18.05.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Umfrage: Die eigene Kamera verleihen?



Mein Vater hat früher immer gesagt: „Alles was mit ‚F‘ anfängt verleiht man nicht“. Also das Fahrrad, das Fahrzeug, den Füller und auch den Fotoapparat. Ja und irgendwie macht diese Lebensweisheit ja auch Sinn. 



Vor Kurzem wurde ich wieder daran erinnert, als ich gefragt wurde, ob ich meine Kamera hergeben würde. „Wir müssen ein paar Fotos für unsere Homepage machen und du hast doch soooo eine tolle DSLR …“ Gut sie ist versichert, was soll also passieren? Trotzdem harderte ich mit mir. Naja und beim darüber nachdenken, kam ich auf die Idee, euch zu fragen.

Würdet ihr eure Kamera verborgen oder seid ihr schon mal in der Situation gewesen? Ging alles gut oder ist vielleicht auch was passiert? Bin gespannt!

Die eigene DSLR verleihe ich ...

  • ... nur an sehr gute Freunde. (49%, 139 Votes)
  • ... gar nicht! (48%, 135 Votes)
  • ... ab und zu schon mal. (3%, 9 Votes)
  • ... nur gegen Geld. (0%, 0 Votes)

Total Voters: 283

Loading ... Loading ...



In der letzten Umfrage ging es um das Aufhellen von Porträts im Freien. Die meisten machen das mit dem Blitz. Ganz interessant finde ich, dass nur einer mit selbstgebautem Reflektor arbeitet.

Welche Hilfsmittel nutzt ihr am Liebsten, um bei Porträts im Freien aufzuhellen?

  • Mit dem Blitz. (37%, 55 Votes)
  • Ich nutze mehrere oder alle Möglichkeiten. (36%, 53 Votes)
  • Mit einem gekauften Reflektor. (14%, 21 Votes)
  • Gar keine, ich krieg das so hin. (9%, 13 Votes)
  • Verbesserung mittels EBV. (3%, 4 Votes)
  • Mit einem Selbstbau Reflektor. (1%, 1 Votes)

Total Voters: 147

Loading ... Loading ...

Bei Google empfehlen:

Kategorie: Umfragen

Kommentare

Gerrit sagt:

Also die Kamera habe ich selber noch nie verliehen allerdings schonmal ein Objektiv. Bei dem, der es sich ausgeliehen hat wusste ich allerdings das er damit umgehen kann und ich es heil wieder bekomme.

Bei der gesamten Kamera wäre ich da nicht so schnell dabei, da ich erstmal davon ausgehen würde, dass der jenige eh mit der Kamera überfordert wäre, denn klar kann man mit der Kamera gute Bilder machen, aber im Automatikmodus macht sie im Prinzip die selben Bilder wie eine Point and Shoot Kamera.

Fazit: Objektive an Freunde verleihen ja. Kamera verleihen ne!

P.s.: Bei Bildern für die Homepage könntest du als Fotograf auftreten und es gibt ein kleines Dankschön 😉

Steffen sagt:

Die letzten Abenteuer der Menschheit: Hatte die Kamera an meine Kinder verliehen, damit sie bei einem Fotoprojekt mitarbeiten können. Fremde Kinder in Gruppen, da könnte man sich einige Gefahrenszenarien einfallen lassen. Das Vertrauen hat sich aber gelohnt. Nichts passiert und die Kiddies waren stolz.

ToxSox sagt:

Wurde vor nen paar Monten mal gefragt. Kam für mich aber nicht in Frage. Wenn man meine Kamera haben will, muss man mich schon mitnehmen. Getrennt gibt es uns nicht 😉

Martin Wolf sagt:

Das hängt stark davon ab an wen und für welchen Zweck/wie lange.
An einen guten Freund, bei dem ich mir sicher bin, dass er sie in einem Stück wieder zurück bringt, für einen Nachmittag, gerne.
Lockerer bin ich da z.B. bei einem Blitz. Den würde ich auch entfernter verleihen. Der scheint mir robuster und ist auch nicht so teuer wie die DSLR. 🙂

Nachdem ich die Erfahrung gemacht habe, das Menschen leider mit fremdem Eigentum nicht so sorgsam umgehen wie sie es eigentlich sollten, verleihe ich sehr ungerne Dinge. Je teurer sie sind und je mehr mein Herz daran hängt, desto weniger gern gebe ich sie weg.
Da wird nämlich mal gerne das 1600€-Notebook mit viel Kraft zugeknallt und die Kamera samt Objektiv gegen den Türrahmen geknallt. Sachen die mir mit meinen eigenen Sachen nicht passieren und noch viel weniger mit anderer Menschen Ausrüstung passieren würde.
Das hängt auch damit zusammen, dass ich mich nicht um Ersatz kümmern möchte wenn dann jemandem ein „Missgeschick“ passiert. Faulheit siegt.

sassi sagt:

aber wirklich wirklich sehr sehr gute freunde aka mitbewohner. aber selbst da mit bauchweh.
bei der kompaktkamera ist es mir allerdings relativ egal.

blauerblubb sagt:

Meine DSLR verleihe ich selten. Hauptsächlich bleibt es auch innerhalb der Familie, da habe ich nicht allzu große Bedenken. Dadurch, dass das gesamte analoge Equipment (welches ich derzeit viel lieber verwende, als das digitale Pendant) nicht mir, sondern meinem Vater gehört, habe ich ein so großes Vertrauen erfahren, dass ich nun auch ein wenig mit der Digitalen zurück geben kann.

Bei Freunden wird es da schon schwieriger. Mal abgesehen davon, dass die Kamera auch einen größeren Wert darstellt und sie pfleglich zu behandeln ist (das unterstelle ich jetzt mal demjenigen, der die Kamera leihen will), alleine das erklären von ein paar Funktionalitäten dauert wahrscheinlich länger, als das gesamte Aufnehmen der Fotos später. Wie Gerrit auch schon meinte, die Verwendung einer DSLR im Automatikmodus bringt nun nicht den riesen Vorteil gegenüber einer Kompaktkamera.

André sagt:

Bisher bereits einige Male getan und stets gute Erfahrungen gemacht. Ich verleihe die Kamera aber nur an befreundete Fotografen, da diese auch die nötige Sorgfalt an den Tag legen und meine „Babys“ ordentlich behandeln.

Frank F. sagt:

Dein Vater ist ein Weiser Mann – Nix da – eine Kamera gibt es nicht.

Gruß Frank

Robert sagt:

@Steffen:

Kannst du mal vielleicht etwas zu der Versicherung sagen, die auch den Verleih der Kamera versichert? Ist das eine spezielle Verleihversicherung?

Steffen sagt:

@all: Danke für die vielen Wortmeldungen. Ist für mich sehr interessant.
@Robert: Ich habe ne ganz normale Kameraversicherung. Kann ich auch gerne mal nennen. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, ob bei der Versicherung die Weitergabe an Fremde mit eingeschlossen ist und habe mir da noch gar nicht sooo große Gedanken drum gemacht. Weil eigentlich will ich dann doch lieber die Fotos selber machen 🙂

Ich verleihe meine Kamera definitiv nicht. In meinem Falle ist sie mein Arbeits- und kein Freizeitgerät. Wenn ich sie „nur“ als Hobby hätte, dann würde ich sie verleihen, aber ausschließlich an Menschen die ich ersten kenne und bei denen ich weiß, dass sie mit der Kamera überhaupt umgehen können.

Daniel sagt:

99% gar niemals nicht (wenn ich nicht dabei bin)

Stefan sagt:

Die Kamera ist ein Werkzeug und kein Heiligtum. Sie geht auch nicht dadurch kaputt, dass jemand anderes sie anfasst. Im Übrigen weiß ich, dass die Leute, denen ich meine Kamera leihe, mir auch den Schaden bezahlen, den sie eventuell verursacht haben…

Ratze sagt:

Ein ganz klares NEIN! Ich gehöre auch zu den antiquierten Typen, die noch mit einem Füllfederhalter schreiben. Mit diesem darf auch niemand anderes schreiben, da werde ich echt „ungehalten“ wenn meine Kollegen immer wieder mal versuchen, diesen in Hand zu nehmen. … fängt auch mit „F“ an!

Sam sagt:

Wie immer gilt: das hängt davon ab.

Als ich mal gefragt wurde, hab ich verneint, weil mir klar war, das die Leute mit der Cam nicht umgehen können und hinterher dann über die schlechten Bilder jaulen und meckern meine Kamera wär schuld.
Ansonsten hängt es vom Fall, der Person und von der Kamera ab. Grob: Meine D700 würde ich eher nicht verleihen, bei meiner D40 hätt ich dagegen wenig Bedenken.

datSpielkind sagt:

bisher nur objektive…aber die dslr noch nie. wollte auch noch keiner 😉

Tilla Pe sagt:

Pauschal: Nö. Nicht eine. Und an niemanden.

Im Einzelfall kommt es auf die Person und die Kamera an. Bisher habe ich nur an den Lieblingsmenschen verliehen (der kann mit jeder umgehen) und an meine Kinder (wenn nicht die, wer dann?)
Ich habe ein paar Poaroids, die ich vielleicht auch herleihen würde.

Grundsätzlich stimme ich Deinem Vater jedoch zu (der meine hat das auch immer gesagt) und ergänze noch mit „Filzpantoffeln“. 😉

Tilla Pe sagt:

Ah – sorry, wieder nur halb gelesen. Eine DSLR würde ich natürlich verleihen. Fängt ja nicht mit „F“ an 😉

Steffen sagt:

@Tilla Pe: Hihi 😉

Jenni sagt:

Halte es mit meiner Kamera wie Musiker mit ihrer Gitarre: Die verleiht man nicht… Allein beim Gedanken wird mir leicht schlecht und ich sehe meine Hände sich um die Kamera legen 😉
Selbst meiner Mutter gebe ich sie nur ungern – wenn ich dabei bin…

Komischerweise hätte ich bei meiner Point&Click da nicht so das Problem mit.

Sven sagt:

Genau diese Frage hab ich mir auch vor kurzem gefragt, als mein Trainer fragte ob er sie nicht mal testen könnte. Mir wahr auch sehr unwohl dabei, aber ich hab sie ihm dann doch ihm für nen Tag ausgeliehen. Ich denke mal man sollte die Person schon ein bisschen kennen, das „Ding“ hat ja auch einen bestimmten wert.

Gruß Sven

Saxi sagt:

Also für 2-3 Wochen Urlaub geb ich meien Kamera nicht aus der Hand – was mach ich denn dann?! Aber für ein paar Tage – kein Problem. Gut, nicht irgendwem. Und nein, sie ist nicht versichert – davon halte ich nichts, halte mich eher an die Devise: PAss auf deien Mist auf ;o)

Andre sagt:

Die Kamera würde ich schon herborgen, bei den Objektiven würde ich nicht jedes aus der Hand geben. Wobei es natürlich darauf ankommt wer sich die Teile ausborgt. Ein Profi geht mit Equipment anders um, als ein Hobbyfotograf der sich sein Equipment zusammensparen muss. Andererseits macht ein Unwissender vielleicht Fehler die ein Profi nicht machen würde. (Objektiv mitten in der Wüste wechseln usw.)

Ich glaube es kommt ganz auf die Situation und den Umstand an, bzw. wie man sein Equipment selbst sieht. (Arbeitswerkzeug, Prestigeobjekt, Sportgerät, usw.

Andreas sagt:

Ehrlich gesagt könnte ich mir auch nicht vorstellen meine Kamera zu verleihen. Ich hab sie nicht versichert und ich weiß ja nicht wie jemand damit umgeht, sei es auch ein Freund. Ich mein wenn jemand ein Foto braucht, dann fragt er mich persönlich… 😉

Schöne Grüße
Andreas

Carsten sagt:

Meine 350D mit Kit würde ich verleihen, hab ich auch schon ein paar mal… die 5D und die meisten meiner Objektive würde ich genau einem bestimmten Freund leihen, weil ich weiß, wie er mit seinen Sachen umgeht und meine Klamotten bei ihm wenigstens so sicher, vermutlich sicherer, wären wie bei mir. Vielleicht würde ich sie noch meinem Vater leihen, aber der würd sie nicht wollen.

Julia sagt:

An einen Fremden würde ich so teures Equipment nie im Leben verleihen. Auch nicht an jeden Bekannten. Wenn ich bei meiinem Bekannten jedoch weiß, dass er mit solchen Dingen vorsichtig umgeht stehen die Chancen schon etwas besser.

An SEHR gute Freunde (zum Beispiel aus den Fotoverein) JA!

An alle anderen Bekannten JA!

Warum?

Ist nur Technik, ist also irgendwie immer ersetzbar.
Notfalls auch eine Gelegenheit sich was neues zu zulegen.

Das einzige was ich nicht ausleihen würde fängt nicht mit F an, da muss ich Dein Vater leider widersprechen, sondern mit L!

Mein Leben!

In diesen Sinne schöne Grüße

Florian sagt:

Da würden mir spontan eigentlich nur zwei Personen einfallen. Beides gute Freunde von mir und beide besitzen selber eine DSLR.

Anonymous sagt:

Passend dazu habe ich auch mal eine Frage: Kann der Verleihende eigentlich nachher irgendwelche Ansprüche stellen (von wegen: Ich will nicht, dass du das Foto, das mit meiner Kamera gemacht wurde, veröffentlichst)?

Steffen sagt:

Wenn es deine Speicherkarte war, dann nicht 😀 Nee Quatsch. Ich denke, der Urheber hat in diesem Moment alle Rechte. Genau weiß ich es aber auch nicht.

Sam sagt:

@Anonymous, das würde mich wundern.
Du kannst natürlich vor dem Verleihen einen Vertrag aufsetzen, der sowas (oder irgendwas anderes) besagt.
Damit wäre dann eine Menge möglich.

Aber nachher irgendwelche Ansprüche zu erheben ist, denke ich, unhaltbar. Da wird dir jeder zu recht einen Vogel zeigen.

Robert sagt:

@sam

Die Urheberrechte sind in Deutschland nicht übertragbar. Und Urheber ist und bleibt der, der das Bild maßgeblich inhaltlich bestimmt hat. Wem die Kamera gehört, ist da völlig egal.

Sam sagt:

@Robert, wie kommst du auf Urheberrechte? Weder Anonymous noch ich haben uns auf Urheberrechet bezogen.

Robert sagt:

@sam

Stimmt, explizit hat das keiner von Euch genannt. Aber auch so sage ich, dass der Verleiher keine Bedingungen an die Nutzung der Bilder stellen kann. Denn das Nutzungsrecht ist ja erstmal beim Urheber.

Sam sagt:

@Robert, wie gesagt, ich sehe es so, dass ich mit passendem Vertrag durchaus Ansprüche geltend machen kann.

Wenn ich zB einem Angestellten im Rahmen seines Arbeitsvertrages eine Kamera zur Verfüfung stelle, dann ist üblicherweise explizit oder implizit per Arbeitsvertrag geregelt, dass der Arbeitgeber die Nutzungsrechte an den Bildern hat.

Genauso kann ich auch im Privaten einen Vertrag aufsetzen, mit dem Inhalt „Ich leih dir meine Kamera dafür darf ich danach über Freigabe der Bilder bestimmen“.

Die Vertraglich abgemachten Rechte und Pflichten sind unabhängig vom Urheberrecht. Natürlich kann ich nicht per Vertrag schreiben „Ich bekomme das Urheberrecht an den von Dir gemachten Bildern“, weil das Urheberrecht nicht übertragbar ist, aber ich kann durchaus „ich bekomme das Nutzungsrecht“ reinschreiben, oder andere, übertragbare Rechte.
Hier müsste man dann einen Juristen um die korrekte Formulierung bemühen, und um herauszufinden, was denn machbar ist, und was nicht. Aber prinzipiell spricht nichts dagegen (vorausgesetzt, man findet einen Deppen, der es unterschreibt).

Robert sagt:

Ok, bei einem Angestellten sehe ich das ein, solange er die Fotos im Auftrag seines Arbeitgebers macht. Dann wird er genau dafür bezahlt und tritt die Nutzungsrechte an den Arbeitgeber ab.

Wenn ich mir aber eine Kamera einfach nur leihen will um damit für mich Fotos zu machen, dann glaube ich nicht, dass solche Klauseln gültig wären. Aber: Ich bin kein Jurist!

Versuchen kann man es natürlich. 🙂

Sam sagt:

Warum sollten sie nicht gültig sein?
Ein Vertrag ist erstmal ein Vertrag. Ob das nun ein Arbeitsvertrag oder ein „IchLeihDirMeineKamera“-Vertrag ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Denn mal ehrlich: wer so einen Vertrag unterschreibt, der muss sich dann hinterher auch die Frage gefallen lassen „ja, warum hast du es denn dann unterschrieben???“.

Robert sagt:

In Deutschland herrscht zwar Vertragsfreiheit, das heißt aber nicht, dass man Verträge beliebiger Art schließen kann. Ein Vertrag muss sich schon mal an gültiges Recht halten. Desweiteren gibt es die sog. Sittenwidrigkeit. Auch ist es, soweit ich weiß, nicht so einfach möglich einen (gültigen) Vertrag aufzusetzen, der die eine Seite sehr stark bevorzugt.

Ob das hier eine Rolle spielt, müsste natürlich ein Gericht beantworten (oder jemand hat schon Urteile dazu).

Aber wie gesagt, versuchen kann man es ja mal.

Sam sagt:

Ja, stimmt – aber wie man schon oft genug gesehen hat, aufsetzen kann man jeden Vertrag – ob man ihn dann auch durchsetzen kann, ist was anderes.

Andererseits sehe ich im Hobbybereich keine so große Bevorzugung der einen Seite, wenn diese sich vorbehält (was oben gefragt wurde), die Veröffentlichung der mit der geliehenen Kamera gemachten Fotos zu untersagen.

Wenn jemand einem Anfänger eine Nikon D3x mit 24-70/2.8 leiht und sich das dafür vorbehält, ist der Verleih der Kamera und das damit verbundene Risiko sicher höher zu bewerten als die Amateurfotos.
Wenn hingegen jemand einem Profi eine Nikon D80 mit Kit-Linse leiht, siehts wohl eher andersrum aus.

So unausgeglichen finde ich so einen Vertrag nicht. Du etwa?

Robert sagt:

Doch, ich finde so einen Vertag sehr unausgeglichen.

Ich würde das auch nicht vom Wert der Kamera abhängig machen. Ich leihe mir ein Werkzeug und erschaffe damit etwas. Ich sehe nicht ein, warum der Werkzeugleiher irgendwelche Rechte an meinem Werk haben soll/darf.

Um mal einen hinkenden Vergleich zu bemühen: Wenn ich mir einen Hammer leihe und mir damit z.B. ein Regal heimwerke, kann mir der Verleiher auch nicht sagen, wo ich das Regal aufhängen kann und wo nicht. Egal, wie teuer der Hammer ist.

Sam sagt:

Naja, wenn du vorher unterschrieben hast, dass der Verleiher des Hammers bestimmen darf, wo das Regal hinkommt…? *grins*

Denk dran, es geht in diesem Fall lange nicht mehr um „ich bestimm hinterher willkürlich irgendwas in Bezug auf mein verliehenes Werkzeug“, sondern es geht um „ich lege vorher per Vertrag fest, was ich als Gegenleistung für das Verleihen des Werkzeuges haben will“.

Dass die Gegenleistung für den Verleih etwas betrifft, das mit Hilfe des Werkzeugs erschaffen wurde, ist doch eher nebensächlich.

Im Musik-Bereich sind ähnlich schwachsinnige Verträge doch auch bekannt, von den Bands wie Rammstein, die dich nur fotografieren lassen, wenn sie dafür die Nutzungsrechte an den erstellten Bildern bekommen und über die Freigabe bestimmen können.
Das ist nicht minder unausgeglichen oder schwachsinnig wie das bestimmen, wo das Regal hängen soll, und es hagelte auch Proteste.
Das machte den zugrundeliegenden Vertrag nicht minder gültig.

Dagegen ist Kameraverleih ja noch harmlos.

Robert sagt:

Rammstein wird eine Halle gemietet haben. Dort haben sie das Hausrecht. Da können sie sagen, wer fotografiert und wer nicht und was mit den Bildern passiert. Sollten sie im öffentlichen Raum auftreten, haben sie sich fotografieren zu lassen und auch die Berichterstattung zu tolerieren.

Ich sehe da keinen Zusammenhang mit dem Leihen einer Kamera. Es sein denn, ich mache die Fotos in einem Raum, wo der Verleiher Hausrecht hat. Aber davon hat ja noch keiner etwas gesagt.

Sam sagt:

@Robert, kann gut sein, dass es daher keiner angefechtet hat.
Im Endeffekt gilt: man kann alles möglich in einen Vertrag schreiben. Spätestens vor Gericht klärt sich dann im Einzelfall, ob es auch durchsetzbar ist.
Aber lange nicht alles, was schwachsinnig oder unfair erscheint, ist deswegen auch gleich sittenwidrig oder rechtswidrig (man muss sich echt manchmal wundern, was alles in Verträgen steht).

Robert sagt:

Volle Zustimmung von mir.

Aber bei unserer Diskussion ging es ja darum, dass ich meine, dass so eine Klausel keine Wirkung hätte, während du der Meinung bist, dass sie durchaus hinnehmbar ist.

Reinschreiben kann man in einen Vertrag erstmal alles. Ob es dann vor Gericht bestand hat, ist etwas völlig anderes.

Ich habe mal irgendwo eine Statistik gesehen zu Verträgen und AGB. Davon war nur ein kleiner Prozentsatz rechtlich einwandfrei. Aber: Wo kein Kläger, da ist auch kein Richter.

Sam sagt:

Stimmt, gegen die Vorgaben bei AGBs wird recht oft verstossen – die sind aber auch vergleichsweise eng, und was deutlich anderes als ein ausdrücklicher Vertrag.

Es ist halt ein Unterschied, ob ich eine Klausel irgendwo verstecke wo sie halbautomatisch gilt, oder ob ich sie mir ganz ausdrücklich von jemand in Form eines Vertrages unterschreiben lasse – Sowohl von dem, was erlaubt ist, wie auch von dem, was durchsetzbar ist.

Der Point. sagt:

Mir wurde einmal eine Kamera geliehen – von meinem Freund (wir führen eine Fernbeziehung). Zunächst wollte er nicht, ließ sich jedoch überzeugen, da er in dem Zeitraum (ca. drei Monate – bis wir uns wiedersehen würden) dank Abitur ohnehin selten dazu kommen würde Fotos zu machen und ich (die ich zu dem Zeitpunkt bisher keine eigene DSRL hatte) mehr davon hätte.

„Die Kamera ist ein Werkzeug und kein Heiligtum.“

So habe ich sie aber behandelt, einfach weil sie mir auch wie eines schien. ^^ Meine kleine Digiknipse konnte damit einfach nicht mithalten, und endlich alle Möglichen Funktionen selbst einzustellen (ich hatte zwar schon vorher mit ihr fotografiert aber meist im Automatikmodus) gab ein ganz neues Gefühl. Danach war ich jeden Falls überzeugt: Ich brauch unbedingt auch so ein Ding!

Es hat sich also gelohnt.

Ob ich mein Baby jetzt verleihen würde? Unter „Aufsicht“ dürfen Freunde gerne einmal damit rumknipsen, aber verleihen? So richtig? Ich glaube eher nicht. Wenn, dann eher an solche, bei denen ich 100%ig weiß, es kommt genauso wieder, wie ich es abgegeben habe und derjenige kennt sich wenigstens ein bisschen damit aus.
Z.B. würde ich meinem Freund meine Kamera sicher auch mal leihen. Aber er hat ja nunmal eine und außerdem ist meine Kamera sehr häufig in Gebrauch und ich würde sie wohl schmerzlich vermissen. … Ich habe mal die Umfrage mit „nein“ beantwortet, weil die Umstände unter denen ich sie doch einmal verleihen würde doch sehr …umständlich sind 😉

Ich bin mir durchaus bewusst, dass eine Kamera nicht so empfindlich ist, wie man manchmal glaubt, aber es ist eben doch was anderes… sie fühlt sich nicht an wie ein Werkzeug, sondern wie ein kleiner Schatz, und der gehört behütet. ^^

Der Point.

Steffen sagt:

Witzigerweise fing bei mir auch alles mit einer geborgten 350D an. Hatte ich mir für ein Wochenende von unserem Sysadmin geborgt und mit einer Flasche Havanna Club bezahlt 😀

Chrissy sagt:

Ja schon! Aber nur an Leute bei denen ich weiß, dass sie wissen wie und so (Also nicht unbedingt die Technik verstehen, aber den Preis den ich dafür gezahlt hab – vom Azubigehalt)

RSS-Feed zu diesem Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Über neue Kommentare per E-Mail informieren.

© 2007 - 2016 lens-flare.de – Fotografie Blog is proudly powered by WordPress.