06.09.2010 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Zeitraffer mit einer eierlegenden Wollmilchsau




Nein, es gibt jetzt keinen Tierfilm 😉 Mein Telefon ist die eierlegende Wollmilchsau. Eigentlich dürfte es gar nicht mehr Telefon heißen, da es so ziemlich jede technische Finesse integriert hat, die man sich vorstellen kann. Hinzu kommt, dass jeder pfiffige Entwickler Applikationen dafür schreiben kann, die diese Finessen kreativ kombinieren. Und gerade das potenziert die vorhandenen Möglichkeiten enorm. 😀

Das klingt jetzt vielleicht nach versteckter Werbung, isses aber nicht. Es spielt eigentlich auch keine große Rolle, wer der Hersteller ist, denn die Geräte nehmen sich untereinander nicht mehr sooooo viel.



Eine der Möglichkeiten die mich bei meinem Handy begeistert, ist das Aufnehmen von Zeitraffern. Für Android gibt es da einige Progrämmchen, die diese Funktionalität bieten, am Besten aber gefällt mir Time-Lapse. Kostet zwar Geld – aber auch nicht die Welt. Und es ist jeden Cent wert. Man kann die Auflösung, den Abstand zwischen zwei Aufnahmen und die Abspielgeschwindigkeit des daraus resultierenden Films wählen. D.h. die Applikation speichert nicht nur, wie die meisten kostenlosen Programme, die einzelnen Fotos, sondern erstellt gleich einen Film daraus. Das Format ist zwar etwas eigenwillig und lässt sich nicht mit jedem Player abspielen, aber was solls? Alles Gute ist eben nie beisammen.

So weit so gut. Aber vor einem Problem steht man dann noch. Eine halbwegs stabile und flexible Halterung ist für das Aufnehmen eines Zeitraffers unerlässlich. Aber sowas muss man erst mal bekommen. Es gibt zwar hier und da ein Stativchen für Telefone, aber die sehen alle nicht sehr stabil aus, sind auch nicht sonderlich groß und hinterhergeworfen bekommt man die auch nicht. Also schnappte ich mir ein kleines, preiswertes Kamerastativ (10 Euro) und schraubte dort die Aufnahme einer demontierten Fahrzeughalterung für Mobiltelefone (10 Euro) fest. Fertig war ein akzeptables und nicht allzu teures Handystativ.


Ich habe mir schon immer ein zweites Gerät gewünscht, dass die Zeitraffer aufnimmt. Jedes mal wenn das die DSLR macht, ist man für die Zeit (z.B. 20 Minuten für 10 Sekunden Film) arbeitslos. Jetzt, da das Smartphone die Aufnahmen macht, kann ich nebenher Makros, Landschaft oder was auch immer fotografieren und muss mich nicht langweilen. Keine Frage eine DSLR ist natürlich flexibler, aber für die meisten Situationen, reichen die 5 Megapixel Aufnahmen vom Telefon dicke aus. Ein Problem ergibt sich aber auch durch die Nutzung des Mobiltelefons… Was tun wenn man während einer Aufnahme angerufen wird? 😀

Und damit ihr selber euch ein Bild von den Ergebnissen machen könnt, habe ich auch schon einen kurzen Film zusammen geschnitten.

Mich hat auf jeden Fall wieder die Begeisterung für Zeitraffer gepackt und ich denke ich werde in Zukunft noch öfter so ein Filmchen hier zeigen. Also bitte nicht wundern, wenn ich nicht gleich ans Telefon gehe 😉

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Kategorie: Fotografie, Videos

Kommentare

Josef sagt:

Timelapse ist ein echt tolles Thema. Es hat was, wenn man das direkt mit dem Smartphone machen kann. Die Qualität deines Videos ist echt super und lässt erahnen, was so alles damit möglich ist. Die möglichen Probleme hast du auch sehr gut angesprochen 🙂
Ich benutze im Moment noch kein Smartphone, sondern nur ein Schmalspurhandy fürs Telefonieren und SMS, ohne Kamera usw. Auf alle Fälle hast du mich neugierig gemacht.
LG Josef

Fototark sagt:

Hi Steffen,
OK, Du kannst – während das Smartphone „timelapst“ mit Deiner dslr fotografieren.
Aber hat Dich dabei schon mal jemand angerufen?
VG

Steffen sagt:

@Fototark: Bin ich ja schon drauf eingegangen, dass das ein Problem ist. Allerdings hatte ich das Problem auch noch nicht 🙂 Aber so wichtig ist die Erreichbarkeit ja auch nicht. Vielleicht einfach vorher in den Flugmodus wechseln …

Kai sagt:

Moin!

Sehr schönes Video! Muss mich auch mal mehr damit befassen.

Sowohl mit dem mobilen Endgerät, als auch mit der DSLR!

Womit haste das Video dann final zusammengestellt?

Viele Grüße,
Kai

Steffen sagt:

@Kai: Mit dem Microsoft Moviemaker.

Kai sagt:

Ah, sehr gut!
Den kenn ich! 😉

Marcel sagt:

Du glaubst garnicht wie ich mich auf mein Desire freue. Amazon hats nur zur Zeit nicht auf Lager. 🙁 Aber wenn ich Deine Artikel mit dem Desire lese freu ich mich einfach nur drauf. 😀 Geiles Video, muss ich auch mal versuchen wenn ichs hab.

chrjs sagt:

Danke für den Tipp!

Habe es direkt mal auf meinem Nexus installiert. Erst ein mal die Lite Version. 🙂

Steffen sagt:

@chrjs: Genau. Probiere dich erst mal aus 🙂

Matthias J.G sagt:

Klasse Film 😉 Weiter so! Wieviele Bilder pro x waren denn eingestellt?

Steffen sagt:

@Matthias J.G: Drei Bilder pro Sekunde.

sr sagt:

Klingt sehr interessant. Leider scheinen Programmen (Full + Lite) lange kein Update mehr erhalten zu haben. Scheinen auch einige Probleme auf Froyo zu haben. Ich probier mal die Lite.

Steffen sagt:

@sr: Habe Android 2.2 aufm Handy und keine Probleme.

Mike Haufe sagt:

Sehr cool! Ich wollte so etwas schon eine ganze Weile mal mit der DSLR ausprobieren. An das Telefon habe ich bisher nicht gedacht… zumal ich gerade festgestellt habe, dass ich bereits eine Photo-App habe, die das auf meinem iPhone auch kann. Na das probiere ich doch auch mal bei Gelegenheit aus.
Danke für den Tipp 😉

Steffen sagt:

@Mike: Prima! Wenn du magst, kannst du ja mal über deine Erfahrungen beim iPhone berichten.

Matthias sagt:

Hehe, was ist da so im Market noch alles für Schmankerl gibt … man staunt immer wieder.
Leider ist die Cam bei meinem Magic noch nicht so toll, aber mal sehen, hab heute auf der IFA gerade das Galaxy S liebgewonnen, da scheint die Kamera auch besser zu sein.

Mensch irgendwie hab ich mich wohl auf Platz 1 kommentiert 😉

Steffen sagt:

@Matthias: Fleißig, fleißig! 🙂

Probiere es einfach mal mit deinem Magic. Ich meine für Zeitraffer reicht sie.

Michael sagt:

Genial schön gemacht. Ich hab das App auch drauf und den ein oder anderen Versuch schon gemacht. Unter anderem im Biergarten. Ist lustig was man für Ergebnisse da teilweise rausbekommt. Das schöne ist, die App macht alles selber und man kann gleich das fertige Ergebniss bestaunen.

Ich hab mir für mein Handy ein Gorilla Pod mit Saugnapf gekauft. Allerdings ist deine Lösung definitiv die stabilere.

Micha

Steffen sagt:

@Michael: Über das Gorilla Pod habe ich auch nachgedacht. Hätte mich auch dafür entschieden, wenn das mit meinem Stativ nicht hingehauen hätte.

Michael sagt:

@Steffen
Das Teil kam ca. 26,-€ und ist eher ne wacklige Angelegenheit. Daher ist deine Lösung die stabilere und sichere für das iPhone. Sei froh das es geklappt hat 😉

Steffen sagt:

@Michael: Ein perfekte Lösung gibt es anscheinend gar nicht. Vielleicht sollte ich die Produktion und den Verkauf solcher Stative forcieren? 😉

Michael sagt:

Was soll es kosten? Ich bin dabei 😉

Steffen sagt:

@Michael: Oh, die erste Anfrage. Und ich weiß noch keinen Preis… 😉

Wenn du das gerne habe möchtest und einen Moment warten kannst, schaue ich mal nach den Einzelteilen und sage die was die plus Versand kosten, ok?

sr sagt:

Ich nehm auch eins ^^… ich habe irgendwie nichts was mein Handy irgendwie halten könnte.

Steffen sagt:

@sr: Hihi, alles klar 🙂

boppat sagt:

Guten Morgen

Vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich hab mich auch schon mal mit Timelapse beschäftigt, aber immer den hohen Arbeitsaufwand mit dem Kabelauslöser gescheut. Ich denke ich werde das jetzt auch mal mit dem iPhone ausprobieren. Auch wenn dabei die Videoqualität nicht so optimal ist.

ff sagt:

Ich hab das nun auch mal ausprobiert:
http://www.youtube.com/watch?v=5llOgFl86YE

Danke für deinen Beitrag, deswegen hab ich mir das Tool und ein Hama-Ministativ gekauft.

Steffen sagt:

@ff: Sehr cool!

fotopunk sagt:

wow, tolle idee ! ich kann nur hoffen, dass open-source softwar auch bald auf dslr-kameras zu finden sind. canon macht nämlich einen lausigen job, wenn es um software-funktionen geht. so weit ich weiß gibt es da auch schon ein paar pilotprojekte an einer britischen uni.

bin auch überrascht wie gut die qualität der handyfotos ist.

trotzdem würde ich lieber eine dlsr benutzen. es gibt auch spezielle „kabelfernbedienungen“ die intervallfotos etc anbieten. im schlimmsten fall könnte man die kamera auch über usb steuern. das ist dann natürlich nicht so günstig wie mit dem hand 😉

lg

Saxi sagt:

Ui, geile Sache – mal kucken ;o) Danke für den inspirierenden Beitrag!

Jo sagt:

Echt ne klasse Idee das mit dem Smartphone zu machen – da bin ich noch gar nicht draufgekommen *respect*
Leider hab ich aber kein Andriod (sondern nur Android) 😉 In deinem Vorspann schreibst du naemlich von Andriod *lol*
Ok, Spass beiseite: tolle Idee! Danke fuer die Anregung.

Steffen sagt:

@Jo: Tja, dann solltest du schnellstens updaten, denn Andriod ist deutlich leistungsfähiger 😉 Danke für den Hinweis!

Jo sagt:

Gute Idee, werd mal morgen bei T-Mobile anklopfen wann die das Update auf Andriod rausgeben 😉 Sonst muss ich´s halt selbst rooten 😉
Wuensch dir einen guten Wochenanfang! LG, Jo

Steffen sagt:

@Jo: Danke ebenso!

Sebastian sagt:

Habe mich jetzt auch mal damit auseinander gesetzt 🙂

Hier das Ergebnis:
http://www.vimeo.com/15564405

Danke für den tollen Tipp 🙂

Daniel sagt:

Was mein Telefon so alles kann… sensationell 😉

Schönes Video mit stimmungsvoller Musik – mal sehen, werde da auch mal ein bissl experimentieren (wenn die Zeit da ist)….

cyberwoki sagt:

das sollte ich dann auch mal ausprobieren.

bei einem Smartphone mit 3D, wird 3D sicher noch nicht unterstützt ?

Steffen sagt:

Nicht, dass ich wüsste.

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