14.05.2011 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Urban Exploration: Riskantes Hobby für tolle Bilder

Die Leidenschaft des Fotografen treibt ihn dazu, unentwegt nach der besten Einstellung, dem besten Licht und den besten Bildmotiven zu suchen. Alles, was ungewöhnlich, bizarr und selten gesehen ist, zieht ihn magisch an. Unterirdische Gänge, verlassene Gebäude und Industrieruinen sind Orte, an denen „Urban Explorer“ dem Charme der Vergänglichkeit nachspüren. Viele von ihnen halten die Szenerien, die sie auf ihren manchmal gefährlichen Streifzügen auf verbotenem Gelände erblicken, mit der Kamera fest.



Für die meisten Menschen, die sich für dieses besondere Hobby namens „Urban Exploration“ begeistern, ist es eine Frage der Ehre, die Orte so zu verlassen, wie sie betreten wurden. Die einzige ‚Beute‘, die Urban Explorer von ihren Ausflügen an längst nicht mehr belebte, ja oft vergessene Orte mitnehmen, sind beeindruckende Fotografien, die sie mit ihren Kameras machen.

Das Vergängliche mit der Kamera festhalten



Doch „Urban Exploration“, was auf Deutsch so viel wie „Stadt-Erforschung“ heißt, birgt die Risiken jeder Forschung: Wer unbekanntes Terrain betritt, begegnet unbekannten Gefahren. Das sind im urbanen Raum, also in U-Bahn-Schächten, Kanalisationen, Katakomben, Industriebauten und ähnlichen Gebäuden logischerweise keine Tiger und Löwen, sondern andere Dinge. Zuerst einmal ist es die Bausubstanz selbst, die in vielen Fällen nicht mehr stabil ist. Lose Mauersteine, herunterfallende Putzbrocken, lose Bodenfliesen, zerbröselnde Treppenstufen, Treppengeländer, die keinen Halt mehr bieten, sowie Fensterflügel, die nur noch locker in den Angeln hängen, sind nur einige Beispiele.

Beutezug mit Kameras

Der Urban Explorer, der begeistert von einem faszinierenden Motiv zum anderen läuft und ein Bild nach dem anderen knipst, läuft Gefahr, den durchgefaulten Holzboden nicht zu bemerken und auf seiner Fotopirsch durchzubrechen. Hinzu kommt die Tatsache, dass verlassene Gebäude oftmals undicht sind und der Regen den Materialien nach und nach immer mehr zusetzt. Wenn eines zum anderen kommt, also zum Beispiel eine immer noch stromführende, mittlerweile freiliegende Leitung mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, dann kann der Urban Explorer eine buchstäblich spannende Erfahrung machen.

Der Reiz des Verbotenen

Es leuchtet ein, dass das Betreten verlassener Gebäude meistens verboten ist. Doch das daraus erwachsende Risiko des Erwischt-Werdens erhöht für manchen Urban Explorer den Reiz. Wie ein Jäger pirscht er, immer fluchtbereit, die Kamera in der Hand, von Szenerie zu Szenerie und lauscht auf sich nähernde Autos, Schritte oder Hunde. Mit angehaltenem Atem und laut klopfendem Herzen horcht der Stadtabenteurer auf Schritte im Kies vor dem Haus, erblickt durch einen Spalt im morschen Holz einen Wachmann mit einem angsteinflößenden Hund an der Leine. Er duckt sich, gibt seinen Gefährten ein Zeichen und alle drei huschen auf leisen Sohlen davon. Später, im sicheren Auto, schauen sich die Urban Explorer die frischgeschossenen Bilder in ihren Kameras an und freuen sich, wieder einmal heile davongekommen zu sein.

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Kategorie: Fotografie

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