22.06.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Tutorial – Kornfeldfoto



Letzte Woche hatte mich Katrin alias MissM@rple gebeten die Bearbeitungsschritte des obigen Fotos in einem kleinen Tutorial zu zeigen. Here we go!

Das Ausgangsmaterial sieht so aus:




Damit bei so einer Aufnahme mit hohem Kontrastumfang keine Details verloren gehen, belichte ich sie bei Mehrfeldmessung um eine Blendenstufe unter (RAW). Somit enthalten die Wolken noch die volle Zeichnung und brennen nicht aus. Die Helligkeit der Landschaft, in diesem Fall das Kornfeld, kann man später leicht wieder korrigieren.

Damit ich das Foto bearbeiten kann, übertrage ich es direkt aus dem Canon DPP nach Photoshop.


Dann füge ich einen neue Einstellungsebene „Tonwertkorrektur“ hinzu. An dem Histogramm ist die Unterbelichtung auf der rechten Seite gut zu erkennen. Die sehr hellen Tonwerte fehlen komplett.


Um das auszugleichen wird der rechte Regler langsam nach links gezogen. Am Besten behält man dabei die hellen Stellen in den Wolken im Auge. Sobald Informationen verloren gehen sollte man aufhören. Danach sieht das Bild so aus:


Als Nächstes wird eine weitere Einstellungsebene „Kanalmixer“ hinzugefügt. Durch das Ändern der Werte erhöht man die Farbsättigung im Bild. Dafür stellt man z.B. für den Ausgabekanal Rot den Rotwert von +100 auf +120 und dafür bei Grün und Blau von 0 auf -10.


Das macht man nun für die anderen beiden Ausgabekanäle genauso und erhält so ein Ergebnis:


Oft wirken die Grüntöne in Fotos mit kräftig blauem Himmel nicht so natürlich. Dies kann mittels der Einstellungsebene „Selektive Farbkorrektur“ ausgleichen. Das beste Ergebnis erreicht man beim Ändern der Gelbtöne. Diese sollten aber in dem Foto nicht allzu dominant vertreten sein.


Nach dem Verkleinern noch mal Schärfen und das wars auch schon gewesen. Hier noch mal das fertige Ergebnis:


Viel Spaß beim Nachmachen. Würde mich über einen Link zu deinem nachbearbeiteten Foto in den Kommentaren freuen!

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Kategorie: Fotografie

Kommentare

Birgit sagt:

Klasse, sehr informativ.

Was ich jedoch noch nie verstanden habe, in dem Beispiel hier jetzt: woher weiß ich im Kanalmixer, dass ich jetzt – wie du – das Rot heraufsetzen muss?

Der Kanalmixer ist für mich irgendwie noch ein Buch mit 7 Siegeln 🙁

Steffen sagt:

@Birgit: Ich habe für alle Ausgabekanäle die Werte hochgesetzt. Bei Rot den Rotwert, bei Blau den Blauwert und bei Grün … na du ahnst es schon 😉 Wenn du einen Kanal weglässt bekommst du einen Farbstich. Letztendlich wird nur die Intensität des jeweiligen Kanals erhöht.

Torte sagt:

Super Tutorial ! Werd ich demnächst mal ausprobieren. Besonders der Tipp mit der Unterbelichtung 😉

Birgit sagt:

Danke, muss ich mal bei einem meiner Bilder versuchen nachzuvollziehen … ich hab da immer in Lightroom mit Dynamik & Co. „rumgeschraubt“.

Bernd sagt:

Klasse Tutorial. Und alles mit so einfachen Schritten 🙂 Werde ich mir auf jeden Fall mal merken und demnächst mal ausprobieren!

Jörg sagt:

Prima Tutorial, klasse erklärt und schönes Ergebnis. Gibt es einen Grund warum du keine RAW Entwicklung machst, oder ist das hier nur der vereinfachte Weg?

Steffen sagt:

@Jörg: Ja genau, es ging darum die Vorgehensweise an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen.

Erik sagt:

Vielen Dank für die Erklärungen!

Eine Nachbearbeitung in diesem Umfang kann ich mir endlich selber vorstellen. Bisher habe ich nur an der Sättigung und der Helligkeit rumgeschraubt, weil mir das ganze Freistellen, Bereiche markieren viel zu viel war. Daher noch einmal vielen Dank für die Erklärungen.

Erik

Ronny D. sagt:

Super!!!
Vielen Dank.
Das kann man zu Hause auch mal mit andere Software nachmachen.

Daniel sagt:

Tip zur Tonwertkorrektur : Wenn man beim verschieben der Lichter (rechtes Dreieck) die ALT-Taste gedrückt hält, kann man sehr gut sehen, wann die Lichter ausfressen.

Steffen sagt:

@Daniel: Stimmt! Danke für die Ergänzung.

Wieder etwas gelernt – Danke !

Gruß
Frank

Laney sagt:

einfach aber sehr wirkungsvoll!
klasse.

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