28.08.2008 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Trau dich!

Manchmal ärgere ich mich im Nachhinein, dass ich mich beim Fotografieren nicht schnell genug entscheide und einen entscheidenden Moment einfach so verstreichen lasse.



So auch an diesem sehr kalter Februartag. Abends kündigte sich ein schöner Sonnenuntergang an und ich entschied mich noch mal schnell das nahe gelegene Feld aufzusuchen. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Himmel erstrahlte in allen nur vorstellbaren Rottönen. Auf einmal liefen zwei Spaziergänger in die Szenerie. Als sie mich bemerkten, warteten sie netter Weise. Sie wollten mir nicht ins Bild laufen. Ich bedankte mich und ließ sie vorbei. In diesem Moment enstand das Foto oben. Plötzlich sah ich noch eine viel bessere Aufnahme vor meinem inneren Auge. Die Silhouette der beiden Spaziergänger in groß vor dem glühenden Himmel. Dafür hätte ich aber viel näher an die beiden heran gemusst. Aber nun waren sie schon ein Stück entfernt. Und ich hätte mich auch überwinden müssen, sie anzusprechen. So verstrich die Möglichkeit leider ungenutzt. Ich verpasste den entscheidenden Moment. Etwas ärgerlich nahm mir aber vor, bei der nächsten ähnlichen Situation mehr Entschlossenheit an den Tag zu bringen.



Ich machte noch einige Aufnahmen, wie z.B. dieses Bild und fuhr dann wieder heim.

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Kategorie: Fotografie

Kommentare

Das Problem kenne ich, die fehlende Überwindung oder Mut, Menschen anzusprechen, um sie nett zu fragen, ob man sie fotografieren darf.

Dennoch wunderschöne Aufnahmen…

Denny sagt:

Ja, auch schon erlebt. Finde beide Aufnahmen trotzdem sehr schön. Ich habe immer das Problem, dass sich solche Stimmungen nie einschätzen kann. Stehe dann immer zu Hause auf dem Balkon und denke „jetzt müsstest du dort und dort sein“. Wenn ich dann mal irgendwohin gehe wird der Himmel meistens langweilig.

also mir geht es meist genauso wie dir. ich sehe… überlege „eigentlich müsste ich das jetzt fotografieren“ aber dann ist´s schon vorbei… da hilft nur der tip… kamera ständig raus aus der tasche und in die hand damit… 🙂

Ich habe eher das Problem, dass, wenn ich im Auto sitze und ein tolles Motiv sehe, nicht anhalten kann, weil ich gerade auf der Autobahn bin. Ich hätte schon so viele absolute Top-Motive eingefangen, wenn es nicht verboten wäre, auf dem Standstreifen anzuhalten. Das ist enorm ärgerlich 🙂

Steffen sagt:

@wuebbena: Das kenne ich. Allgemein gibt es beim Autofahren oft Situationen in denen ich lieber die Kamera als das Lenkrad halten möchte

Alissa sagt:

Also die Sache mit der Entschlossenheit ist doch die- man ärgert sich jedes Mal, wenn man zu wenig gezeigt hat, denn das Verhältnis zwischen einem Moment des Schams und möglicher Ablehnung und dem aber darraus resultierenden Foto, steht doch in garkeiner Relation zu der Enttäuschung mit der man nach Hause geht, weil man es nicht gewagt hat. Abgesehen davon, hätten die Spaziergänger sich wohl eher geehrt gefühlt bzw. bei Ablehnung den Vorfall schon längst wieder Vergessen.

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