28.03.2011 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Tierfotografie: Diesmal Rehe



Am Wochenende war ich mal wieder in meinem Wald unterwegs. Ich habe einen Walimex 2fach Telekonverter ausgeführt, von dem es in Kürze noch mehr zu lesen geben wird. Und wie das meistens so ist, wenn man mit keinen großen Erwartungen an einen Fotospaziergang herangeht, passiert etwas Überraschendes.



Gleich am Anfang meiner Tour stieß ich auf einen Sprung Rehe, wie man in der Jägersprache sagt. Sie fraßen auf einem Rapsfeld die jungen Triebe ab und fühlten sich bei dem sonnigen Wetter sichtbar wohl.

Eines der Tiere übernimmt immer die Aufpasserrolle. Es ist besonders wachsam, horcht und riecht in alle Richtungen.

Auf diesen Beobachter muss man immer besonders acht geben. Sobald er flüchtet ist die ganze Herde auf und davon. Schaut er in eine andere Richtung, kann man sich bewegen, denn die anderen Rehe sind nicht so wachsam.

Also nutze ich die sich bietenden Gelegenheiten, um mich den Rehen vorsichtig zu nähern. Ein großer Vorteil war dabei auch, das ich Gegenwind hatte und so mein Geruch (nicht dass ich nicht reinlich bin 😉 ) nicht in ihre Richtung getragen wurde. Ich erreichte einen kleinen Hochstand, der mir prima Deckung bot.

An diesem Tag lief alles wirklich günstig für mich, denn die Herde kam meinem Versteck immer näher. Ich versuchte mich möglichst wenig zu bewegen, denn dann ist man für die Rehe quasi unsichtbar. Sie können nur ganz schlecht sehen.

Leider ist der Verschluss der Kamera nicht sonderlich leise, so dass die näher kommenden Rehe immer öfter in meine Richtung schauten. Dabei entstand auch dieses Foto:

So nah war ich einem Reh in freier Wildbahn noch nie!

Und trotzdem ich deutlich zu sehen war und auch „Krach“ mit dem Spiegel/Verschluss machte, ergriff das Reh noch immer nicht die Flucht. Bei einem Fuchs hatte ich das ja schon mal anders erlebt. Die Herde zog an mit vorbei und verschwand dann langsam im Wald.

Natürlich wäre es für die Aufnahmen noch besser, wenn das Feld saftig grün gewesen wäre und die Sonne etwas tiefer gestanden hätte, aber trotzdem habe ich mich über die unverhoffte Möglichkeit diesen wild lebenden und scheuen Tieren mal so nahe zu kommen, gefreut.

Bei Google empfehlen:

Kommentare

Olaf Herrig sagt:

Ja so ist das, Naturaufnahmen lassen sich selten planen! Da hast Du echt Glück gehabt! Und mir sind wieder nur Dampfloks vor die Linse gekommen! 😉

Blumen Karl Friedrich sagt:

Klasse Fotos. Was ist denn das für ein Objektiv?

Steffen sagt:

Ein Tamron 70-300mm. Diese hier.

Sebastian sagt:

Toll 🙂
Leider sieht man bei uns relativ wenig Rehe oder Füchse…
Ich wohne zwar in einer ländlichen Gegend aber irgendwie ist es hier etwas wie ausgestorben. 🙁

Aer schöne BIlder sinds alle mal, sie sollen ja auch nicht perfekt sein sondern an den Moment erinnern. 🙂

Marko sagt:

Wunderbar! Das ist eine einmalige Gelegenheit gewesen und die Fotos sind Klasse geworden. Farblich blenden sich die Rehe ja sehr mit der Umgebung. Noch nicht viel Grünes da, aber das kommt wohl bald. Superaufnahmen! Danke fürs Einstellen!

Gut, dass Du so ruhig geblieben bist!

Marko

RSS-Feed zu diesem Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Über neue Kommentare per E-Mail informieren.

© 2007 - 2016 lens-flare.de – Fotografie Blog is proudly powered by WordPress.