10.12.2007 | Artikel von   Facebook flickr Twitter

Zeitrafferfilme mit Bordmitteln erstellen

Filmt man das Öffnen einer Blüte am Morgen mittels einer normalen Videokamera, wird sich wohl ein für den Betrachter eher langweiliges Resultat ergeben. Viel spannender ist ein Zeitraffer von diesem Geschehnis. Doch wie fertigt man solch einen Film an, ohne spezielle Software dafür anschaffen zu müssen? Für mit Canon fotografierende Windowsbenutzer ist das kein Problem. Für alle anderen wahrscheinlich auch nicht, aber ich möchte heute auf diese Konstellation genauer eingehen.

Alles was man dafür neben der Kamera benötigt, ist ein PC oder Laptop mit Windows XP, ein Stativ und die bei Canon mitgelieferten Software. Nach Aufstellen und Ausrichten der Kamera, verbindet man sie über das USB-Kabel mit dem PC und startet, falls noch nicht automatisch geschehen das EOS-Utility. Mit einem Klick auf „Remote Shooting“ öffnet sich ein neues Fenster. Dort findet sich im Pull-Down Menü „Tool“ der Punkt „Timer Shooting“. In diesem Fenster kann man die Gesamtdauer des Aufnahmevorgangs sowie den Abstand zwischen den einzelnen Bildern einstellen. Später wird der Film mit 8 Bildern pro Sekunde abgespielt. Für einen 10 Sekunden langen Film braucht man also 80 Fotos. Nach dem Klick auf „Start“ beginnt bereits der Aufnahmevorgang.

Ist die Serie fertig aufgenommen, kann man sie mit der Canon Software Digital-Photo-Professional in der Batchverarbeitung automatisch verkleinern. Geht aber auch mit z.B. Irfanview. Nun kommt der Movie Maker von Microsoft ins Spiel. Der ist eigentlich bei jedem aktuellen Windows XP mit dabei. Sollte er im Startmenü nicht zu finden sein, wird man im Ordner „Programme“ schnell fündig. Ist der Moviemaker auch dort nicht vorhanden, kann man ihn über die Updatefunktion von Microsoft herunterladen und installieren.

Nach dem Starten des Moviemakers muss man aller Bilder importieren. Danach einfach alle markieren und auf das Storyboard ziehen. Unter dem Menüpunkt „Extras“ den Eintrag „Optionen“ wählen. In der Karteikarte „Erweitert“ kann man die Dauer eines Bildes festlegen. Ich habe dort 0,125 s gewählt, was oben angesprochener Abspielgeschwindigkeit von 8 Bildern/Sekunde entspricht. Um das Ergebnis als Film zu speichern, muss nun nur noch im Menüpunkt „Datei“ den Eintrag „Filmdatei speichern…“ wählen und fertig ist der Zeitrafferfilm.

Anbei noch ein kleines Beispiel. Es ist einer meiner ersten Filme und deswegen noch keineswegs perfekt. Er soll nur als Beispiel dienen. Den Laptop hatte ich in dieser Situation nicht dabei. Um trotzdem im definierten Abstand die Fotos zu knipsen, stellte ich auf Selbstauslöser. Nach 10 Sekunden machte es klick und ich löste erneut aus.

Und wens interessiert, hier gibts die Szene noch mal als hochauflösendes Foto.


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Kategorie: Fotografie

Kommentare

Nylle sagt:

Ah sehr coole Sache! Das ist mal ein ausgezeichnetes Beispiel für die Vorteile von Digitalkameras!

Steffen sagt:

Stimmt, da würden bei ner Analogen ganz schön viel Filme bei draufgehen 🙂

Nylle sagt:

Na nicht nur das. Auch schon das Koppeln mit dem Laptop wäre problematischer. Vermutlich wird die Software auch die Einstellungen so angleichen, daß die Bilder halbwegs gleiche Helligkeiten und Kontraste haben, vermute ich mal. Und zuletzt der Umstand, daß die Analogen Bilder erst digitalisiert werden müßten, um überhaupt mal erst so verarbeitet zu werden.

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