14.02.2008 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Von Podcasts und Sensorstaub


Foto: gimmebass
Am Donnerstag ist Happy Schooting Tag, d.h. es gibt eine neue Ausgabe des Podcasts von Boris und Chris. In diesem geht es, wen wunderts, um Fotografie. Genau das Richtige um sich im Auto auf dem Weg zur Arbeit neues Wissen anzueignen. Besonders sympatisch ist die lockere Art der beiden Moderatoren, wodurch selbst die trockenste Theorie leicht verständlich wird.



Seit längerem bin ich am überlegen, ob ich meine Kamera jetzt in der Nebensaison für Landschaftsfotografen mal zu Canon zwecks Komplettreinigung einschicke. Ich kann mir aber nur schwer vorstellen, sie aus den Händen zu geben. Von den verschiedenen Methoden den Tiefpassfilter vor dem Sensor zu reinigen, z.B. mit einem statisch aufgeladenen Pinsel, habe ich auch schon gelesen, bin aber nicht wirklich überzeugt davon…

Heute nun erfuhr ich über die aktuelle Ausgabe des oben genannten Podcasts von einer ganz interessanten Methode namens Sensorfilm. Dabei pinselt man eine Flüssigkeit auf den Filter, welche nach kurzer Zeit aushärtet. Nun ist der Sensor geschützt und der Innenraum der SLR kann gründlich mit Druckluft ausgepustet werden. Ist man mit der Reinigung fertig, zieht man die Schutzschicht vom Filter wieder ab und enfernt somit den am Sensor haftenden Schmutz. In einem Vergleich mit anderen Reinigungsmethoden und bei unterschiedlichsten Verunreinigungen erzielte Sensorfilm gute Ergebnisse.



Es gibt zwar auf meinen Fotos noch keine störenden Flecke, aber im Sucher befindet sich bereits das eine oder andere Staubkorn und ich denke, dass man mit vorzeitigem Reinigen der Kamera, größeren Ärger aus dem Weg gehen kann.

Und übrigens, auf der Suche nach vergleichbaren Podcasts zum Thema Fotografie, war ich nicht sonderlich erfolgreich. Sollte jemand da noch einen heißen Tipp haben, würde ich mich über einen kurzen Kommentar sehr freuen.

UPDATE: Wie sich durch den Hinweis eines Lesers in den Kommentaren herausgestellt hat, sind bei einigen älteren Canon-Modellen ohne Sensorreinigungsfunktion z.T. Tiefpassfilter verarbeitet, bei denen äußerste Vorsicht beim Einsatz von Sensorfilm, aber auch bei allen anderen Reinigungsmethoden von Nöten ist, da sich die Vergütung sehr schnell löst.

Bei Google empfehlen:

Kategorie: Fotografie

Kommentare

Markus sagt:

Lass das mit dem Sensorfilm! Die nehmen den „Discofilm“, den man früher zum Reinigen von LPs hergenommen hat – absoluter Schwachsinn. Die Sperrfilter sind nicht aus Zucker und können einiges ab! Ich verstehe den Aufriss darum nicht. Manche trauen sich das Ding ja nicht einmal richtig anzuschauen. Prima funktioniert der Lens Klear, kostet nicht einmal 10€ und ist jeden Cent wert.
Man muss halt erst einmal die Paranoia ablegen und darf nicht auf die Bedenkenträger in den Foren hören. Selbst Brillenreinigungstücher aus dem Supermarkt und ein Q-Tip funktionieren. Nix von wegen Schlieren oder so. Wenn du mal gesehen hast, wie die bei einem Servicepoint auf dem Sensor rumschruppen, bist du nicht mehr bereit zwei Wochen auf deine Kamera zu verzichten und 70€ auszugeben …

Steffen sagt:

Danke für deinen Tipp! Wahrscheinlich bin ich da noch zu ängstlich 😉 Aber schaden kann das Zeug doch auch nicht, oder?

Chris sagt:

@Markus – spätestens, als mir ein Workshopteilnehmer letztes Jahr den langen Kratzer in der Vergütung des Sperrfilters seiner Kamera zeigte (nicht der Filter selbst war zerkratzt, aber die Vergütung) – Resultat eines „swab“-basierten Reinigungsversuches – .. und spätestens nachdem ich diverse Sensoren gesehen habe, die von der „professionellen“ Reinigung direkt vom Service des Herstellers zurück waren (und eben alles andere als sauber waren), war mir klar, dass hier andere Methoden gefragt sind als mechanisch über den Sensor zu reiben.

Steffen sagt:

Danke für den Hinweis Chris! Und euer Podcast ist wirklich super!

Ich hab mir den Senorfilm schon bestellt und es hat mich knappe 17 Euro gekostet. Und wenn ich es dann mal ausprobiert habe, kann ich ja von meinen Erfahrungen berichten.

ein anderer Chris sagt:

Ich persönlich kann vom Sensorfilm nur abraten….
Bei mir hat sich beim Entfernen des Filmes die Vergütung des Sensors teilweise mit abgelöst. Im Endeffekt musste der ganze Sensor gewechselt werden.
Das muss nicht unbedingt Fehler des Filmes sein, ich bin aber der absoluten Überzeugung den Film korrekt angewandt und korrekt gehandelt zu haben!

Chris

P.S.: Falls sich jemand wundert, warum die Homepage von vorherigen Chris nicht angezeigt werden kann, die URL ist http://www.tipsfromthetopfloor.com

Steffen sagt:

Ach du je. Bin nun ganz hin und her gerissen. Heute kam Sensorfilm bei mir an. Wollte es eigentlich heute oder morgen ausprobieren…

PS: Habe den Link auf Chris‘ Webseite korrigiert.

Hi Steffen, ich halte die häufig verbreitete Panik vor der Sensorreinigung für vollkommen übertrieben. Professionelle Reinigung ist sicherlich eine gute Wahl. Aber hast du schon mal gesehen, wie die „Profis“ das machen? 😀 Da mache ich das wirklich lieber selbst. Meine Ideallösung: Sensor Swabs. Auch meiner Webseite habe ich auch mal ein kleines Tutorial geschrieben. Zu guter letzt: Dreck auf dem Sensor lässt sich durch richtigen Objektivwechsel sehr gut vermeiden. Ich reinige alle 15.000 Auslösungen! 😀 Also fast nie.

Steffen sagt:

Ich glaube dir und Markus, dass der normale Tiefpassfilter so beschaffen ist, dass er problemlos selbst gereinigt werden kann. Allerdings habe ich erfahren, dass es aus bestimmten Serien von Canon Kameras gibt, bei denen sich die Vergütung des Tiefpassfilters sehr leicht löst. Dies betrifft wohl hauptsächlich ältere Modelle ohne Sensorreinigung. Im Zweifelsfall ist also äußerste Vorsicht geboten!

RSS-Feed zu diesem Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Über neue Kommentare per E-Mail informieren.

© 2007 - 2016 lens-flare.de – Fotografie Blog is proudly powered by WordPress.