21.07.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Pssst… Sie, jaaaa Sie, Herr Frandsen…


…können Sie mir bitte für fünf Minuten ihre Aufmerksamkeit schenken??? Warum? Na da muss ich ein wenig ausholen. Es ist ja bald wieder photokina, nicht wahr? Und Canon ist ja bei den DSLRs ganz gut im Rennen, denke ich. Sie auch? Gut! Aber wenn ich so auf die letzten Modelle zurückblicke, vermisse ich wirkliche Innovationen. Sicher gibt es bei den Kameras auch viele konservative Käufer, die man mit Neuerungen nicht überfordern sollte. Aber das ist ja auch kein Grund, auf der Stelle zu treten, oder? Was meinen Sie? Und die Konkurrenz schläft auch nicht.

Na gut. Ich red mal weiter. Ich als Hobbyfotograf mit einer Canon DSLR bin eigentlich regelmäßig enttäuscht, wenn ein neues Model in einer Serie „nur“ mit mehr Megapixel, mehr Fokussensoren, mehr ISO, größerem und hochauflösenderen Display aufwarten kann. Also ehrlich, das ist ziemlich langweilig. Wie meinen Sie? Unter der Haube tut sich auch noch was? Schnellerer Prozessor? Intelligentere Software? Jaja, aber, naja, da geht doch noch mehr.

Nehmen Sie sich mal ein durchschnittliches Mobiltelefon. Was da alles auf kleinstem Platz untergebracht ist. WLAN, GPS, GSM usw. Ich finde, sowas muss heutzutage auch in einer modernen Kamera stecken! Ich möchte nicht mehr meine Bilder über ein Kabel übertragen. Selbst mein Drucker für unter hundert Euro funktioniert tadellos kabellos. Und wenn doch mal mit direktem Anschluss, dann wenigstens mit einem modernen Bus, wie USB 3.0. Ja, und warum soll ich Zubehör kaufen, um z.B. Geodaten in die Fotos zu bekommen, oder einen Blitz fernauslösen zu können. Ich finde, das sollte eine moderne Kamera von Hause aus können. Also wirklich. Achja und das Infrarotmodul, dass können Sie dafür endlich mal abschaffen. Das habe ich noch nie benutzt, da ist mir ja selbst der Kabelauslöser lieber.

Aber selbst ohne neue Hardware in die Kameras zu bringen, könnte man eine Menge verändern. Angefangen bei den Belichtungsreihen, die bei den DSLRs aus ihrem Hause fix auf die Anzahl drei begrenzt sind. Genauso gehört in jede vernünftige Firmware von Hause aus die Möglichkeit, gesteuerte Serienaufnahmen (z.B. für Zeitraffer) zu machen. Die Konkurrenz machts bereits vor. Und beim Thema Software kann man auch von den Handyherstellern lernen. Wäre es nicht toll, wenn eine große Community Programme erstellen würde, die den Einsatz der Kameras noch effektiver macht? Angefangen über den DOF-Rechner, über Notizbücher für Studiosetups bis hin zur rudimentären Bildbearbeitung.

All diese Vorschläge waren jetzt nicht sonderlich kreativ. Die Technik wird in anderen Bereichen schon eine Weile eingesetzt und es wundert mich, dass ich noch immer vergeblich darauf warte, dass es bei den Kameras endlich mal so weit ist. Es wäre toll Herr Frandsen, wenn Sie da in den Entwicklungsabteilungen mal ein bissel frischen Wind einhauchen würden. Ich stehe Ihnen da auch gerne mir Rat und Tat zur Seite. Es sind ja noch zwei Monate Zeit bis zur Leitmesse. Vielleicht schaffen wir bis dahin noch was 😉 Fände ich Klasse!

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Kategorie: Allgemein, Fotografie
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