28.01.2011 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Studiofotos ohne Studio




Wir haben ja schon festgestellt, dass uns momentan ein wenig die Lust am Fotografieren fehlt. Hauptgrund hierfür sind offensichtlich die momentan wideren Umstände unserer Außenwelt. Früh dunkel, kalt und nass, nein so macht das alles keinen Spaß (ohje auch noch ein Reim 😉 ). Der Profi hat noch die Gelegenheit, seine Lust am Handwerk im Studio auszuleben. Doch was macht der Hobbyist?

Eine ganz einfache Möglichkeit für deutlich unter zehn Euro an ein Ministudio zu gelangen, ist der Styrocube, von dem ich das erste mal bei Daniel im Blog gelesen habe. Das Ding wurde direkt nachgebaut und mittlerweile erfreue ich mich regelmäßig daran. Grad für Produktfotos, liefert er bereits mit einem Blitz erstaunlich gute Aufnahmen. In den letzten Tagen hatte ich mal wieder Lust, ein paar Bilder von einem unserer Aquariumsbewohner zu machen und verwendete hierfür folgendes Styro-Setup.




Da der Guppy gerade mal 3 cm groß und andauernd in Bewegung ist, musste ich mit einer etwas größeren Brennweite arbeiten. Die meisten Fotos sind mit meinem 105mm Sigma Makro gemacht. Nur die erste Aufnahme am Anfang des Artikels entstand mit einem 180mm Makro von Tamron.

Für solche Situationen verwende ich meist eine 1/160 Sekunde, das Maximum, was mit den Fernauslösern bzw. der Kamera möglich ist, damit sich Blitz und Verschluss sich nicht in de Quere kommen. Selbst für die Fotos aus geringster Entfernung kam kein Stativ zum Einsatz, weil man bei Fischen sehr schnell reagieren muss. Dafür habe ich mich aber auf dem Tisch mit dem Ellenbogen abgestützt, um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen.

Nur bei dem Foto mit dem kompletten Glas, bei dem der Guppy in vielen Posen gleichzeitig zu sehen ist, musst dann das Stativ herhalten. Die einzelnen Aufnahmen wurden von mir nachträglich mit der EBV zusammengefügt. Das gesamte Shooting hat ca. 15 Minuten gedauert, so dass der kleine Kerl recht schnell in seine gewohnte Umgebung zurückkehren konnte.

Wer von euch hat eigentlich auch so einen Styrocube bzw. was verwendet ihr, um kleinere Sachen „studiolike“ zu fotografieren?




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Kategorie: Fotografie

Kommentare

Latita sagt:

Cool. Ich hätte auch gern eine stabilere Box. Bisher hab ich weiße Acrylplatten aneinandergelehnt ^^

Was mich bei den Fischen jetzt aber dringend beschäftigt ist, ob du die angeblitzt hast.
Hab mal ein Tierfotografiebuch gelesen, in dem geraten wurde, Schmetterlinge kurz in den Kühlschrank zu packen, damit man sie in Ruhe ablichten kann, während sie wieder warm werden.
Finde das ziemlich abschreckend. Sie sollten nicht leiden, weil man ein schönes Foto will. 😡

Matthias sagt:

Schön geworden, schwieriger ist es aber ein „richtiges“ Aquarium, bzw. Fische darin abzulichten. Da tue ich mich echt immer schwer, sowohl zu Hause und erst recht im Tierpark oder Zoo-Aquarium …
Ich hab mir mal in der Bucht für nen paar Euro das Hama-Mini-Foto-Studio erstanden. Gabs glaube ich auch mal zu irgendeinem Foto-Zeitschriften-Abo und daher glaube ich auch oft dort zu kriegen.
Deine Konstruktion sieht aber auch echt toll aus, aber zerlegen kann man die wohl nicht oder nicht so oft? Hab nämlich immer irgendwie ein Platzproblem.
Und Dein armes Guppymännchen landet jetzt auch im Auktionshaus oder wofür sind die Produktfotos 😉

Daniel sagt:

Der „Urcube“ ist nach wie vor im Einsatz und verrichtet seine Dienste zu meiner vollstes Zufriedenheit 🙂
Für mich in erster Linie für Ebay ideal.

Steffen sagt:

@Matthias: Zerlegen lässt sich der Cube nur bedingt. Stört mich auch nicht, da ich genug Platz habe. Aber zum Mitnehmen wäre es schon nicht schlecht…
@Latita: Ja ich habe geblitzt. Indirekt und auf kleinster Stufe.

cgPhotography sagt:

Nette Fotos, aber deine Guppys haben Ichthyio (Weißpünktchenkrankheit) :(. Wahrscheinlich der Studiostress 😉

Steffen sagt:

cgPhotography: Danke für den Hinweis. Werde mich bezüglich der Krankheit mal schlau machen.

Steffen sagt:

@cgPhotography: Meinst du die weißen Punkte auf den Flossen beim letzten Foto? Das sind Sauerstoffbläschen 🙂

Daniel sagt:

Du solltest mal nen Polfilter testen… Grad beim letzten Foto sieht man die Reflektionen vom Glas sehr deutlich.

Ansonsten kann ich mir die Guppys sehr gut als 1m Druck an der Wand vorstellen. Kommt bestimmt extrem gut 🙂

Steffen sagt:

@Daniel: Ja hier und da ist eine Reflexion zu sehen. Dem Polfilter kann man aber nicht die Schuld geben, denn er war gar nicht auf dem Objektiv. Für meine Makros habe ich bisher keinen.

fotopunk sagt:

tja und jetzt noch 2 meter groß und 1 meter tief und breit – dann hast du die gleiche box die guido karp für seine portraits nutzt 😉

lg

Daniel sagt:

@Steffen : Das weiß ich doch. Ich meinte, das du es mal MIT Polfilter probieren solltest 😉

Markus sagt:

Interessante Sache. Aber bei mir ist es nicht das Wetter, sondern die Zeit.
Mein Favorit deiner Serie ist das letzte Bild, da mir die Wasesroberfläche und die leichte Spiegelung dem Bild unheimlich viel Spannung gibt.

Steffen sagt:

@Markus: Freut mich zu hören, denn genau das und dazu noch die Luftbläschen gefallen mir an dem Bild auch sehr.

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