15.04.2008 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Warum ich fotografiere

In dem Blog von Adrian Ahlhaus habe ich einen Artikel gelesen, in dem er darüber schreibt, wie aus seiner Sicht Frauen und Männer an die Fotografie herangehen. Dabei kam ich ins Grübeln, wie ich zur Fotografie kam und was mich dabei begeisterte.

Die ersten Fotos habe ich auf Reisen ins Ferienlager versucht zu machen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mein Vater mir kurz erklärte, wann ich was an der Kamera einstellen soll. Ich fotografierte im Winter große Eiszapfen, den Rodelberg und auch die neu gewonnenen Freunde auf dieser Reise. Als wir dann gespannt den Film bei uns zu Hause entwickelten, stellte ich leider fest, dass nur ein Foto was geworden war. Es war das Gruppenfoto, welches von einem Erzieher gemacht wurde. Meine Freude am Fotografieren bekam einen Dämpfer. Auf den späteren Reisen dann, gab es neuere Geräte, die alle Einstellungen automatisch wählten. So klappte es dann auch mit den Fotos. Außer auf einer Fahrt nach London, bei der der Film wohl falsch eingelegt war.

Eigentlich schon immer, wenn ich ein Foto machte, ging es mir darum einen erlebten Moment für später festzuhalten. Wenn ein Gewitter heranzog war ich draußen, um alles genau beobachten zu können. Im Urlaub morgens in die spiegelglatte Oberfläche des Sees abzutauchen, welche die Sonne wiederspiegelte und über der die Nebelschwaden standen, am Flughafen an der Landebahn warten und die hereinkommenden Flugzeuge über einen hinwegbrausen sehen, solche besonderen Momente hatten es mir schon immer angetan. Man kann das Erlebte anderen erzählen, aber das Gesehene kann dadurch niemand nachempfinden.

Mit der Einführung der digitalen Technik wurde die Fotografie für mich attraktiver. Es gab keine Wartezeit mehr, bis zum Begutachten der Bilder. Man konnte die Ergebnisse sofort sehen. Ärgernisse mit falsch eingelegten Filmen oder schlechten Einstellungen gehörten der Vergangenheit an. Kosten entstanden beim Fotografieren erst einmal keine. Nun fing ich mit den damals bescheidenen digitalen Kameras an, viel mehr um mich herum festzuhalten. Ich war nur noch eingeschränkt durch die Akkus und die Speicherkarte. Aber auch diese Einschränkungen schwanden bald und man konnte quasi immer Bilder aufnehmen. Ich ertappte mich dabei, dass ich im Urlaub mit Freunden und Familie alleine loszog, um Plätze zu besonderen Zeiten aufzusuchen und die Stimmung mit der Kamera einzufrieren. Dies gelang mir ein wenig und so erntete ich Lob, welches mich zu neuen Taten anspornte. Ohne dass ich es wirklich wahrnahm, wollte ich immer mehr. Mehr schöne Momente festhalten und anderen zeigen. Und natürlich auch gelobt werden. Daraus entstand ein Hobby, das mich nun für einen großen Teil meiner Freizeit einnimmt und mir viele positive Erlebnisse und Feedbacks beschert hat. Und was kann schöner sein? Ich hoffe es geht immer weiter so!

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Kategorie: Allgemein, Fotografie

Kommentare

Olaf Bathke sagt:

So etwas mag ich. Dieser Artikel ist mehr wert, als diese ewigen „wie macht man alles besser“ Artikel. Wenn andere auch so persönliche Dinge schreiben würden, dann stünde es besser um die deutsche Fotoblogscene.

Steffen sagt:

Es fällt aber auch gar nicht so leicht. Ich habe hin und her überlegt, ob es überhaupt wen interessiert. Freue ich deswegen umso mehr das du den Post magst.

Olaf Bathke sagt:

Das ist ein Geheimnis von Kunst, wirklich etwas von sich zu geben und nicht einfach Dinge zu kopieren.

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