1 Prozent meiner Fotos mit Geo-Tags versehen können.

Cool wäre es, wenn die Eye-Fi-Karten auch Bluetooth beherrschen würden, dann könnte man sich eine kleine GPS-Maus (halbe Streicholzschachtel) in die Hosentasche stecken, die Eye-Fi-Karte greift dort die Koordinaten ab und schreibt sie direkt in die JPEG- und RAW-Files.

Steffen sagt:

@Guido: Ach, die Taggen das mit Hilfe des WLANs? Wieder was gelernt. Thx!

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