23.03.2009 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Timer-Fernauslöser

Wie ihr ja schon wisst, beschäftige ich mich seit ein paar Wochen intensiver mit Zeitraffern. Da, das Auslösen mittels Laptop und EOS-Utility nicht so zuverlässig funktionierte und auch recht umständlich ist, hatte ich euch nach Tipps für Timer-Fernauslöser gefragt und auch Zahlreiche bekommen.



Time-Fernauslöser




Enjoyyourcamera.com, das Versandhaus für Spezialzubehör, war so freundlich und stellte mir dieses Gerät für meine Canon 400D kostenlos zum Testen zur Verfügung. Auf diesem Wege herzlichen Dank dafür. Es handelt sich dabei um einen Kabelfernauslöser „deluxe“. Man kann so ziemlich alles programmieren, was man zum Aufnehmen von Zeitraffern benötigt. Es gab beim Probieren keine Holperer oder Fehler bei der Ansteuerung. Zusätzlicher Pluspunkt ist, dass man selbst bei leerem Fernauslöserakku die Kamera manuell auslösen kann. Einziger Wermutstropfen: Man muss den Timer bei jedem Gebrauch neu programmieren, da er nach dem Ausschalten alle Einstellungen „vergisst“.

Nun habe ich die letzten Tage auch endlich mal für das Aufnehmen von Zeitraffern nutzen können und einige bei vimeo online gestellt. Eine von den Szenen spielte sich kurz vorm Sonnenuntergang auf einem Feld in Brandenburg ab.

Das ist jetzt noch kein Film, klicken kann man aber trotzdem 😉
Feld am Nachmittag


Ich habe den Timer-Fernauflöser auf eine Frequenz von 12 Bildern pro Minute gestellt, also wurde alle 5 Sekunden eine Aufnahme gemacht.

Die 400D während einer Zeitraffung:

Making of… (Mit dem Handy aufgenommen)

Etwas Sorgen bereitete mir der Wind, welcher hin und wieder ordentlich am Kameragurt zerrte. Vielleicht hole ich mir mal so einen wie der Zommyboy hat, damit ich ihn schnell und unkompliziert von der Kamera entfernen kann. In der 15. Sekunde des Zeitraffers ist ein kleiner Wackler zu sehen. Da wollte ich den Gurt am Stativ festmachen.


Sonnenweg from lens flare on Vimeo.

Für so einen Sonnenuntergang muss man so ca. eine halbe Stunde an Zeit einplanen. Während die Sonne immer mehr in Richtung Horizont wanderte, wurde mir ein Problem recht deutlich bewusst. Meine Kamera stand nicht zur Verfügung und ich wollte fotografieren… Als Hobbyfotograf hat man ja keinen Zweitbody. So fand dieser Film auch ein frühzeitiges Ende 🙂

Sonnenuntergang


Für die letzten Minuten sah ich die Sonne als riesige Scheibe über dem Horizont und holte deswegen noch schnell das 300mm Objektiv raus und hielt das Abtauchen unseres Tageslichts fest.


Und dann war sie weg … from lens flare on Vimeo.

So richtig zufrieden bin ich mit meinen Zeitraffern auch noch nicht. Irgendwie flimmert und ruckelts ganz schön und die Farben sind mächtig flau. Kann mir jemand einen Tipp für ein Videoverarbeitungsprogramm unter Windows geben, dass leistungsfähiger als der MS Moviemaker und im Optimalfall auch kostenlos ist?

PS: Über das Erstellen von Zeitraffern mittels Moviemaker, habe ich hier schon mal geschrieben.

Bei Google empfehlen:

Kategorie: Fotografie

Kommentare

Besim sagt:

Ich bearbeite die Bilder erst via Lightroom und verändere Licht, Farbe usw. als Stapelverarbeitung. Erst danach füge ich die Fotos zu einem Film zusammen.

Ich finde es super, Deine ersten Schritte zu verfolgen. Dabei lerne ich selbst noch viel und komme auch wieder in die Versuchung, selbst ein paar Zeitrafferaufnahmen zu machen.

Danke für den super Einblick in Deine Arbeit!

Guido sagt:

Hast Du im M-Modus – d.h. jedes Bild mit exakt den gleichen Einstellungen – fotografiert oder in einem (Halb-)Automatikmodus, wodurch die Kamera die Belichtung für jedes Bild neu berechnet?

Steffen sagt:

Haja stimmt Besim, das werd ich mal machen. Liegt ja eigentlich auch nahe 😉 Ich habe aber auch das Gefühl, dass die Filme beim konvertieren an Farbe verlieren. Und danke fürs Feedback 🙂

Ich habe mit Halbautomatik fotografiert Guido. Vielleicht sollte ich mal schauen, wie sehr sich die Belichtungszeit ändert und ob man auf die Halbautomatik verzichten kann!?

Nylle sagt:

Also für Videobearbeitung nutze ich immer AviDemux und/oder VirtualDub. Die beiden arbeiten aber grundsätzlich mit AVI (DivX / XviD). VirtualDub gibt es auch in einer MPeg-Version, die entsprechen Mpeg einlesen und zu AVI kodieren kann. Besonders leistungsfähig sind die Tools nicht, man kann schneiden, anhängen, konvertieren, mit dem Ton rumspielen, diverse Filter drüberlaufen lassen usw. Alles aber nur ganz simpel gehalten. Dafür sind sie kostenlos und laufen stabil. Für mich war wichtig, den sogenannten „3:2 Pulldown“ vom NTSC rückgängig zu machen und das geht damit.

Steffen sagt:

Werd ich mal reinschnuppern, Jan. Danke für die Tipps!

micha sagt:

Das ruckeln wird an der Bildanzahl pro Sekunde liegen. Mit 25 Bildern ruckelts schon nicht mehr, der Film dauert dann auch nicht mehr so lange. Ich rechne meine Zeitrafferbilder immer mit FixFoto zusammen, denn dort kann ich noch einstellen, wieviele Zwischenbilder zwischen den Einzelbildern eingefügt werden sollen. Was sich dann auch wieder auf die Länge des Films auswirkt.

Steffen sagt:

Das ist ein Nachteil vom Moviemaker. Da gehen maximal 8 Bilder pro Sekunde. Werd mir auch FixFoto mal anschauen. Danke dir Micha!

Corelmar sagt:

Ich habe mit „Virtual Dub“ nur positive Erfahrungen gemacht! Kann es nur weiterempfehlen. Muckt nicht rum und läuft stabil. Konventiert fleißig und ist kostenlos. Besonders gut dass die fps präzise einstellbar sind! Bei 19 bis 25fps ruckelts dann auch nicht mehr. grüße

Stefan sagt:

Hi, ist doch recht gut geworden. Exportier den fertigen Film, reimportier ihn und lass es mit doppelter Geschwindigkeit laufen, das sollte noch einen Tacken besser aussehen.
Hier das Ergbnis meines ersten Zeitraffers mit EOS: http://www.schnewoli.de/Blog/Eintrage/2010/6/30_Dokumentarfilm_-_Zeitraffer%2C_die_Erste.html

Viel Erfolg weiterhin

FOG sagt:

Das Flackern kommt daher das die Blende nicht immer gleich schließt. Das bedeutet das bei einer Blende 8 die Kamera jedes mal die Blende zur Belichtung neu auf eine 8 Blende einstellt, dabei kommt es zu minimalen Schwankungen der Belichtung, die im Normalfall kaum auffallen. Um das Problem zu umgehen kann man mit Offenblende Arbeiten, oder ein Objektiv einsetzten bei dem die Blende Manuell eingestellt werden kann. Viel Spaß beim Ausprobieren

Steffen sagt:

Ahja, danke für den Hinweis. Das leuchtet ein.

RSS-Feed zu diesem Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Über neue Kommentare per E-Mail informieren.

© 2007 - 2016 lens-flare.de – Fotografie Blog is proudly powered by WordPress.