14.03.2008 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Rote Rosen – Theodor Storm



Wir haben nicht das Glück genossen
In indischer Gelassenheit;
In Qualen ist’s emporgeschossen,
Wir wussten nichts von Seligkeit.

Verzehrend kam’s in Sturm und Drange;
Ein Weh nur war es, keine Lust!
Es bleichte deine zarte Wange
Und brach den Atem meiner Brust.



Es schlang uns ein in wilde Fluten,
Es riss uns in den jähen Schlund;
Zerschmettert fast und im Verbluten
Lag endlich trunken Mund auf Mund.

Des Lebens Flamme war gesunken,
Des Lebens Feuerquell verrauscht,
Bis wir aufs neu den Götterfunken
Umfangend, selig eingetauscht.
___________________________________

Diese Rose als

Bei Google empfehlen:

Kategorie: Allgemein

Kommentare

Artes Hochzeitsfotograf sagt:

Hi,
sehr schönes Gedicht!
Mfg,
Artes

RSS-Feed zu diesem Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Über neue Kommentare per E-Mail informieren.

© 2007 - 2016 lens-flare.de – Fotografie Blog is proudly powered by WordPress.