28.10.2009 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Porträts mit dem Lensbaby-Composer

Ab und zu ist man gezwungen, Porträts nicht mit den klassischen Brennweiten wie 85mm oder 135mm – es gibt Fotografen, die noch höhere Brennweiten bevorzugen – zu fotografieren. Erst letztens ist mir das passiert, als ich ein 20mm auf meiner Kamera hatte und dann plötzlich noch den einen oder anderen Kopf fotografieren sollte – kein Problem, wenn man nah genug an das Gesicht geht und nichts gegen langgezogene Köpfe hat 🙂



Als ich vor ein paar Monaten auf dem Serengeti Music Festival für die hiesige Zeitung und ein Online-Portal fotografierte, hatte ich auch die Aufgabe, ein paar Porträts der Festival-Besucher zu machen. Während des Festivals hatte ich die ganze Zeit nur den Lensbaby-Composer mit den Blendenringen 2,8, 4 und 5,6 auf der Kamera und kein anderes Objektiv dabei.

Schickes Pärchen



Der Composer kann in alle Richtungen gestellt werden. Dabei verschiebt sich auch der Schärfepunkt. Umso reizvoller war die Aufgabe, wenigstens die Augen der Personen richtig scharf zu stellen und alles andere in Unschärfe verlaufen zu lassen.

serengeti-2

Im Fotograben vor der Bühne gestaltete sich die Aufgabe, Porträts zu machen um einiges schwieriger. Sich schnell bewegende Bandmitglieder oder Festival-Besucher, die nicht mal eben ruhig hielten und die vor der Absperrung die Wiese rockten, waren gerade gegen Mitternacht in der Dunkelheit schwierig einzufangen. Fast blind habe ich dieses Porträt gemacht:

Afro

Der Gesichtsausdruck des Jungen hat mich beeindruckt. Um dem Foto noch mehr Stärke zu verleihen, habe ich später noch die eine oder andere Textur mit eingearbeitet.

Im Scheinwerferlicht

Leider weiß ich nicht mehr, wie der Typ an der Gitarre heißt oder zu welcher Band er gehört (ich glaube, es sind die Donots), aber es war eine super Erfahrung, ihm und anderen mit dem Composer hinterher zu haschen und im richtigen Moment scharf zu stellen und den Auslöser zu drücken. Auch neben all den anderen Fotografen zu stehen, die mich am ersten Abend des Festivals noch wegen des Composers belächelten und am zweiten Abend neugierig darüber ausfragten, war super.

Composer-Porträts gehören sicherlich nicht zum Regelwerk guter Porträtfotografie, aber ich finde, dass der Effekt den Gesichtern und dem Umfeld ein ganz besonderes Gefühl verleiht, als man es sonst von Porträts gewohnt ist. Das beste Objektiv ist eben das, das Du bei Dir hast. Gib noch eine Prise Kreativität oben drauf und Du machst Porträts, die mal ganz anders sind – das ist meine Erfahrung.

Gibt es außergewöhnliche Objektive, mit denen Du Dich mal an Porträts versucht hast?
Du kannst gerne von Deinen Erfahrungen erzählen und auf Deine Porträts verlinken.

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Kategorie: Fotogeschichten

Kommentare

Steffen sagt:

Mir gefallen die Aufnahmen mit dem Lensbaby. Vor allem bei bewegten Motiven, wie dem Gitarristen bringen sie ne Menge Dynamik ins Bild.

Dino sagt:

Ich kann mich Steffen nur anschließen. Das letzte Foto ist der Hammer! Es strahlt eine derartige Dynamik aus, gepaart mit dem Blick des Musikers, einfach klasse.
Außerdem wirkt es auf mich überhaupt nicht gestellt und das obwohl der Gitarrist, dem Blick nach zu urteilen, schon bewußt direkt in Deine Kamera geschaut hatte – mit diesen Bildern zwingt sich der Fotowettbewerb auf Fotoholiker ja förmlich auf 😉

Luiza sagt:

Sehr gelungene Bilder! Ich probiere gerade auch damit, macht richtig Spass:-)

Viele Grüsse!

Luiza

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